Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1203 cc
- Leistung
- 123.0 ch @ 8250 tr/min (90.5 kW)
- Drehmoment
- 119.6 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 102 x 73.6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 60 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- cadre treillis tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 150 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 150 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 265 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-19
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 150/70-18
- Hinterreifendruck
- 2.80 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 815.00 mm
- Tankinhalt
- 13.00 L
- Gewicht
- 236.00 kg
- Trockengewicht
- 222.00 kg
- Neupreis
- 18 790 €
Übersicht
Fünf aufeinanderfolgende Titel in der SuperTwins-Klasse auf den amerikanischen Flat-Track-Ovalen. Fünf Saisons absoluter Dominanz. Wenn eine Marke eine solche Erfolgsbilanz vorweisen kann, bringt sie irgendwann immer eine Serienmaschine heraus, die ihre Rennfarben trägt. Indian hat da keine Ausnahme gemacht und die Indian FTR 1200 Championship Edition aufgelegt – eine auf weltweit 400 Exemplare limitierte Serie, von denen nur 150 für den europäischen Markt vorgesehen sind. Die Botschaft ist klar: Dieses Motorrad feiert den Wettbewerb, und es macht keinen Hehl daraus.

Optisch setzt die Maschine bis in die letzte Felgenspeiche auf die Flat-Track-Karte. Carbon am vorderen Schutzblech, an der Scheinwerferverkleidung, an den Tankflanken und den Lufthutzen. Gelbe Akzente auf dunklem Grund, rote Felgen passend zum Stahlrohr-Gitterrahmen. Eine spezifische Soziusabdeckung vervollständigt das Bild. Auf der Tankkonsole prangt stolz die Erfolgsbilanz von Indian Motorcycle Racing: fünf Sterne, fünf Kronen. Hier bewegt man sich eindeutig im Bereich einer bekennenden Wettbewerbsreplika, nicht im Bereich eines schlichten Erinnerungsaufklebers. Die Linie ist aggressiv, kompakt, mit dieser Optik eines aufgepeppten Trackers, die die FTR vom Rest der Indian-Palette abhebt.
Unter dem Kleid sollte man vorschnelle Schlüsse vermeiden. Trotz der ästhetischen Verwandtschaft mit der FTR R Carbon entspricht diese Championship Edition technisch eher der S-Version. Die 43-mm-Upside-down-Gabel und das Zentralfederbein stammen von Sachs, nicht von Öhlins. Voll einstellbar, gewiss, aber eine Stufe unter dem Top-Niveau. Der Federweg steigt dafür auf 150 mm an beiden Achsen, gegenüber 120 mm bei den anderen Varianten. Die Felgen wechseln auf 19 Zoll vorne und 18 Zoll hinten, bezogen mit Dunlop DT3-R im ovaltypischen Profil. Eine Wahl, die direkt an die erste Generation der FTR erinnert, jene, die der Rennmaschine am nächsten kam. Auf offener Straße verändert dieses Fahrwerk das Verhalten: trägeres Einlenken, veränderte Bodenfreiheit, andere Empfindungen als bei einem klassischen sportlichen Roadster. Puristen werden es schätzen, andere finden das Motorrad vielleicht weniger schneidend als eine Ducati Monster oder eine Triumph Street Triple in einer engen Kurvenkombination.

Der 60-Grad-V-Twin mit 1203 cm3 bleibt das Herzstück. Mit 123 PS bei 8250 U/min und 119,6 Nm Drehmoment ab 6000 Touren mangelt es dem Aggregat nicht an Leistungsreserven. Die Verdichtung von 12,5:1 und vier Ventile pro Zylinder zeugen von einer auf Performance ausgelegten Mechanik. Das Sechsganggetriebe überträgt alles per Kettenantrieb. Mit 236 kg fahrfertig bei einem Tank von nur 13 Litern bleibt die Maschine handlich, auch wenn dieses Gewicht sie über eine KTM 1290 Super Duke oder eine Aprilia Tuono einordnet. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h verrät den Charakter: Es handelt sich um einen muskulösen Roadster, nicht um ein reinrassiges Sportmotorrad. Der Akrapovic-Auspuff aus Titan, das 4,3-Zoll-TFT-Display Ride Command, die Traktionskontrolle, das Kurven-ABS, der Anti-Wheelie-Modus, die Stabilitätskontrolle und drei Fahrmodi vervollständigen eine solide elektronische Ausstattung für ein Motorrad dieser Philosophie.
Mit 18 790 Euro, also nahezu dem Preis der R Carbon, zielt diese Indian FTR 1200 Championship Edition auf ein ganz bestimmtes Publikum. Eines, das ein anderes Motorrad will, aufgeladen mit Rennsportgeschichte, mit einem auf dem europäischen Markt untypischen Temperament. Die Sitzhöhe von 815 mm, die kompakten Abmessungen und das eigenwillige Fahrwerk machen sie zu einem Angebot, das nicht jedem gefallen wird. Aber genau darin liegt ihre Stärke: In einem Segment, in dem sich japanische und europäische Roadster immer mehr gleichen, wagt die FTR Championship eine radikale Positionierung. Ein Motorrad mit Charakter, limitiert, das in erster Linie Liebhaber der amerikanischen Motorradkultur und des Flat-Track anspricht.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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