Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 195.0 ch @ 13400 tr/min (143.4 kW)
- Drehmoment
- 110.8 Nm @ 9600 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.4 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 50.9 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 50 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis en tubes d'acier au chrome molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Marzocchi Ø 50 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 200/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 830.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 191.00 kg
- Neupreis
- 21 160 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an den Moment, als MV Agusta beschloss, den Corsa-Corta-Motor in die F4 1000 R zu verpflanzen? Diese technische Entscheidung hat alles verändert. Die Maschine wechselte vom Status eines zugänglichen Aushängeschilds zu dem eines sportlichen Mittelklassemodells, bewusst positioniert zwischen der Standard-F4 und der furchteinflößenden RR. Eine clevere Positionierung, die ihr eine eigene Identität in einer ohnehin an starken Emotionen reichen Modellpalette verleiht.

Unter der von Tamburini entworfenen Verkleidung wurde der Reihenvierzylinder mit 998 cm3 grundlegend überarbeitet. Die kurzhubige Architektur mit einer Bohrung von 79 mm und einem auf 50,9 mm verkürzten Hub ermöglicht stratosphärische Drehzahlen, ohne die Mechanik zu quälen. Das Ergebnis: 195 PS bei 13 400 U/min und 110,8 Nm Drehmoment bei 9 600 U/min. Genug, um der BMW S 1000 RR auf Augenhöhe zu begegnen und die Kawasaki ZX-10R daran zu erinnern, dass auch Italien Pferdestärken zählen kann. Gegenüber der damaligen Yamaha R1 und Honda CBR 1000 RR ist der Vorteil auf dem Papier deutlich. Die R gibt allerdings eine Handvoll PS und einen Hauch Drehmoment an ihre große Schwester RR ab, um die familiäre Hierarchie zu wahren. Das Verdichtungsverhältnis von 13,4:1, die Titanpleuel und die neu ausgewuchtete Kurbelwelle zeugen von einem Ingenieurniveau, das an Besessenheit grenzt. Die variable Einlasssteuerung, der Quickshifter und die achtstufige Traktionskontrolle mit vier Motorkennfeldern vervollständigen ein elektronisches Arsenal, das unter dem Kürzel MVCIS zusammengefasst ist. Für den Jahrgang 2014 kommt das Bosch 9MP ABS endlich serienmäßig – eine willkommene Ergänzung bei einer Maschine, die an die 291 km/h heranreicht.
Das Chassis steht dieser Kavallerie in nichts nach. Der Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl beherbergt eine 50-mm-Upside-down-Gabel von Marzocchi und ein Öhlins TTX Federbein, beide mit 120 mm Federweg. Die Bremsen – zwei radial montierte 320-mm-Scheiben mit Vierkolben-Sätteln vorne – beißen mit chirurgischer Präzision zu. Das Ganze bei 191 kg Trockengewicht, ein bemerkenswerter Wert für ein Sportmotorrad dieser Hubraumklasse. Die gewichtsoptimierten Räder tragen zu dieser Schlankheitskur bei und verbessern die Agilität in Kurven. Mit einer Sitzhöhe von 830 mm und einem 17-Liter-Tank bleibt sie körperlich fordernd, ohne ausschließlich Jockey-Staturen vorbehalten zu sein.
Mit 21 160 Euro verlangt die F4 1000 R Corsa Corta eine ernsthafte Investition. Rechnen Sie mit etwa 2 000 Euro mehr als für die Basis-F4, was angesichts des Zugewinns an Ausstattung und Leistung vertretbar bleibt. Der Schritt zur RR erfordert hingegen einen deutlich größeren finanziellen Aufwand. Diese R richtet sich also an den erfahrenen Fahrer, der das Temperament einer italienischen Hypersportlerin sucht, ohne ins Territorium des reinen Rennstreckenmotorrads abzudriften. Sie wird denjenigen begeistern, der den Nervenkitzel des Drehzahlbegrenzers bei jedem Gasaufdrehen sucht, die mechanische Noblesse eines Motors, der zum Leben in hohen Drehzahlen konstruiert wurde, und eine Linie, die die Zeit nicht hat altern lassen. Der Beifahrer? MV Agusta hat einen Platz für ihn vorgesehen. Aus Höflichkeit, vermutlich. Kein vernünftiger Mensch würde die Einladung annehmen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS Bosch 9MP de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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