Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 999 cc
- Leistung
- 190.0 ch @ 12000 tr/min (139.7 kW)
- Drehmoment
- 117.7 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.8:1
- Bohrung × Hub
- 74.5 x 57.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 44 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- périmétrique double poutre en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 125 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/50-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 24.00 L
- Gewicht
- 203.00 kg
- Trockengewicht
- 167.00 kg
- Neupreis
- 40 000 €
Übersicht
Motorcycle: Suzuki GSX-R 1000 endurance Motors-Events (2011)

Was unterscheidet also wirklich eine Superbike aus dem Showroom von einer Maschine, die bereit ist, sich im Bol d’Or durch die Wertungen zu kämpfen? Betrachten wir dieses Suzuki GSX-R 1000-Modell von 2011, ein Motorrad, das den Weltmeistertitel in der Superstock-Kategorie errungen hat. Hier kann der Preis von 40.000 Euro sofort abschreckend wirken. Aber man muss bedenken, dass man hier nicht einfach ein Tourenmotorrad kauft, sondern in ein raffiniertes Rennwerkzeug investiert, das aus einer ebenso cleveren wie restriktiven Vorschrift hervorgegangen ist. Die Superstock-Philosophie ist gerade das: den Wert einer soliden Basis zu beweisen, ohne sie in einen Prototypen verwandeln zu dürfen. Der Motor, dieser 999 cm³-Reihenvierzylinder, muss unbedingt im Originalzustand bleiben. Keine tiefgreifende Entdrosselung, sondern nur die Optimierung des Auspufftopfes, was das Biest dennoch dazu bringt, fast 190 PS bei 12.000 U/min zu erreichen. Auf der Rennstrecke, gegenüber Konkurrenten, die auf dem Papier manchmal lebendiger wirken, setzt die Suzuki auf Zuverlässigkeit und Regelmäßigkeit, die wichtigsten Trümpfe im Langstreckenrennen.
Betrachten wir genauer, wie man ein Serien-Sportmotorrad in einen Kämpfer für das 24-Stunden-Rennen verwandelt. Die Übung ist eine ausgeklügelte Balance zwischen Verboten und Tricks. Das Perimeter-Aluminiumrahmen und die 43-mm-Telegabel müssen erhalten bleiben, aber man kann ihr Innenleben mit spezifischen Kits verändern. Der hintere Dämpfer gibt seinen Platz an einen Öhlins TTX36, einen Komfort, den jeder Streckenfahrer zu schätzen weiß. Die Bremsleistung gewinnt an Biss und Gefühl mit einem Radial-Hauptzylinder, Stahlflexbremsleitungen und leistungsstarken Scheiben, allesamt mit Schnellkupplungen versehen. Jede Modifikation hat nur ein Ziel: Sekunden bei den Boxenstopps zu gewinnen. Der auf 24 Liter aufgeblähte Tank, die einteilige Verkleidung, die sich im Handumdrehen austauschen lässt, das Schnellbefüllventil für Öl – alles ist auf das Zeitrennen ausgelegt. Sogar der Kabelbaum wird durch ein Leichtbaumodell ersetzt, Yoshimura, bei dem die Blinker offensichtlich verschwunden sind.
Dieser GSX-R 1000, mit seinen 203 kg vollgetankt und einem Sitz auf 810 mm Höhe, ist für erfahrene Fahrer kein einschüchterndes Motorrad. Die Position ist immer noch die eines Sportmotorrads, aber durch verstellbare Fußrasten wird sie an die vier Fahrer des Teams angepasst. Es gibt einen Quickshifter für Gangwechsel mit Vollgas, einen Begrenzer für die Boxenbegrenzung, aber keine ausgeklügelte elektronische Hilfe wie ABS oder Traktionskontrolle, da die Superstock-Bestimmungen dies verbieten, wenn das Tourenmotorrad nicht damit ausgestattet ist. Es ist eine Schule der Reinheit, in der Fahrkönnen und Mechanik Vorrang vor der Unterstützung haben. Im Vergleich zu einem Aprilia RSV4 oder einem BMW S 1000 RR der damaligen Zeit, die vielleicht pro Runde heftiger sind, setzt die Suzuki auf ihr Gleichgewicht und ihre Robustheit. Sie ist nicht die explosivste Rakete im Paddock, aber sie ist die, die die Distanz ohne zu zögern bewältigt.
Letztendlich, für wen ist eine solche Maschine geeignet? Sicher nicht für Anfänger oder auch nicht für den Sonntagsfahrer. Dieses Motorrad richtet sich an Rennteams, an Mechanik-Enthusiasten, die in den regulatorischen Rahmenbedingungen eine anregende Herausforderung sehen. Es zeigt, dass das Genie im Langstreckenrennen oft in den Details und der Organisation liegt, vielmehr als in der rohen Leistung. Im Jahr 2011 war es nicht das spektakulärste Motorrad, aber es war das konsistenteste und zuverlässigste, ein unermüdliches Zugpferd, das seine Fahrer zum Weltmeistertitel trug. Es erinnert daran, dass in Rennen und in der Mechanik Raffinesse manchmal aus gut beherrschter Einfachheit entsteht.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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