Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 656 cc
- Leistung
- 85.0 ch @ 10500 tr/min (62.5 kW)
- Drehmoment
- 61.8 Nm @ 8900 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Bohrung × Hub
- 65.5 x 48.7 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche télescopique Ø 41 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 126 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 160/60-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 770.00 mm
- Tankinhalt
- 19.00 L
- Gewicht
- 240.00 kg
- Neupreis
- 6 199 €
Übersicht
Kann man über die Suzuki GSF 650 Bandit N noch sprechen, ohne einen Hauch von Nostalgie zu verspüren? Seit 1995 zieht dieser japanische Roadster mit nahezu eigensinniger Beständigkeit seine Bahn im Mittelklassesegment. Der Jahrgang 2014 verpasst ihr eine willkommene optische Auffrischung, doch unter dem überarbeiteten Kleid bleibt die Mechanik jene, die man kennt. Ein wassergekühlter Reihenvierzylinder mit 656 cc, der 85 PS bei 10.500 U/min leistet und ein Drehmoment von 61,8 Nm bei 8.900 Umdrehungen bereitstellt. Auf dem Papier nichts Umwerfendes, aber eine ausreichende Motorisierung, um den Alltag und die Wochenendausflüge zu beleben, ohne den Fahrer je zu beunruhigen.

In puncto Design hat Suzuki endlich den runden Scheinwerfer aufgegeben, der seit Anbeginn das Identitätsmerkmal der Bandit war. An seine Stelle tritt eine Leuchteneinheit mit geschliffeneren Linien, im Geiste der SVF Gladius, mit fließenderen Kurven und einem überarbeiteten Cockpit. Blinker und Rückspiegel werden filigraner, die Seitenverkleidungen gewinnen an Eleganz, und der Motor trägt eine Schwarzbehandlung, die die Silhouette modernisiert. Der gut ablesbare Tacho integriert eine Ganganzeige. Dieses Lifting bleibt zwar kosmetisch, verleiht der Maschine aber eine spürbare Verjüngungskur gegenüber Rivalinnen, die sich ihrerseits tiefgreifend weiterentwickelt haben.
Denn genau hier liegt der Knackpunkt. Mit ihren 240 kg vollgetankt leidet die Bandit gegenüber der direkten Konkurrenz unter einer ernsthaften Gewichtszunahme. Eine Kawasaki ER-6n spielt in derselben Preisliga mit 30 Kilo weniger auf der Waage. Die Yamaha MT-09, neuer und kräftiger, hat die Codes des Mid-Size-Roadsters neu definiert. Und die Triumph Street Triple mit ihrem klangvollen Dreizylinder bewegt sich in einer anderen dynamischen Dimension. Selbst die GSR 750 aus Suzukis eigener Palette stellt sie in den Schatten. Die Bandit 650 findet sich eingekeilt zwischen leichteren, leistungsstärkeren und oft kaum teureren Maschinen wieder. Ihre niedrige Sitzhöhe von 770 mm und ihr großzügiger 19-Liter-Tank sprechen für einen gelassenen Tourengebrauch, aber ihr Doppelschleifenrahmen aus Stahl und ihre einfachen Federungen (41-mm-Gabel, Monofederbein mit einem auf 126 mm begrenzten Federweg) lassen die Liebhaber sportlicher Fahrweise nicht träumen.
Bleibt das Argument, das die Stärke dieser Suzuki seit jeher ausmacht: der Preis. Zu 6.199 Euro im Jahr 2014 angeboten, positioniert sich die GSF 650 Bandit N als eines der erschwinglichsten Angebote im Segment. Wer sich fragt, wie viel eine Suzuki GSF 650 Bandit N auf dem Gebrauchtmarkt kostet, wird feststellen, dass die Preise mit den Jahren logischerweise geschmolzen sind. Die Jahrgänge 2007 bis 2010 werden heute zu sehr vernünftigen Summen gehandelt, was sie zu einem relevanten Einstieg für einen A2-Führerschein oder einen ersten großen Hubraum macht. Die Meinungen zur Suzuki GSF 650 Bandit N und S stimmen in diesem Punkt übrigens überein: solide mechanische Zuverlässigkeit, kostengünstige Wartung, gesundes und berechenbares Verhalten. Keine bösen Überraschungen, aber auch kein feuriger Charakter.
Die Bandit 650 in der Version 2014 erhebt keinen Anspruch darauf, mit irgendjemandem im Bereich Leistung oder Emotion zu konkurrieren. Sie nimmt ihre Rolle als nutzwertorientierte und beruhigende Maschine an, fähig, dank ihres gut abgestuften Sechsganggetriebes und ihres unkomplizierten Kettenantriebs die Kilometer ohne Murren aneinanderzureihen. Ihre Bremsanlage, bestehend aus zwei 310-mm-Scheiben vorn, die von Vierkolben-Bremssätteln gezangt werden, verrichtet die Arbeit ohne Schnörkel. Es ist ein Motorrad, das man im Alltag lebt, keine Maschine für Sinnesrausch. Für den jungen Motorradfahrer auf der Suche nach Zuverlässigkeit oder den pragmatischen Vielfahrer, der das Preis-Leistungs-Verhältnis bevorzugt, bewahrt sie konkrete Argumente. Doch man muss akzeptieren, auf einem Motorrad zu fahren, das bereits einer anderen Epoche angehört.
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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