Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1078 cc
- Leistung
- 190.0 ch @ 11900 tr/min (139.7 kW)
- Drehmoment
- 129.4 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 55 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tubes d\'acier au chrome molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 210 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/50-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 21.00 L
- Gewicht
- 220.00 kg
- Trockengewicht
- 175.00 kg
- Neupreis
- 45 000 €
Übersicht
Motorrad: MV Agusta F4 1080 CR PLATINO (2007)

Zu einer Zeit, als Supersportler alle anfingen, sich ähnlich zu sehen, als die Jagd nach der Rundenzeit ein wenig die Seele erstickte, was blieb demjenigen, der eine Ausnahme-Maschine, ein Lieblingsobjekt mehr als ein einfaches Streckenwerkzeug wollte? Einige gingen zu den Werkstätten von Motocorse, und sie kamen damit heraus: der F4 1080 CR Platino. Das ist nicht einfach ein Motorrad, sondern eine Erklärung. Eine Ablehnung der Standardisierung, getragen von einem auf 1078 cm³ aufgebohrten Vierzylinder, der 190 Pferde bei 11900 U/min heult, mit einem massiven Drehmoment von 129,4 Nm, das früh ankommt und heftig zuschlägt. Man ist weit entfernt von der Kühle eines Japaners; hier riecht jede Zahl nach heißem Benzin und handgefertigtem Metall.
Die Philosophie ist einfach: Alles muss dem reinen Gefühl dienen. Das Chrom-Molybdän-Stahl-Gitterrohrrahmen, das Markenzeichen des Ingenieurs Tamburini, ist die Wirbelsäule dieses Biestes. Was aber auffällt, ist die Besessenheit von Details und Gewicht. Das angegebene Trockengewicht beträgt 175 kg, eine Zahl, die für eine Maschine mit einem solchen Motor traumhaft ist. Diese Leichtbauweise ist kein leeres Wort, sie ist sichtbar und fühlbar. Überall Carbonfaser, geschmiedete Magnesium-Marchesini-Felgen, eine integrale Titan-Auspuffanlage, die sich unter der Verkleidung windet. Sogar der Sitz ist mit Alcantara bezogen. Es ist ein Schmuckstück der Mechanik, fast zu schön, um schlecht behandelt zu werden.
Und um es ja zu misshandeln, steht die Ausrüstung dem Anspruch entsprechend. Die 50-mm-Telegabel und der Öhlins-Monoshock bieten einen offenen Dialog mit dem Asphalt. Die Bremse hingegen ist ein reines Meisterwerk, signiert von Brembo, mit radialen Vierkolben-Sätteln, die 310-mm-Scheiben vorne greifen. Man spürt, dass dieses Motorrad dafür konzipiert ist, den Wahnsinn seines Fahrers zu verkraften, seine 190 Pferde in blitzschnelle Beschleunigung und späte Bremsungen zu verwandeln, ohne zu zögern. Es zielt nicht auf den Streckenrekord, sondern auf ekstatisches sensorisches Erleben.
Für wen wurde das gebaut? Eindeutig nicht für Anfänger, noch für den Sonntagsausflügler. Der Platino richtet sich an den anspruchsvollen Sammler, an den Enthusiasten, für den ein Motorrad eine kinetische Skulptur ist. Die Fahrposition, mit einem Sitz bei 810 mm, ist sportlich, und der 21-Liter-Tank erinnert daran, dass er auch Asphalt verschlingen kann. Aber sein Element ist die Bergstraße oder die einsame Gerade, auf der man seinen einzigartigen Reihenvierzylinder singen hören kann, bis zu Geschwindigkeiten um die 310 km/h.
Der Preis hingegen ist ein harter Schlag: 45.000 Euro zur damaligen Zeit. Ein Vermögen. Man könnte für diesen Preis zwei neue Supersportler kaufen. Aber gerade deshalb kauft man keinen Platino, um ein Schnäppchen zu machen oder das schnellste Motorrad zu haben. Man kauft ihn, um ein Fragment der Geschichte, eine ultimative und handwerkliche Interpretation des F4-Mythos zu besitzen. Im Vergleich zur Serienproduktion, selbst High-End, präsentiert er sich als Kunstwerk. Er hat keinen direkten Konkurrenten, er lebt in seiner eigenen Liga. Das ist sowohl sein Genie als auch sein Paradox: eine unglaublich effiziente Maschine, konzipiert für diejenigen, die es sich leisten können, die Kosten zu ignorieren. Eine sublime Laune.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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