Schlüsselleistung

122 ch
Leistung
🔧
999 cc
Hubraum
⚖️
194 kg
Gewicht
🏎️
230 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
855 mm
Sitzhöhe
15.0 L
Tankinhalt
💰
12 230 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
999 cc
Leistung
122.0 ch @ 9000 tr/min (89.7 kW)
Drehmoment
98.1 Nm @ 7000 tr/min
Motortyp
Bicylindre en V à 75°, 4 temps
Kühlung
liquide
Verdichtungsverhältnis
11.5 : 1
Bohrung × Hub
101 x 62.4 mm
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
2 ACT
Kraftstoffsystem
Injection Ø 48 mm

Fahrwerk

Rahmen
treillis en tubes d\'acier au chrome molybdène
Getriebe
boîte à 6 rapports
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique inversée WP Ø 48 mm, déb : 135 mm
Hinterradaufhängung
Mono-amortisseur WP, déb : 160 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier simple piston
Vorderreifen
120/70-17
Vorderreifendruck
2.40 bar
Hinterreifen
180/55-17
Hinterreifendruck
2.40 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
855.00 mm
Tankinhalt
15.00 L
Gewicht
194.00 kg
Trockengewicht
179.00 kg
Neupreis
12 230 €

Übersicht

Wer hätte 2006 darauf gewettet, dass ein österreichischer Hersteller mit Offroad-Spezialisierung die italienischen Königinnen des Roadster-Segments auf deren eigenem Terrain herausfordern würde? Mit der KTM Superduke 990 legten die Ingenieure aus Mattighofen ein gewichtiges Argument auf den Tisch – oder besser gesagt, ein leichtgewichtiges: 179 kg trocken bei 122 PS aus dem berühmten LC8-V2 mit 75 Grad Zylinderwinkel. Das Leistungsgewicht macht schwindelig und stellt diese Österreicherin in eine eigene Kategorie gegenüber der Ducati Monster S4R oder der Aprilia Tuono jener Zeit. Schon beim ersten Blick provoziert die Superduke 990. Ihr wie mit dem Beil geschnittenes Design, die straffen Linien und das orangefarbene Kleid lassen niemanden kalt. Jeder Halt an der Ampel wird zum improvisierten Fotoshooting, jedes Überholmanöver zieht die Blicke auf sich. Freunde der Unauffälligkeit gehen besser weiter.

KTM SUPERDUKE 990

Das Datenblatt der KTM Superduke 990 offenbart einen V-Twin mit 999 cm3 Hubraum, versorgt durch Sequenzeinspritzung, mit einer Bohrung von 101 mm bei einem kurzen Hub von 62,4 mm. Dieser Motor liebt hohe Drehzahlen. Das Drehmoment von 98 Nm liegt bei 7000 U/min an, und die volle Leistung entfaltet sich bei 9000 U/min, kurz bevor der Begrenzer bei 9500 Touren das Ende der Spielzeit einläutet. Die Verdichtung von 11,5:1 bestätigt die sportliche Berufung der Maschine. Am Lenker zieht der V2 bereits ab mittleren Drehzahlen kräftig durch und schiebt mit einer Überzeugung, die den Gasgriff regelrecht süchtig macht. Allein der erste Gang reicht für über 130 km/h, und der sechste Gang – lang wie ein Tag ohne Fahren – ermöglicht Spitzen von 230 km/h auf der Autobahn, während bei 135 km/h zivilisierte 4600 U/min anliegen. Eine Probefahrt mit der KTM Superduke 990 genügt, um zu begreifen, dass dieser Motor das schlagende Herz der Maschine ist.

Der Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl beherbergt vorne eine vollständig einstellbare WP-Upside-down-Gabel mit 48 mm Standrohrdurchmesser, kombiniert mit einem WP-Federbein am Heck. Das Fahrwerk filtert kleinere Unebenheiten des Asphalts ordentlich weg, auch wenn gröbere Stöße an die sportliche Auslegung der Abstimmung erinnern. Die Sitzbank thront auf 855 mm Höhe und bietet einen für eine Maschine dieser Gattung überraschenden Komfort. Die Sitzposition vereint einen aufrechten Oberkörper mit sportlich angewinkelten Beinen – ein Kompromiss, der freie Sicht gewährt und es erlaubt, Stöße mit den Knien abzufangen. Für die Verzögerung sorgen vorne zwei 320-mm-Scheiben mit Vierkolben-Festsätteln – eine wirksame Anlage, um den Tatendrang des österreichischen Twins zu bändigen. Die aus dem Vollen gefrästen Bedienelemente und der Renthal-Lenker bestätigen ein Finish-Niveau, das über dem lag, was KTM bei seinen früheren Straßenmodellen bot.

KTM SUPERDUKE 990

Bleibt der wunde Punkt, den jeder Testbericht zur KTM Superduke 990 erwähnen muss: die Reichweite. Der 15-Liter-Tank in Kombination mit dem unersättlichen Durst des LC8 lässt die Reservelampe zwischen 90 und 100 Kilometern aufleuchten. Selbst wenn man die Reserve ausreizt, sind mehr als 150 km vor dem Liegenbleiben kaum drin. Für einen Roadster zum Neupreis von 12 230 Euro im Jahr 2006 wiegt dieser Mangel schwer – vor allem für jene, die einen Alltagseinsatz oder etwas ambitioniertere Sonntagstouren im Sinn haben. KTM bot zwar optional einen Karbontank an, der anderthalb Liter mehr fasste, doch das Pflaster blieb bescheiden. Auch die Wartung der KTM Superduke 990 verdient vor dem Kauf Beachtung: Der Kettenantrieb und die Serviceintervalle des V-Twins verlangen eine gewissenhafte Pflege. Heute findet man die KTM Superduke 990 gebraucht zu mittlerweile attraktiven Preisen, und die Version R, die 2007 erschien und bis 2012/2013 weiterentwickelt wurde, hat mehrere Kinderkrankheiten behoben und den sportlichen Anspruch noch weiter nach oben geschraubt. Diese Maschine richtet sich an erfahrene Fahrer, die einen Roadster mit ungeschliffenem Charakter suchen, der sich in der Stadt ebenso bewegen lässt wie auf der Rennstrecke. Kein Anfängermotorrad, kein bloßes Stilobjekt. Ein Werkzeug für puren Fahrspaß, das Respekt einfordert.

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.62 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.51 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
120.4 ch/L
In der Kategorie Naked bike · Hubraum 500-1998cc (3627 verglichene Motorräder)
Leistung 120 ch Top 29%
50 ch Median 100 ch 175 ch
Gewicht 194 kg Leichter als 83%
183 kg Median 211 kg 256 kg
L/G-Verhältnis 0.62 ch/kg Top 22%
0.24 Median 0.46 0.83 ch/kg

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Häufig gestellte Fragen

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