Schlüsselleistung
Technische Daten
- Neupreis
- 26 890 € → 27 900 €
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 201.0 ch @ 13600 tr/min (147.8 kW)
- Drehmoment
- 113.8 Nm @ 9600 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.4 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 50.9 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 50 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire relié à des platines en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins TTX36, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 210 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 200/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 830.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 190.00 kg
- Neupreis
- 27 900 €
Übersicht
Was treibt einen Hersteller dazu, ein Sportmotorrad für 27 900 Euro anzubieten, wenn eine BMW S 1000 RR oder eine Kawasaki ZX-10RR dieselbe Arbeit für mehrere tausend Euro weniger erledigen? Die Antwort besteht aus fünf Buchstaben und zwei Ziffern: MV Agusta F4 1000 RR. Jahrgang 2019, diese Italienerin weigert sich zu altern. Ihr Design, gezeichnet von Tamburini, überdauert die Epochen, ohne eine Falte zu zeigen. Doch unter dem Kleid grummelt eine Renntechnik, geboren aus der Philosophie der Corsa Corta. Kurzer Hub, auf gut Italienisch. Ein ingenieurtechnisches Bekenntnis, das den Reihenvierzylinder mit 998 cc in ein Triebwerk verwandelt hat, das an die 14 000 U/min heranreicht. Die Leistung der MV Agusta F4 1000 RR gipfelt bei 201 PS bei 13 600 U/min, bei einem Drehmoment von 113,8 Nm bei 9 600 U/min. Zahlen, die sie in die Liga der schärfsten Hypersportler stellen, gegenüber Ducati Panigale V4 S und Aprilia RSV4 RF.

Das Geheimnis dieses Motors liegt in seinen ultrakurzhubigen Maßen: 79 mm Bohrung bei nur 50,9 mm Hub, ein Verdichtungsverhältnis von 13,4:1, Titanventile und Pleuel aus demselben Metall. Die Ingenieure aus Varese haben die Brennräume vergrößert, um großzügigere Ventile unterzubringen, die Abgasanlage überarbeitet und Ansaugtrichter mit variabler Höhe verbaut. Das Ergebnis? Ein Vierzylinder, der wie ein Superbike-Motor atmet und der verlangt, dass man ihn jenseits der 10 000 U/min antreibt, um sein volles Potenzial zu entfalten. Das Sechsgang-Kassettengetriebe, unterstützt von einem Schaltautomaten und einer Anti-Hopping-Kupplung, verstärkt den Eindruck einer für die Rennstrecke geschaffenen Maschine. Wer eine gebrauchte MV Agusta F4 1000 RR sucht, ob Jahrgang 2011, 2012, 2013 oder 2020, wird dieselbe Corsa-Corta-Architektur vorfinden, die den Charakter der Baureihe seit Anfang der 2010er Jahre prägt.
Beim Fahrwerk übernimmt der an Aluminiumplatten verschraubte Gitterrohrrahmen die Basis der F4, doch jedes Detail wurde optimiert. Die Geometrie lässt sich dank kalibrierter Teile fein einstellen, mit denen sich die Höhe der Schwinge und der Hinterradachse verändern lässt. Die Öhlins-Federelemente sind erste Wahl: 43-mm-USD-Gabel NIX mit getrennter Druck- und Zugstufe an jedem Gabelholm, TTX36-Federbein in alle Richtungen einstellbar – alles steuerbar über das Cockpit via elektronisches Management. Nur die hintere Vorspannung bleibt manuell. Beim Bremsen liefert Brembo radial montierte Monoblock-Bremssättel M50, die auf zwei 320-mm-Bremsscheiben zupacken. Die geschmiedeten Aluminiumfelgen sparen ein kostbares Kilogramm an einer Maschine mit 190 kg Trockengewicht. Der Preis der MV Agusta F4 1000 RR 2019 in Frankreich rechtfertigt sich zum Teil durch dieses Ausstattungsniveau, würdig einer Rennmaschine, die für die Straße nur geringfügig gezähmt wurde.
Bleibt die zentrale Frage: An wen richtet sie sich? Nicht an den Sonntagsfahrer, so viel ist sicher. Die auf 830 mm thronende Sitzbank, der 17-Liter-Tank, der die Reichweite einschränkt, die über den Tank gekauerte Sitzposition und ein Motorcharakter, der nichts verzeiht, machen diese Italienerin zu einer Maschine für erfahrene Piloten. Auf der Rennstrecke glänzt sie durch chirurgische Präzision und 298 km/h Spitze. Auf offener Straße wird sie anspruchsvoll, unbequem, fast launisch. Dort, wo eine Honda CBR 1000 RR SP oder eine Yamaha R1M mit wohlwollender Elektronik begleiten, verlangt die F4 1000 RR, dass man sie bändigt, dass man sich jede Kurve verdient. Das ist ihre Stärke und ihre Grenze. Sie ist kein vielseitiges Werkzeug, sie ist ein mechanisches Kunstwerk, das den glatten Asphalt einer Rennstrecke dem Alltag einer Pendelfahrt vorzieht. Für denjenigen, der das Datenblatt eines außergewöhnlichen Sportmotorrads sucht und bereit ist, sich mit dem Temperament einer Diva zu arrangieren, bleibt die MV Agusta F4 1000 RR eine der letzten Romantikerinnen in der Welt der Hypersportler.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS Bosch 9MP de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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