Schlüsselleistung

201 ch
Leistung
🔧
998 cc
Hubraum
🏎️
298 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
830 mm
Sitzhöhe
17.0 L
Tankinhalt
💰
25 990 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
998 cc
Leistung
201.0 ch @ 13600 tr/min (147.8 kW)
Drehmoment
113.8 Nm @ 9600 tr/min
Motortyp
4 cylindres en ligne, 4 temps
Kühlung
liquide
Verdichtungsverhältnis
13.4 : 1
Bohrung × Hub
79 x 50.9 mm
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
2 ACT
Kraftstoffsystem
Injection Ø 50 mm

Fahrwerk

Rahmen
Treillis tubulaire relié à des platines en alu
Getriebe
boîte à 6 rapports
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique inversée Öhlins Ø 43 mm, déb : 120 mm
Hinterradaufhängung
Mono-amortisseur Öhlins TTX36, déb : 120 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 210 mm, étrier 4 pistons
Vorderreifen
120/70-17
Hinterreifen
200/55-17

Abmessungen

Sitzhöhe
830.00 mm
Tankinhalt
17.00 L
Trockengewicht
190.00 kg
Neupreis
25 990 €

Übersicht

Was treibt einen Hersteller dazu, einen bereits leistungsstarken Motor von Grund auf neu zu konzipieren, anstatt einfach den Hubraum zu vergrößern? Bei MV Agusta lautet die Antwort in zwei italienischen Worten: Corsa Corta. Kurzer Hub. Das ist die gesamte Philosophie hinter der MV Agusta F4 1000 RR, Jahrgang 2015, die den Gipfel der Sportpalette aus Varese verkörpert, direkt unterhalb der den Superbike-Puristen vorbehaltenen RC. Um die symbolische Marke von 200 PS zu knacken, ohne den vorgeschriebenen Liter Hubraum zu überschreiten, haben die Ingenieure die Architektur des Reihenvierzylinders radikal verändert. Die Bohrung steigt auf 79 mm, der Hub sinkt auf 50,9 mm. Das Ergebnis: ein extrem überquadratischer Motor, der seine Leistung in hohen Drehzahlen sucht, mit 201 PS bei 13 600 U/min und einem Drehzahlbegrenzer, der erst bei 14 000 U/min eingreift. Das Drehmoment von 113,8 Nm bei 9 600 U/min steht dem in nichts nach. Titanventile, Pleuel aus demselben Metall, neu dimensionierte Auspuffkrümmer und eine variable Trichtereinlassanlage tragen zu diesem Drehzahlvermögen bei. Dazu ein Schaltautomat, eine Anti-Hopping-Kupplung und ein Kassetten-Sechsganggetriebe – und Sie erhalten ein Triebwerk, das förmlich nach Rennstrecke riecht.

MV Agusta F4 1000 RR

Das Datenblatt der MV Agusta F4 1000 RR ist schwindelerregend, doch erst im Detail des Fahrwerks offenbart die Maschine ihre wahre Natur. Der Gitterrohrrahmen, verbunden mit Aluminiumplatten, übernimmt die Basis der Standard-F4 und verfeinert sie an allen Stellen. Unter der Verkleidung arbeiten vollständig elektronisch einstellbare Öhlins-Federelemente, die sich über das Cockpit steuern lassen: eine 43-mm-USD-Gabel NIX mit getrennter Druck- und Zugstufe in jedem Gabelholm, ein Mono-Stoßdämpfer TTX36, dessen Länge zur Veränderung der Fahrzeuglage anpassbar ist. Einzig die hintere Federvorspannung erfordert noch den Griff zum Werkzeug. Die Verzögerung übernehmen radial montierte Brembo-M50-Monoblock-Sättel, die vorne auf zwei 320-mm-Scheiben und hinten auf eine 210-mm-Scheibe beißen – ergänzt durch das seit 2014 serienmäßige Bosch-Race-ABS 9MP. Die geschmiedeten Aluminiumfelgen tragen dazu bei, das angegebene Trockengewicht von 190 kg zu halten. Für einen Supersportler dieses Kalibers ist das ein gewichtiges Argument – im wahrsten Sinne des Wortes.

Wie viel Leistung hat die MV Agusta F4 1000 RR? Über 200 PS also, doch diese Zahl erzählt nur einen Teil der Geschichte. Dieses Motorrad wird nicht einfach gefahren, es wird gezähmt. Dort, wo eine Kawasaki ZX-10R oder eine BMW S 1000 RR den Fahrer mit wohlwollender Elektronik und einer für die breite Masse ausgelegten Ergonomie leiten, verlangt die F4 RR von ihrem Piloten, dass er seinen Willen durchsetzt. Das Chassis, steif und präzise wie ein chirurgisches Instrument, fordert permanenten körperlichen Einsatz, um die Maschine auf Linie zu halten. Die auf 830 mm thronende Sitzbank, der 17-Liter-Tank, der die Reichweite begrenzt, die über den Stummellenker gebeugte Sitzposition: Nichts ist auf Straßenkomfort ausgelegt. Es ist ein auf die Straße verirrtes Rennstreckenmotorrad, das an die 298 km/h Spitzengeschwindigkeit heranreicht.

Was kostet eine MV Agusta F4 1000 RR? Im Jahr 2015 lag der Preis bei 25 990 Euro, eine Positionierung, die sie der Aprilia RSV4 gegenüberstellte und über der japanischen Konkurrenz platzierte. Heute erfordert die Suche nach einer gebrauchten MV Agusta F4 1000 RR Geduld und Sachverstand. Die Jahrgänge 2011, 2012 oder 2013 werden je nach Zustand und Laufleistung zu unterschiedlichen Preisen gehandelt, doch der Marktwert bleibt durch den nahezu mythischen Status der Maschine gestützt. Die Corsa-Corta-Version, die mit den Modellen ab 2012 eingeführt und bis 2019 und 2020 verfeinert wurde, stellt den heiligen Gral für versierte Sammler dar. Diese F4 ist kein rationales Motorrad. Sie ist ein mechanisches Kunstwerk, geschaffen für den anspruchsvollen Rennstreckenfahrer oder den Enthusiasten, der bereit ist, sich auf einen kompromisslosen Charakter einzulassen. Ihren zahmeren Rivalinnen setzt sie eine kantige Persönlichkeit und eine technische Raffinesse entgegen, die jeden Euro ihres Preises rechtfertigen.

Serienausstattung

  • Assistance au freinage : ABS Bosch 9MP de série

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

🔧
Hubraumleistung
198.6 ch/L
In der Kategorie Sport · Hubraum 499-1996cc (3553 verglichene Motorräder)
Leistung 198 ch Top 14%
50 ch Median 130 ch 212 ch

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