Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 293 cc
- Leistung
- 55.0 ch (40.5 kW)
- Motortyp
- Monocylindre, 2 temps
- Kühlung
- liquide
- Bohrung × Hub
- 72 x 72 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Cadre tubulaire central en acier au chrome-molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée WP Ø 48 mm, déb : 292 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur WP, déb : 335 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 140/80-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 960.00 mm
- Tankinhalt
- 9.50 L
- Trockengewicht
- 102.10 kg
- Neupreis
- 8 810 €
Übersicht
Sechs Tage. Mehr als tausend Kilometer Sonderprüfungen. Vierzig Stunden im Sattel auf Gelände, das Mensch und Maschine gleichermaßen zermürbt. Die International Six Days Enduro ist das Dakar der reinen Enduro-Welt, und genau um diesen Wettbewerb herum hat KTM die ausgereifteste Version seiner 300 EXC konstruiert. Kein simpler goldener Aufkleber auf einer Serienmaschine, sondern ein Motorrad, das darauf ausgelegt ist, koste es was es wolle, ins Ziel zu kommen.

Was an der KTM 300 EXC 6 Days sofort auffällt, ist die Stimmigkeit des Gesamtpakets. Mit 102 Kilogramm Trockengewicht und 55 PS aus einem 293-cc-Einzylinder-Zweitakter geraten die 4-Takt-Konkurrenten in eine unangenehme Lage beim Leistungsgewicht. Eine Husqvarna TE 300 spielt in derselben Liga, doch die Serienausstattung der Six Days rechtfertigt für sich allein einen Großteil der aufgerufenen 8.810 Euro. Die GIANT-Felgen aus 7050-Aluminiumlegierung mit CNC-gefrästen Naben, das Supersprox-Zweikomponenten-Kettenrad, der Camel-SXS-Sitz, der Motorschutz, die Kühlerschutzverkleidungen, der spezifische Anthrazit-Auspuff – all das sind Komponenten, die der Fahrer einer Standard-EXC separat und zu hohen Preisen nachbestellen müsste.
Der Motor ist das Herzstück des Themas. KTM hat den Membrankasten mit hochleistungsfähigen Boyesen-Membranen überarbeitet, den Zylinderkopf für ein besseres Ansprechen im mittleren Drehzahlbereich neu gestaltet und die Zündkennlinie entsprechend optimiert. Das Ergebnis ist ein Zweitakter, der nicht mehr den abrupten Charakter reiner Rennsport-Hubraumklassen besitzt: Die Leistung entfaltet sich progressiv ab niedrigen Drehzahlen, dosierbar über den gesamten Drehzahlbereich, mit der Möglichkeit, per einfachem Stecker zwischen zwei Kennfeldern umzuschalten. Soft für schlammige Einspurwege, aggressiv für schnelle Sektionen – die Logik ist bestechend. Das 6-Gang-Getriebe erledigt den Rest mit gut abgestuften Gängen, um diesen Motor in allen Konfigurationen optimal zu nutzen.
Das Fahrwerk bestätigt die Ambitionen der Maschine. Der Chrom-Molybdän-Rohrrahmen, in Team-Factory-Orange lackiert, verbindet ausgeprägte Längssteifigkeit mit einer gewissen Torsionsnachgiebigkeit, was sich in einer präzisen Lenkung ohne übermäßige Nervosität äußert. Die WP-48-mm-Gabel mit 4CS-Technologie und 292 mm Federweg erhält für 2014 eine sportlich orientierte Abstimmung, straffer als an der Standard-EXC und besser angepasst an chaotisches Gelände, wo jede nicht absorbierte Bodenwelle unmittelbar spürbar wird. Die Druckstufe wird links eingestellt, die Zugstufe rechts, mit wenigen Klicks und ohne Werkzeug. Hinten komplettiert der WP-Monoamortisseur mit 335 mm Federweg ein gut auf Fahrer vom mittleren bis zum Experteniveau abgestimmtes Federungssystem. Die Sitzhöhe von 960 mm setzt voraus, dass man sicher im Stehen auf den Fußrasten agieren kann, was diese Maschine klar für mittelgroße und große Fahrer reserviert. Ein Anfänger oder kleinwüchsiger Fahrer wird Mühe haben, das Gesamtpotenzial auszuschöpfen.
Die Brembo-Bremsen mit 260-mm-Scheibe vorne und 220-mm-Scheibe hinten erfahren für 2014 eine vollständige Überarbeitung: neue Hebelkinematik, Kolben mit reduziertem Durchmesser für besseres initiales Bissverhalten, gesinterte Toyo-B169-Bremsbeläge. Die Dosierbarkeit ist spürbar verbessert, und genau solche Details machen den Unterschied am sechsten Renntag, wenn Ermüdung die Bremspunkte zur Glückssache werden lässt. Der elektrische Starter, der längs über der Zündung montiert ist, um ihn vor Stößen zu schützen, beseitigt den Stress des Kickstartens nach vierzig Stunden Sonderprüfungen.
Die KTM 300 EXC 6 Days 2026 führt eine Linie fort, deren Fundamente auf diese Maschinen von 2014 zurückgehen – ein Beweis dafür, dass die damaligen technischen Entscheidungen richtig waren. Für einen erfahrenen Fahrer, der eine Hochleistungs-Zweitakt-Enduro mit kompromissloser Serienausstattung sucht, bleibt diese Six-Days-Version eine schwer zu umgehende Referenz. Der 9,5-Liter-Tank begrenzt die Reichweite auf langen Verbindungsstücken, und die hohe Sitzposition schränkt den Zugang ein, doch auf technischem Gelände ist es schwer, eine Maschine zu finden, die für dieses Budget so viel Effizienz bietet.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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