Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 656 cc
- Leistung
- 85.0 ch @ 10500 tr/min (62.5 kW)
- Drehmoment
- 61.8 Nm @ 8900 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 65.5 x 48.7 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 36 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 126 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 290 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 160/60-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 770.00 mm
- Tankinhalt
- 19.00 L
- Trockengewicht
- 215.00 kg
- Neupreis
- 5 499 €
Übersicht
Was für eine merkwürdige Idee, an einem Rezept zu rühren, das seit über einem Jahrzehnt funktioniert. Dennoch beschließt Suzuki im Jahr 2007, den Motor seiner GSF 650 erneut auf die Werkbank zu legen und den alten luft- und ölgekühlten Vierzylinder herauszunehmen, um an seiner Stelle eine entschieden zeitgemäße Mechanik einzusetzen. Der Hersteller aus Hamamatsu schüttet dabei nicht das Kind mit dem Bade aus, denn das Pflichtenheft bleibt unverändert: ein zugängliches, schlichtes Tourenmotorrad, geschnitten für den Alltag und zu einem knapp kalkulierten Preis angeboten.

Unter dem 19-Liter-Tank tritt der 656 cm³ große, flüssigkeitsgekühlte Motor mit elektronischer Einspritzung das Erbe der vorherigen Generation an, und das mit wiedergewonnener Vitalität. Die Rede ist nun von 85 PS bei 10.500 U/min, gestützt von 61,8 Nm bei 8.900 Umdrehungen, genug, um die Bandit auf 210 km/h laut Tacho zu bringen und vor allem, um einem Roadster wieder etwas Nerv zu verleihen, der gegenüber der Kawasaki ER-6n und der Yamaha FZ6 sein Alter zu zeigen begann. Das Sechsganggetriebe und der Kettenendantrieb sind nichts Revolutionäres, doch das Ganze atmet Modernität, mit einem Verdichtungsverhältnis von 11,5 zu 1 und einer kurzen Bohrung von 65,5 mm, die einen drehfreudigen Motor ankündigt.
Beim Fahrwerk hielt es Suzuki nicht für nötig, alles neu zu denken, und ehrlich gesagt, ist das eine kluge Rechnung. Der doppelte Stahlrohr-Schleifenrahmen, die konventionelle 41-mm-Gabel und das hintere Mono-Federbein bleiben mit von der Partie, mit 130 bzw. 126 mm Federweg. Die Bremsanlage stützt sich auf zwei 290-mm-Scheiben, die vorne von Zweikolben-Sätteln gegriffen werden, sowie auf eine einzelne 240-mm-Scheibe hinten, eine schlichte, aber im Stadt- und Landstraßeneinsatz wirksame Auslegung. Die wahre gute Idee ist die Möglichkeit, die Sitzhöhe ab 770 mm zu verstellen, ebenso wie die des Lenkers, eine ergonomische Flexibilität, die im Segment selten ist und für kleine Statur oder lange Autobahnetappenmüde wirklich den Unterschied macht.
Mit ihren 215 Kilogramm Trockengewicht ist die GSF nicht die schlankste ihrer Kategorie, die Kawasaki ER-6n bleibt auf der Waage geschliffener, doch der Vierzylinder gleicht das durch seine Geschmeidigkeit und seinen linearer als beim grünen Zweizylinder ausfallenden Charakter weitgehend aus. Für 5.499 Euro in der nackten Version und kaum mehr als 6.200 Euro für die S mit ABS und kleiner Lampenmaske bleibt das Ausstattungs-Preis-Verhältnis furchterregend. Selbst die Honda CBF 600, immerhin historische Referenz des zugänglichen Allrounders, tut sich auf diesem Terrain schwer mitzuhalten.
Wer kauft diese Bandit im Jahr 2007? Der frischgebackene A-Führerschein-Inhaber, der einen Vierzylinder will, ohne sich zu ruinieren, der Wiedereinsteiger nach jahrelanger Pause, der Stadtmensch, der von Wochenend-Ausflügen über Land träumt, ja sogar der gelegentliche Tourenfahrer, der seinen 19-Liter-Tank füllt, um zwischen zwei Pausen 300 Kilometer zu verschlingen. Die neue GSF 650 sucht weder den Wettstreit mit spitzen Sportlern noch mit ausgeklügelten Reiseenduros, sie zieht ihre Bahn im Feld der nützlichen und wohlgeborenen Motorräder und behält dort die Oberhand. Der polyvalente Roadster von Suzuki spielt weiterhin den Spielverderber in einem Segment, in dem die zwar jüngere Konkurrenz Mühe hat, so viel für so wenig zu bieten.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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