Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 649 cc
- Leistung
- 68.0 ch @ 8000 tr/min (50.0 kW)
- Drehmoment
- 63.7 Nm @ 6700 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 83 x 60 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 36 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 125 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 160/60-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 12.00 L
- Gewicht
- 187.00 kg
- Neupreis
- 9 049 €
Übersicht
Fünfzig Kerzen für die Z1 von 1972, und Kawasaki beschließt, die Torte mit ihrer kleinen Schwester anzuschneiden. Die Kawasaki Z 650 RS 50th Anniversary setzt auf die Karte der direkten Abstammung, auf die bewusste Anspielung an die Ahnin, die einst die Z-Linie begründete. Ein gewagtes Spiel für eine Maschine, die selbst erst seit wenigen Monaten im Katalog steht. Doch wer einen solchen Namen trägt, sollte ihn auch bis zur letzten Tankecke mit Stolz tragen.

Und genau auf diesem Tank entscheidet sich alles. Die Lackierung Candy Brown / Orange, damals Fireball getauft, kehrt zurück und kleidet die Neo-Retro aus Akashi mit recht überzeugender Originaltreue ein. Der Zweifarbton funktioniert, rein optisch betrachtet. Er verankert die Maschine sofort in einer Epoche, einem Erbe. Doch die Kopie bleibt unvollständig. Der vordere Schutzblech tauscht das ursprüngliche Chrom gegen ein lackiertes Braun, das weniger schmeichelhaft wirkt. Was Speichenfelgen betrifft, darf man nicht darauf hoffen: Kawasaki behält sie der W800 vor. Dafür bringen die hier gewählten goldenen Felgen echten Charakter mit. Sie heben das Gesamtbild mit einer Eleganz an, die der Standardversion fehlt. Dazu kommen ein Sitz mit speziellem Bezug, ein serienmäßiger Soziusgriff, unter der Sitzbank kalligrafierte Embleme „650 Double Overhead Camshaft" im Retro-Stil sowie ein „Z 50th"-Badge auf dem Tank. Die Details sind sorgfältig ausgearbeitet, gut durchdacht. Man spürt, dass Kawa diese Übung nicht halbherzig angegangen ist.
Unter diesem Jubiläumskleid bleibt die Technik die altbekannte. Der Reihenzweizylinder mit 649 cm3 leistet 68 PS bei 8 000 U/min und liefert 63,7 Nm Drehmoment bei 6 700 U/min. Ein Aggregat, das er sich mit der Z 650, dem Versys und weiteren Modellen der Baureihe teilt, was bewährte Zuverlässigkeit und einen wartungsfreundlichen Unterhalt garantiert. Das Ganze ist in einem Stahlrohr-Gitterrahmen untergebracht, gefedert von einer 41-mm-Gabel und einem Monofederbein, verzögert von zwei 300-mm-Bremsscheiben vorne und einer 220-mm-Scheibe hinten. Nichts Spektakuläres, aber das Gesamtpaket bleibt stimmig für eine Maschine mit 187 kg fahrfertig. Die Sitzhöhe von 820 mm passt für die meisten Staturen, auch wenn der 12-Liter-Tank auf langen Strecken häufige Stopps erzwingt. A2-tauglich, zielt diese Z klar auf junge Führerscheinbesitzer, die Stil wollen, ohne auf Vielseitigkeit zu verzichten. Gegenüber einer Yamaha XSR700 oder einer Honda CB650R setzt sie stärker auf den Vintage-Look als auf rohe Leistung. Ihr runder LED-Scheinwerfer und das analog-digitale Cockpit pflegen eine recht gelungene Retro-Ästhetik, ohne ins Elektronik-Übermaß abzugleiten. Keine Fahrmodi, kein Quickshifter, keine überflüssige Traktionskontrolle. Zur Abwechslung ist Einfachheit einmal ein Verkaufsargument.
Für 9 049 Euro verlangt die Kawasaki Z 650 RS 50th Anniversary einen Aufpreis gegenüber der Standardversion, der im Wesentlichen durch die Optik gerechtfertigt wird. Das ist der Preis der Hommage. Wer beim Anblick einer Fireball von 1972 ins Schwärmen gerät, wird auf seine Kosten kommen. Alle anderen werden sich fragen, ob ein paar Aufkleber und goldene Felgen den Unterschied wert sind. Die Z 900 RS erhält dieselbe Jubiläumsbehandlung für größere Budgets, während die Z 650 und die Z 900 eine von der Z1100GP inspirierte Firecracker-Lackierung bekommen. Kawasaki bedient sich großzügig im eigenen Erbe, und das ist ziemlich clever. Diese Sonderedition revolutioniert mechanisch nichts, aber sie verleiht einer ohnehin sympathischen Maschine ein Mehr an Seele, das beim Händler den Ausschlag geben könnte.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de serie
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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