Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 999 cc
- Leistung
- 122.0 ch @ 9000 tr/min (89.7 kW)
- Drehmoment
- 98.1 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 75°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 101 x 62.4 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 48 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tubes d'acier au chrome molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée WP Ø 48 mm, déb : 135 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur WP, déb : 160 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.40 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.40 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 850.00 mm
- Tankinhalt
- 18.50 L
- Trockengewicht
- 186.00 kg
- Neupreis
- 10 990 €
Übersicht
Kann man auf einer Maschine, deren jede Karosserielinie pure Unverschämtheit schreit, wirklich unbemerkt bleiben? Die KTM Superduke 990 Jahrgang 2013 beantwortet diese Frage schon auf den ersten Blick. Ein Streetfighter durch und durch, geboren um zu provozieren, pflegt sie seit ihren Anfängen ein Temperament einer urbanen Bestie, das diese verfeinerte Version keineswegs verleugnet.

Optisch setzt diese Weiterentwicklung auf Subtilität. Ein neu gestalteter Kotflügel hier, leicht überarbeitete Seitenverkleidungen dort, ein aggressiveres Orange, verbreiterte Rückspiegel und ein modernisiertes Rücklicht. Auf dem Papier nichts Revolutionäres. Doch die wahren Veränderungen verbergen sich dort, wo der Blick nicht spontan hinfällt. Der Tank gewinnt an Volumen und fasst nun 18,5 Liter, was die Reichweite der KTM Superduke 990 gegenüber den 15 Litern der ersten Generation spürbar verbessert. Für eine Maschine, die bei jeder Ausfahrt dazu verleitet, den Tank leerzufahren, ändern diese zusätzlichen Liter einiges. Die ebenfalls überarbeitete Front nimmt einen kleinen Deflektor auf, dessen Windschutz eher symbolischer Natur bleibt, vor allem aber ein Multifunktions-Cockpit, das endlich diesen Namen verdient. Schluss mit der minimalistischen Instrumentierung à la Fahrradtacho: Das Datenblatt der KTM Superduke 990 Phase 2 zeigt eine deutlich verbesserte Ablesbarkeit und Informationsfülle.
Auf der technischen Seite bleibt der 75°-V-Twin mit 999 cc der LC8-Philosophie treu. Mit 122 PS bei 9.000 U/min und 98 Nm Drehmoment, die bereits ab 7.000 Touren anliegen, liefert dieser Kurzhub-Motor (Bohrung 101 mm bei einem Hub von 62,4 mm) seine Leistung mit einem wütenden, typisch österreichischen Charakter ab. Das Ganze eingebettet in einen Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl, der dazu beiträgt, das Trockengewicht bei 186 kg zu halten. Ein Leistungsgewicht, das dieses Naked Bike in die obere Liga versetzt – gegenüber einer Aprilia Tuono V4, die zwar leistungsstärker, aber auch schwerer ist, oder einer Triumph Speed Triple, die in einem zivilisierteren Register spielt. Die KTM Superduke 990 R, eine seit 2007 verfügbare, noch schärfere Version, treibt es für Piloten auf der Suche nach puren Emotionen noch weiter. Ob in der Standardversion oder in der R-Variante, die Meinungen zur KTM Superduke 990 stimmen in einem Punkt überein: Der Motorcharakter macht süchtig.
Das Fahrwerk profitiert bei dieser Generation von signifikanten Weiterentwicklungen. Die 48-mm-USD-Gabel von WP arbeitet mit radial montierten Vierkolben-Bremssätteln, die auf 320-mm-Scheiben zubeißen. Eine Ausstattung auf Supersport-Niveau, die diesem Naked Bike eine brachiale Verzögerungsleistung verleiht. Die Geometrie wurde leicht überarbeitet, mit einem offeneren Lenkkopfwinkel, der mehr Stabilität bringt, ohne die Agilität zu opfern. Bedingt durch die Euro-3-Konformität zeigt sich der Motor in seinen Reaktionen etwas zivilisierter, aber lassen Sie sich nicht täuschen. Auf Sportreifen in 120/70 und 180/55 auf 17-Zoll-Felgen bleibt die Bestie eine geborene Provokateuse. Die WP-Federelemente bieten einen großzügigen Federweg von 135 mm vorne und 160 mm hinten – ausreichend, um sowohl Unebenheiten im Stadtasphalt als auch schnelle Kurven zu verkraften.

Zum Neupreis von 10.990 Euro angeboten, stellt die KTM Superduke 990 2013 heute eine ernstzunehmende Gelegenheit auf dem Gebrauchtmarkt dar. Die Wartung der KTM Superduke 990 erfordert regelmäßige Aufmerksamkeit, insbesondere bei Steuerzeiten und Kettenantrieb, doch die Fachforen quellen über vor positiven Rückmeldungen zur Zuverlässigkeit des LC8-Blocks bei korrekter Pflege. Für den urbanen Motorradfahrer, der Charakter ohne Verkleidung will, für den Fahrer, der einen muskulösen Roadster sucht, der 230 km/h erreichen kann und dabei am Gashauch spielerisch bleibt, kreuzt diese Duke im Großformat alle Kästchen an. Sie ist weder für Anfänger gemacht noch für jene, die den Komfort einer Reiseenduro suchen. Sie ist für diejenigen gemacht, die lächeln, wenn sie am Gasgriff drehen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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