Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 999 cc
- Leistung
- 115.0 ch @ 9000 tr/min (83.2 kW)
- Drehmoment
- 97.0 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5:1
- Bohrung × Hub
- 101.0 x 62.4 mm (4.0 x 2.5 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Keihin EFI
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Schmierung
- Pressure lubrication with 2 oil pumps
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Chromium-Molybdenum trellis frame, powder-coated. Subframe: Aluminium.
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet mDouble disk clutch, hydraulically operated
- Vorderradaufhängung
- WP USD 48 mm (1.89 in)
- Hinterradaufhängung
- WP mono shock
- Federweg vorne
- 210 mm (8.3 inches)
- Federweg hinten
- 210 mm (8.3 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. Brembo four piston fixed-caliper, radial bolted, brake
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 875.00 mm
- Radstand
- 1510.00 mm
- Bodenfreiheit
- 195.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Trockengewicht
- 189.00 kg
- Neupreis
- 13 170 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an eine Zeit, als Supermotos nichts weiter waren als Enduros mit Straßenreifen, am Samstagabend in der Garage zusammengebastelt? KTM hat das Konzept sehr ernst genommen. Mit der KTM 990 Supermoto R Jahrgang 2011 schiebt die Firma aus Mattighofen den Regler noch eine Stufe weiter als bei der ohnehin schon scharfen SM-Standardversion. Hier geht es um eine Maschine, die dafür gebaut ist, Kurvenkombinationen mit chirurgischer Präzision zu zerlegen – nicht um ein Spielzeug für den Weg zum Bäcker.

Unter dem aggressiven Blick dieser kompromisslosen Österreicherin – neonorangener Rahmen, weiße Verkleidung und Carbon-Akzente – verbirgt sich ein V-Twin mit 999 ccm und einem Verdichtungsverhältnis von 11,5:1. Die Zahlen sprechen für sich: 115 PS bei 9.000 U/min und 97 Nm Drehmoment, die bereits ab 7.000 Touren anliegen. Dieser Zweizylinder mit vier Ventilen pro Zylinder kennt keine Zurückhaltung. Er drückt kräftig, er drückt schnell, und das Ansprechverhalten am Gasgriff bleibt über den gesamten Drehzahlbereich direkt. Für alle, die sich fragen, welche Höchstgeschwindigkeit die KTM 990 Supermoto R erreicht: Der Tacho endet bei rund 200 km/h. Das ist kein vollverkleideter Sportler, das ist ein Supermoto – und ehrlich gesagt, bei diesem Tempo mit breitem Lenker und dem Wind voll ins Gesicht hat man bereits mehr als genug, um seinen Spaß zu haben.
Der wahre Geniestreich zeigt sich beim Fahrwerk. Der Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl in Kombination mit einer Aluminium-Schwinge bietet eine Steifigkeit, die die Basis-SM nicht für sich beanspruchen kann. Die WP-Federelemente – 48-mm-Upside-down-Gabel vorne und Monodämpfer hinten – sind für einen sportlicheren Einsatz neu abgestimmt. Beim Bremssystem kommen radial montierte Brembo-Vierkolbensättel an einer Doppelscheibenanlage vorne zum Einsatz. Das ist Referenzmaterial – die Art von Ausstattung, die man sonst an deutlich teureren Sportmaschinen findet. Mit 189 kg Trockengewicht spart die R einige Kilogramm gegenüber ihrer Standardschwester. Auf der Waage scheint das wenig. In einer engen Kurvenkombination spürt man den Unterschied sofort in der Agilität beim Schräglagenwechsel.
Im Vergleich zur damaligen Konkurrenz spielte die Ducati Hypermotard 1100 EVO in derselben Liga – mit einem italienischen Twin von weicherem Charakter, aber einem weniger präzisen Chassis. Die leichtere Husqvarna SMR 511 blieb auf einen radikaleren und auf der Straße weniger vielseitigen Einsatz beschränkt. Die KTM positioniert sich genau dazwischen: zivilisiert genug, um dank ihres 15-Liter-Tanks einen ganzen Tag lang Alpenpässe zu verschlingen, und wild genug, um in jeder Spitzkehre ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern. Die Sitzhöhe von 875 mm und der kurze Radstand von 1.510 mm bestätigen das Programm: Dieses Motorrad richtet sich an erfahrene Fahrer, die ein präzises Werkzeug wollen – nicht an Anfänger auf der Suche nach Komfort.
Der Preis von 13.170 Euro rechtfertigt sich durch die Qualität der verbauten Ausstattung – WP-Federung, Brembo-Bremsen, Sechsgang-Kettengetriebe – doch man muss zugeben, dass die Rechnung für ein Supermoto ohne jegliche elektronische Assistenz gesalzen bleibt. Kein Traktionskontrollsystem, kein ABS. 2011 stand KTM zu dieser Entscheidung: Die R richtet sich an jene, die alles über den Gasgriff und das Fahrgefühl regeln wollen. Eine radikale Philosophie, die den besonderen Reiz dieser Maschine ausmacht – und die erklärt, warum sie bei Liebhabern purer Fahrerlebnisse nach wie vor einen soliden Marktwert genießt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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