Schlüsselleistung
Technische Daten
- Neupreis
- 10 990 € → 12 690 €
Motor
- Hubraum
- 999 cc
- Leistung
- 122.0 ch @ 9000 tr/min (89.7 kW)
- Drehmoment
- 98.1 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 75°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 101 x 62.4 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 48 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tubes d\'acier au chrome molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée WP Ø 48 mm, déb : 135 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur WP, déb : 160 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.40 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.40 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 850.00 mm
- Tankinhalt
- 18.50 L
- Trockengewicht
- 186.00 kg
- Neupreis
- 12 690 €
Übersicht
Kann man auf einer Maschine, die wie eine Schlägerei auf zwei Rädern aussieht, wirklich unbemerkt bleiben? Die KTM SuperDuke 990, Jahrgang 2009, beantwortet diese Frage schon auf den ersten Blick. Mit ihrem LC8-V-Twin im 75°-Winkel, 999 cc Hubraum und dieser orangefarbenen Pitbull-Fratze verkörpert sie das Streetfighter-Konzept in seiner radikalsten Form. Auf dem Papier verspricht das Datenblatt der KTM SuperDuke 990 stolze 122 PS bei 9000 U/min und 98 Nm Drehmoment, die bereits ab 7000 Touren anliegen. Zahlen, die sie in die Liga der Großen katapultieren, auf Augenhöhe mit einer Ducati Streetfighter oder einer Triumph Speed Triple derselben Ära. Nur dass die KTM eine rauere, weniger geschliffene Gangart anschlägt, mit einem Motorcharakter, der einem bei jedem Gasaufziehen die Eingeweide durchschüttelt.

Im Vergleich zu den ersten Jahrgängen hat diese Version an Reife gewonnen, ohne ihre Rowdy-DNA zu verleugnen. Der Tank fasst nun 18,5 Liter, was der KTM SuperDuke 990 endlich eine anständige Reichweite beschert. Schluss mit den Tankstopps alle 130 Kilometer. Auch die Instrumentierung wurde überarbeitet: Der minimalistische Tacho der Anfangsjahre weicht einem multifunktionalen Cockpit, das gut ablesbar und vollständig ist. Die Lampenmaske wurde mit einem kleinen Windabweiser neu gestaltet und gewinnt an visueller Aggressivität, auch wenn der Windschutz symbolisch bleibt. Diese Weiterentwicklungen sind dezent, machen aber im Alltag einen spürbaren Unterschied.
Beim Fahrwerk bleibt der Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl eine Referenz in Sachen Steifigkeit und Präzision. Die WP-Upside-down-Gabel mit 48 mm bietet vorne 135 mm Federweg, während das WP-Zentralfederbein hinten 160 mm verarbeitet. Die Bremsanlage verdient eine eigene Probefahrt. Zwei 320-mm-Scheiben mit radial verschraubten Vierkolben-Sätteln vorne, eine 240-mm-Scheibe hinten. Material auf Supersport-Niveau, montiert an einem Roadster mit 186 kg Trockengewicht. Das Ergebnis ist ein beeindruckender Biss, progressiv und vertrauenerweckend, der dem, was die Ducati 1098 zur gleichen Zeit bot, kaum nachsteht. Die Bereifung in 120/70-17 und 180/55-17 unterstreicht die sportliche Berufung der Maschine.
Das Urteil über die KTM SuperDuke 990 ist letztlich eine Frage des Temperaments. Die Standardversion genügt bereits vollauf den Ansprüchen von Liebhabern urbaner Fahrfreuden und dynamischer Ausfahrten über Landstraßen. Wer noch mehr will, sollte sich die KTM SuperDuke 990 R ansehen, die zwischen 2007 und 2013 erhältlich war, mit weiter verfeinerten Federungselementen und Motor. Der Test der KTM SuperDuke 990 offenbart eine Maschine, die Erfahrung verlangt. Der Sprint von 0 auf 100 wird mit jubilierender Brutalität absolviert, die Höchstgeschwindigkeit erreicht 230 km/h, und der V-Twin schüttelt das Becken mit der Regelmäßigkeit eines Presslufthammers durch. Das ist eindeutig kein Motorrad für Anfänger. Für einen erfahrenen Piloten hingegen, der einen charakterstarken Roadster sucht, bleibt sie eine relevante Wahl.

Auf dem Gebrauchtmarkt wird die KTM SuperDuke 990 heute zu sehr attraktiven Preisen gehandelt, gemessen an ihrem Katalogpreis von 12 690 Euro bei Markteinführung. Die Wartung der KTM SuperDuke 990 erfordert etwas Sorgfalt, insbesondere bei Steuerriemen und Kupplung, ist aber nichts Unüberwindbares für einen Mechaniker, der mit den Österreicherinnen vertraut ist. Die Foren zur KTM SuperDuke 990 sind voll mit nützlichen Erfahrungsberichten, um die kritischen Punkte im Voraus zu erkennen. Diese Maschine altert gut, wie ein bewährtes Werkzeug, das seine Robustheit bewiesen hat. Sanftmut und Kompromisse wird sie nie liefern. Genau das ist es, was man von ihr verlangt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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