Schlüsselleistung
Technische Daten
- Rahmen
- treillis en tubes d'acier au chrome molybdène → treillis en tubes d\'acier au chrome molybdène
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons → Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Sitzhöhe
- 850.00 mm → 855.00 mm
- Sitztyp
- — → Selle biplaces
- Tankinhalt
- 18.50 L → 15.00 L
- Gewicht
- — → 194.00 kg
- Trockengewicht
- 186.00 kg → 179.00 kg
- Neupreis
- 10 990 € → 12 230 €
Motor
- Hubraum
- 999 cc
- Leistung
- 122.0 ch @ 9000 tr/min (89.7 kW)
- Drehmoment
- 98.1 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 75°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 101 x 62.4 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 48 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tubes d\'acier au chrome molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée WP Ø 48 mm, déb : 135 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur WP, déb : 160 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.40 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.40 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 855.00 mm
- Sitztyp
- Selle biplaces
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Gewicht
- 194.00 kg
- Trockengewicht
- 179.00 kg
- Neupreis
- 12 230 €
Übersicht
Kann man wirklich unbemerkt am Lenker eines neonorangefarbenen Motorrads sitzen, das 122 PS ausspuckt und wie ein Erdbeben klingt? Mit der KTM Superduke 990 lautet die Antwort nein. Kategorisch nein. Dieser österreichische Roadster, angetrieben vom berühmten LC8-Aggregat, einem V-Twin mit 75° Zylinderwinkel und 999 ccm, kennt keine Zurückhaltung. Fußgänger drehen sich um, Autofahrer weichen aus, und man selbst grinst unter dem Helm. Wo eine Buell XB12 oder eine MV Agusta Brutale bereits Blicke auf sich ziehen, dreht die Superduke den Regler noch weiter auf. Ihr polarisierendes Design lässt niemanden kalt, und genau das macht ihren Charme aus.

Das Datenblatt der KTM Superduke 990 spricht für sich. Der V-Twin liefert seine 122 PS bei 9 000 U/min und vor allem ein Drehmoment von 98 Nm, das bereits ab 7 000 Touren anliegt. Das Ganze verpackt in einem Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl, aufgehängt an hochwertigen WP-Elementen, einer 48-mm-Upside-Down-Gabel vorne und einem Monofederbein hinten, beide einstellbar. Die Bremsanlage hält mit: zwei 320-mm-Scheiben, die von Vierkolben-Sätteln gepackt werden. Bei 194 kg vollgetankt ist das Leistungsgewicht beeindruckend. Man spürt, dass KTM bei den Komponenten nicht gespart hat. Die Bedienelemente sind aus dem Vollen gefräst, der Renthal-Lenker flößt Vertrauen ein, und das Cockpit vereint Digitalanzeige und analogen Drehzahlmesser mit einem roten Bereich bei 9 500 U/min, den das Temperament des Motors einen häufig aufsuchen lässt.
Im Sattel überrascht die Sitzposition. Der Oberkörper bleibt aufrecht, die Sicht ist frei, aber die Beine werden in einem sportlicheren Winkel angewinkelt. Bei 855 mm Sitzhöhe ist ein Mindestmaß an Schrittlänge gefragt. Der allgemeine Komfort überrascht für eine Maschine, die optisch derart radikal auftritt. Das Hinterradfederbein zeigt sich bei groben Unebenheiten straff, schluckt aber die alltäglichen Fahrbahnschäden ordentlich weg. Für einen Test der KTM Superduke 990 über mehrere hundert Kilometer ist das eine gute Nachricht. Die progressive Kupplung erleichtert das Leben in der Stadt, das Sechsganggetriebe lässt sich präzise schalten, auch wenn die Übersetzung eher lang ausgelegt ist. Im sechsten Gang schnurrt der Motor bei 4 600 U/min, wenn der Tacho 135 km/h anzeigt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt jenseits der 230 km/h – für alle, die einen ausreichend stabilen Nacken haben.
Der Schwachpunkt, und er wiegt schwer, ist die Reichweite der KTM Superduke 990. Mit einem Tank von nur 15 Litern und einem durstigen V-Twin blinkt die Reservelampe zwischen 90 und 100 km. Optimistisch betrachtet lassen sich bis zu 150 km herausfahren, doch das ist ein gravierender Mangel für alle, die Touren planen, ohne stündlich anzuhalten. In den Foren zur KTM Superduke 990 ist es denn auch der meistgenannte Kritikpunkt. KTM bot als Zubehör einen Carbon-Tank an, der anderthalb Liter mehr fasste – also 10 % zusätzliches Volumen –, doch das Problem bleibt struktureller Natur. Dazu ein Seitenständer, der sich nur widerwillig ausklappen lässt, und eine Hupe, die so bedrohlich klingt wie das Miauen eines Kätzchens – damit hat man die echten Alltagsärgernisse beisammen.

Dennoch fällt das Urteil über die KTM Superduke 990 unterm Strich klar positiv aus. Für einen Preis von 12 230 Euro bei der Markteinführung 2005 bot diese Österreicherin einen seltenen Cocktail aus Charakter, Leistung und Verarbeitungsqualität. Wer heute nach einer gebrauchten KTM Superduke 990 sucht, findet eine Maschine, die gut gealtert ist – vorausgesetzt, man achtet auf die Wartung des LC8 und seine Besonderheiten. Die R-Variante, die 2007 erschien und bis 2012-2013 verfeinert wurde, hat das Niveau beim Fahrwerk noch einmal angehoben. Ob KTM Superduke 990 R von 2008 oder von 2013, das Temperament bleibt identisch: viszeralt und süchtig machend. Das ist kein Roadster für Anfänger und keine GT zum Autobahnfressen. Das ist eine Charaktermaschine, zugeschnitten auf den Fahrer, der jede Explosion des Zweizylinders in den Handgelenken spüren will und bereit ist, häufig an der Tankstelle zu halten. Der Test der KTM Superduke 990 bestätigt, was die technischen Daten erahnen ließen: Dieses Motorrad macht nichts halbherzig.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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