Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 798 cc
- Leistung
- 112.0 ch @ 11000 tr/min (82.4 kW)
- Drehmoment
- 85.0 Nm @ 8500 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 54.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Starter
- électrique
- Euro-Norm
- Euro 5
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis tubulaire en tube d'acier relié à des platines en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 125 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 200/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 845.00 mm
- Tankinhalt
- 16.50 L
- Trockengewicht
- 175.00 kg
- Neupreis
- 15 700 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die Rosso? MV Agusta hat beschlossen, ein neues Kapitel aufzuschlagen und sein Einstiegsmodell der Dragster-Reihe in R umzubenennen. Ein simpler Buchstabenwechsel, gewiss, der jedoch von einer Reihe willkommener Überarbeitungen begleitet wird. Neu kalibrierter Ride-by-Wire-Gasgriff, überarbeitete Sitzbank, Pirelli Diablo Rosso IV als Erstbereifung, Antifriktionsbeschichtung auf den Gabelrohren. Nichts Revolutionäres, aber die Art von Aufmerksamkeit, die zeigt, dass Varese seine „zugängliche" Version nicht vergessen hat. Zugänglich – der Begriff ist relativ, wenn man über eine MV Agusta Dragster R zu einem Preis von 15 700 Euro spricht. Doch angesichts der RR mit ihrer obligatorischen SCS-Kupplung rechtfertigt der Preisunterschied die Existenz dieser Variante eindeutig.

Unter dem Stahlgitterrohrrahmen mit Aluminiumplatten schlägt der Dreizylinder mit 798 cm3 und gegenläufiger Kurbelwelle, der die gesamte R-Familie antreibt. Die 112 PS bei 11 000 U/min und die 85 Nm Drehmoment bei 8 500 U/min reichen vollauf, um die 175 kg Trockengewicht auf 237 km/h zu beschleunigen. Der Motor wiegt lediglich 52 kg – eine Zahl, bei der jeder japanische Vierzylinder vergleichbaren Hubraums vor Neid erblassen würde. Im Vergleich zu einer Triumph Street Triple RS oder einer Yamaha MT-09 SP spielt die italienische Mechanik eine andere Partitur. Weniger brachial in der Beschleunigung als die Yamaha, eigenwilliger als die Triumph, pflegt sie eine Klangkulisse und eine Laufkultur, die ihr allein gehören. Das Verdichtungsverhältnis von 12,3:1 und die Bohrung-Hub-Maße von 79 x 54,3 mm verraten einen Motor, der mit einer gewissen Wildheit in die Drehzahlen klettert.
Das Fahrwerk übernimmt seine Basis von der Brutale, und das ist keineswegs ein Nachteil. 43-mm-Upside-Down-Gabel von Marzocchi, Sachs-Monofederbein, Einarmschwinge, Brembo-Bremsanlage mit doppelten 320-mm-Scheiben und radial montierten Vierkolben-Sätteln. Das Ganze auf einem 200-mm-Hinterreifen, der der Maschine diese massige, fast bedrohliche optische Präsenz verleiht. Die Bordelektronik basiert auf der Plattform MVICS 2.1 mit vier Motormappings, einer an eine Inertialmesseinheit gekoppelten Traktionskontrolle, dem schräglagenabhängigen ABS Continental MK100 und einem bidirektionalen Quickshifter. Das 5,5-Zoll-Farb-TFT-Display integriert GPS, Bluetooth und die MV Ride App. Von einem puristischen Naked Bike ist man hier weit entfernt.
Was die Dragster grundlegend von ihrer Schwester Brutale unterscheidet, ist dieses abgeschnittene Heck, das ihr die Silhouette eines postapokalyptischen Roadsters verleiht. Das Cockpit unterstreicht diese kampflustige Atmosphäre mit einem in drei Positionen verstellbaren Lenker, einer auf 845 mm thronenden Sitzbank und einem 16,5-Liter-Tank, der eine vernünftige Reichweite ermöglicht, ohne das Gesamtgewicht zu erhöhen. Die Sitzposition drückt den Fahrer natürlich nach vorn, die Handgelenke etwas tiefer als auf der Brutale. Zwei Farbvarianten stehen zur Wahl: Schwarz oder Rot, ohne Aufkleber und ohne Schnörkel. MV Agusta hat sich für Purismus entschieden, um den Preis einzudämmen, und dabei den Motorspoiler gestrichen sowie die Fertigung bestimmter Teile optimiert.

Sollte man zuschlagen? Die MV Agusta Dragster R richtet sich an jene, die italienisches Prestige und Dreizylinder-Mechanik wollen, ohne den RR-Aufpreis zu bezahlen. Sie ist weder vom Preis noch vom Charakter her ein Anfängermotorrad, doch sie verführt den erfahrenen Biker auf der Suche nach einer Maschine mit starker Persönlichkeit für den Einsatz auf Landstraße und in der Stadt. Ihr größter Makel bleibt derjenige der gesamten MV-Produktion: ein dünnes Händlernetz und Wartungskosten, die über denen der japanischen oder englischen Konkurrenz liegen. Doch wenn man den Schlüssel dreht und der Dreizylinder mit jenem rauen, für Schiranna typischen Grollen zum Leben erwacht, versteht man schnell, warum manche bereit sind, diesen Tribut zu zahlen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS MK100
- Nombre de mode de conduite : 4
- Taille de l'écran TFT couleur : 13,97 cm / 5.5 pouces
- ABS Cornering
- Jantes aluminium
- Shifter
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Bluetooth
- GPS
- Contrôle de traction
- Embrayage anti-dribble
- Contrôle du frein moteur
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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