Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 798 cc
- Leistung
- 147.0 ch @ 13000 tr/min (108.1 kW)
- Drehmoment
- 88.1 Nm @ 10100 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 54.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection Ø 50 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en acier relié à 2 platines en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 125 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.30 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.30 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 830.00 mm
- Tankinhalt
- 16.50 L
- Trockengewicht
- 173.00 kg
- Neupreis
- 19 000 €
Übersicht
Was unterscheidet eine italienische Sportmaschine von einem bloß schnellen Motorrad? Der Hauch von Wahnsinn, vermutlich. Diese Fähigkeit, einem den Kopf zu verdrehen, noch bevor man den Schlüssel dreht. Die MV Agusta F3 800 R, 2023 als Nachfolgerin der Rosso vorgestellt, verkörpert diese Philosophie mit unverhohlener Brutalität. Eine technische Revolution zwischen den beiden Bezeichnungen sucht man vergebens. Varese hat den Staffelwechsel vor allem genutzt, um die Bremsanlage mit radial montierten Brembo Stylema-Sätteln aufzurüsten, die Frontoptik neu zu gestalten und die hinteren Blinker auf LED umzustellen. Die Art von gezieltem Update, die den Alltag verändert, ohne das Rezept umzuwerfen.

Unter der skulpturalen Verkleidung entwickelt der Dreizylinder mit 798 cm3 Hubraum 147 PS bei 13 000 U/min bei einem Drehmoment von 88 Nm, das bereits ab 10 100 U/min anliegt. Die Euro5-Konformität hat ihn ein PS gekostet, ein minimales Zugeständnis für ein Triebwerk, das in hohen Drehzahlen wild bleibt. Die Ingenieure haben intensiv daran gearbeitet, diese regulatorische Einschränkung zu kompensieren. DLC-Beschichtung auf den Ventilen, überarbeitete Pleuel und Lager, leistungsfähigere Injektoren, neu kalibriertes ECU, Kühler mit 5 % mehr Effizienz. Die Abgasanlage, komplett neu gestaltet mit ihren drei kantig geformten Auslässen, trägt ebenso zur Motorfüllung bei wie zur aggressiven Ästhetik des Gesamtpakets. Mit einem Verdichtungsverhältnis von 13,3:1 und einer ultrakurzen Bohrung-Hub-Kombination von 79 x 54,3 mm liebt dieser Dreizylinder es, in die Drehzahlen zu klettern, wie es nur wenige Aggregate beherrschen.
Auf der Fahrwerksseite behält der Gitterrohrrahmen aus Stahl, verschraubt auf verstärkten Aluminiumplatten, seine scharfe Geometrie. Die 43-mm-Upside-down-Gabel bietet 125 mm Federweg, das Zentralfederbein 130 mm. Das Ganze bei einem Trockengewicht von 173 kg, was die MV Agusta F3 800 R in die Leichtgewichtskategorie einordnet – gegenüber einer spürbar schwereren Ducati Panigale V2. Die Bereifung in 120/70-17 und 180/55-17 unterstreicht eine klare Bestimmung: enge Kurven, schnelle Schräglagenwechsel, chirurgische Präzision. Der 16,5-Liter-Tank ermöglicht ordentliche Rennstrecken-Sessions ohne permanentes Nachtanken, auch wenn niemand diese Maschine kauft, um damit durch Frankreich zu reisen.
Die Elektronik hat einen bemerkenswerten Sprung gemacht. Die Inertialmesseinheit steuert nun ein Continental Cornering-ABS, eine verfeinerte Traktionskontrolle und eine Wheelie-Kontrolle, die das alte, rudimentäre Anti-Wheelie-System ersetzt. Vier Fahrmodi überwachen das Gesamtpaket, ergänzt durch eine Launch Control für blitzartige Starts. Der bidirektionale Schaltautomat der dritten Generation gewinnt dank eines neuen Sensors an Präzision, und das 5,5-Zoll-Farb-TFT-Display, verbunden mit der MV Ride-App, ersetzt endlich das veraltete LCD. Man konfiguriert seine Assistenzsysteme über das Smartphone, zeichnet seine Linien auf. Nützlich zum Fortschritt, überflüssig zum Angeben.
Die Positionierung dieser R-Version verdient besondere Beachtung. Im MV Agusta-Programm stellt sie den reinrassigen Sporteinstieg dar, während die Superveloce die neo-retro-glamouröse Karte spielt, ohne dieselbe Radikalität. Die knallrote Lackierung auf durchgehend schwarzem Grund hebt sich von den traditionellen Grau- und Orangerottönen der Marke ab und erinnert eher an Maranello als an Borgo Panigale. Mit 19 000 Euro bleibt die Rechnung gesalzen im Vergleich zu einer Yamaha R7 oder selbst einer Panigale V2 in der Basisversion. Doch man bezahlt hier Exklusivität, edle Mechanik und ein Design, das mehr als zehn Jahre nach der Geburt der ursprünglichen F3 in 675 weiterhin den Atem raubt. Dieses Motorrad richtet sich an anspruchsvolle Fahrer, die eine sportliche Mittelklasse-Maschine wollen, die es auf kurvigen Strecken mit den Großen aufnehmen kann, und die bereit sind, den Preis lombardischer Handwerkskunst zu zahlen. Die Spitze von 240 km/h genügt vollauf, um daran zu erinnern, dass die Rundenzeit auf dieser Maschine in den Kurven entschieden wird, nicht auf der Geraden.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS MK100
- Nombre de mode de conduite : 4
- Taille de l'écran TFT couleur : 13,97 cm / 5.5 pouces
- ABS Cornering
- Jantes aluminium
- Shifter
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Bluetooth
- GPS
- Aide au départ arrêté (Launch Control)
- Contrôle de traction
- Contrôle anti wheeling
- Embrayage anti-dribble
- Centrale inertielle
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!