Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 398 cc
- Leistung
- 38.0 ch @ 8000 tr/min (27.9 kW)
- Drehmoment
- 37.0 Nm @ 6500 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.1 : 1
- Bohrung × Hub
- 90 x 62.6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 42 mm
- Starter
- électrique
- Euro-Norm
- Euro 5+
Fahrwerk
- Rahmen
- double longeron + simple berceau dédoublé en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø nc, déb : 280 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 296 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Nissin Ø 270 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Nissin Ø 240 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 120/80-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 920.00 mm
- Sitztyp
- Selle biplaces
- Tankinhalt
- 8.70 L
- Gewicht
- 151.00 kg
- Neupreis
- 8 999 €
Übersicht
Zwanzig Jahre Abwesenheit. Zwei Jahrzehnte, in denen das Segment der leichten Reiseenduros Konkurrentinnen, Modeerscheinungen und immer strengere Abgasnormen kommen und gehen sah. Suzuki hat sich Zeit gelassen, doch die Rückkehr der DR unter dem Namen DR-Z4S 400 gleicht keineswegs einer simplen Katalogauffrischung. Die Marke aus Hamamatsu hat ihre Hausaufgaben von Grund auf neu gemacht, oder beinahe. Vom Einzylinder mit 398 cc sind nur noch die Grundarchitektur und die Trockensumpfschmierung übrig geblieben. Alles andere wurde neu konstruiert, um die Anforderungen der Euro 5+ zu erfüllen – ein gewaltiger Sprung gegenüber der Euro-2-Norm der alten Generation. Das Ergebnis: 38 PS bei 8 000 U/min und 37 Nm bei 6 500 U/min. Zwei PS weniger als die verstorbene DR-Z400S, ein bescheidener Tribut an die Katalysatoren und die moderne Einspritzung. Das Drehmoment hingegen bleibt unangetastet. Für Inhaber des A2-Führerscheins ebenso wie für Liebhaber spielfreudiger Einzylinder ist das Versprechen verlockend.

Was noch mehr überrascht, ist die elektronische Ausstattung. Bei einer Reiseenduro für unter 9 000 Euro erwartet man nicht, drei Motorkennfelder, eine auf vier Stufen einstellbare Traktionskontrolle mit einem eigenen Gravel-Modus fürs Gelände und ein radweise deaktivierbares ABS vorzufinden. Suzuki wollte offensichtlich beweisen, dass mechanische Schlichtheit und feines elektronisches Management durchaus koexistieren können. Das digitale Cockpit bleibt nüchtern, vielleicht sogar zu nüchtern, denn es verzichtet auf den Drehzahlmesser – eine fragwürdige Entscheidung bei einer Maschine, auf der der Fahrer seine Drehzahl ständig im Blick haben muss. Die Voll-LED-Beleuchtung rundet diese willkommene Modernisierung ab.
Beim Fahrwerk wurde ebenso gründlich gearbeitet. Der neue Stahlrahmen mit doppeltem Hauptrohr in Kombination mit einem geteilten Unterzug ersetzt die alte Struktur und dürfte an Steifigkeit gewinnen, ohne die Agilität zu opfern. Die Upside-down-Gabel bietet 280 mm Federweg, fünfzehn weniger als beim alten Modell, aber mehr als ausreichend, um Waldwege gelassen zu meistern. Das hintere Federbein zeigt sich mit 296 mm Federweg noch großzügiger. Die Kayaba-Federelemente sind in Zug- und Druckstufe einstellbar – ein echtes Plus. Die Speichenfelgen in 21/18 Zoll mit feinprofilierten Stollenreifen unterstreichen die geländeorientierte Berufung der Maschine. Mit 151 kg fahrfertig und 30 cm Bodenfreiheit positioniert sich die DR-Z4S klar zwischen Straßenenduro und Freizeit-Enduro. Die Nissin-Bremsanlage mit einer 270-mm-Scheibe vorn und 240 mm hinten erfüllt ihren Zweck, ohne den Anspruch zu erheben, mit der Ausstattung teurerer Reiseenduros mithalten zu wollen.

Man sollte allerdings wissen, worauf man sich einlässt – oder besser gesagt, worauf man seine Beine einlässt. Die Sitzhöhe liegt bei 920 mm, was die Maschine mittelgroßen bis großen Staturen vorbehält – oder Fahrern, die sich damit abfinden, an der roten Ampel nur mit einer Fußspitze den Boden zu berühren. Der 8,7-Liter-Tank schränkt den Aktionsradius ebenfalls erheblich ein. An eine Fernreise ist mit diesem Fassungsvermögen nicht zu denken, und lange Autobahnfahrten mit einer Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h sind ebenso wenig ihr Terrain. Die DR-Z4S ist eine Spezialistin: Hohlwege, Bergpfade, Stadtfahrten, bei denen ihr geringes Gewicht Wunder wirkt. Zu bedauern ist auch das Fehlen eines echten serienmäßigen Motorschutzes, der durch eine schlichte Aluminiumplatte ersetzt wird, die den unteren Motorbereich kaum schützt.

Gegenüber der Konkurrenz verdient die Positionierung eine genauere Betrachtung. Was kostet die Suzuki DR-Z4S 400 in Frankreich? Rechnen Sie mit 8 999 Euro, ein Preis, der sie der Yamaha Ténéré 700 gegenüberstellt – zwar leistungsstärker, aber auch schwerer – oder der Honda CRF300L, die deutlich günstiger, aber auch schlechter ausgestattet ist. Suzuki spielt eine originelle Karte im Mittelfeld: die des technologisch gerüsteten leichten Trails. Sie wird nicht diejenigen zufriedenstellen, die alles mit einem einzigen Motorrad machen wollen. Aber für den Fahrer, der ein agiles Spielzeug sucht, das jeden Feldweg in ein Abenteuergelände verwandeln kann, kreuzt sie die richtigen Kästchen an. Die Rückkehr der DR hat das Verdienst, zu existieren und auf einem Markt, der von übergewichtigen und überausgestatteten Reiseenduros gesättigt ist, etwas Anderes anzubieten.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 3
- Jantes à rayon
- Indicateur de vitesse engagée
- Aide au démarrage
- Contrôle de traction
- ABS déconnectable
- Embrayage anti-dribble
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A, A2
- Pays de fabrication : Japon
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