Schlüsselleistung
Technische Daten
Keine Unterschiede zwischen diesen beiden Baujahren.
Motor
- Hubraum
- 350 cc
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Bohrung × Hub
- 88.0 x 57.5 mm (3.5 x 2.3 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Zündung
- Keihin EMS
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Perimeter steel-aluminium composite frame
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet, multi-disc clutch, Formula hydraulics
- Vorderradaufhängung
- WP upside-down Ø 43 mm
- Hinterradaufhängung
- WP PDS shock absorber
- Federweg vorne
- 250 mm (9.8 inches)
- Federweg hinten
- 260 mm (10.2 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. Four-piston calipers. Radially mounted.
- Hinterradbremse
- Single disc. Two-piston calipers. Radially mounted.
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 915.00 mm
- Radstand
- 1418.00 mm
- Bodenfreiheit
- 325.00 mm
- Tankinhalt
- 5.50 L
- Trockengewicht
- 99.50 kg
Übersicht
Motorrad: KTM Freeride 350 (2017)

Bei der Betrachtung der technischen Daten der KTM Freeride 350 fällt zunächst nicht die Leistung ins Auge, sondern das Gewicht. 99,5 kg auf der Waage, fahrbereit. Zum Vergleich: Eine Honda CRF 250 L weist bei vollem Tank fast 150 kg auf. Diese Leichtigkeit ist kein Zufall, sondern ein radikaler Ansatz, eine Philosophie, die auf der einfachen Erkenntnis basiert: Die EXC-Modelle und ihre Rennsport-Geschwister sind für den Durchschnittsmotorradfahrer, der einfach nur einen Sonntagnachmittag im Wald verbringen möchte, zu körperlich anstrengend, zu anspruchsvoll und zu spezialisiert geworden.
KTM hat daher den Viertakt-Einzylinder-Motor mit 349,70 cm³ aus der 350 EXC-F heruntergeregelt, um ihn auf 24 PS bei 10.000 U/min zu bringen. Auf dem Papier wirkt dieser Wert fragwürdig. Eine Kawasaki KLX 250 weist ähnliche Werte zu einem deutlich niedrigeren Preis auf, und auch die Honda CRF 250 L kommt in die Nähe. Doch wer den KTM Freeride 350-Test auf diese einzelne Angabe reduziert, verfehlt den Kern der Sache. Der Motor ist nicht das Hauptargument dieses Motorrads. Was zählt, ist das Gesamtpaket: Ein spezifischer Stahl-Aluminium-Verbund-Rahmen, großzügige WP-Federungen mit der MXMA 4357-Gabel vorne und dem PDS DCC 4618-Monoschwingarm hinten, ein Bodenfreiheit von 325 mm und ein kompakter Radstand von 1.428 mm, der die Manövrierfähigkeit im schwierigen Gelände fördert. Für Anhänger des reinen Überquerens ist dies ein stimmiges Angebot.
Die Zielgruppe sind nicht Rennfahrer oder Wettkampfpiloten. Die KTM Freeride 350 richtet sich an erfahrene oder sogar einsteigerische Offroad-Fahrer, die ein Motorrad suchen, das überall hinfahren kann, ohne sie körperlich zu erschöpfen. Die hohe Sitzhöhe von 895 mm stellt für kleinere Fahrer immer noch ein Hindernis dar, und der 5,5-Liter-Tank bedeutet eine reduzierte Reichweite, die mit einer Freizeitnutzung und nicht mit einer Langstrecken-Tour übereinstimmt. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h bestätigt dies: Es handelt sich nicht um ein Verbindungsfahrzeug, sondern um ein Werkzeug für den Offroad-Bereich.
Bleibt die Frage des KTM Freeride 350-Preises, der der eigentliche Stolperstein ist. Mit 7.475 Euro im Katalog für das Modelljahr 2015 liegt man weit entfernt von den Preisen von Tourenmotorrädern, die auf diesen "erschwinglichen" Bereich setzen. KTM bekennt sich zu dieser Premium-Positionierung, selbst für ein gedrosseltes Motorrad, und stützt sich dabei auf die Qualität der Komponenten, insbesondere die Scheibenbremsen mit radialen Vierkolben-Bremssätteln vorne. Auf dem Gebrauchtmarkt wird die KTM Freeride 350 gebraucht zu einem angemessenen Abschlag gehandelt, was sie zu einer interessanten Option für diejenigen macht, die das Offroad-Fahren ausprobieren möchten, ohne in eine schwer zu bändigende EXC zu investieren. Die Wartung der KTM Freeride 350 erfolgt in den klassischen Intervallen der österreichischen Marke, streng, aber gut dokumentiert.
Letztendlich erfüllt dieses Motorrad seine Aufgabe in einem schmalen Segment. Es ist weder das leistungsstärkste noch das günstigste, bietet aber eine Kombination aus Leichtigkeit und Vielseitigkeit, die nur wenige Konkurrenten in dieser Hubraumklasse bieten. Für diejenigen, die zwischen der Freeride 350 und der KTM Freeride 350 vs 250 schwanken, hängt die Antwort hauptsächlich vom Gelände und dem Können des Fahrers ab. Die 350 bietet etwas mehr Motorweichheit in schwierigen Passagen, ohne die allgemeine Dynamik des Motorrads grundlegend zu verändern.
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!