Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1834 cc
- Leistung
- 126.0 ch (92.7 kW)
- Drehmoment
- 178.0 Nm @ 3800 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.4 : 1
- Bohrung × Hub
- 110 x 96.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection Ø 52 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- structure en aluminium moulé
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 114 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 298 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/60-19
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/60-16
- Hinterreifendruck
- 2.83 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 672.00 mm
- Tankinhalt
- 22.70 L
- Gewicht
- 388.00 kg
- Trockengewicht
- 372.00 kg
- Neupreis
- 32 890 €
Übersicht
Wenn Indian seine Challenger im King of the Baggers an den Start schickt, dann nicht des Spektakels wegen. Diese Rennen mit verkleideten Baggern auf der Rennstrecke haben einen konkreten Nutzen: Sie dienen als Labor. Und die Früchte dieser Arbeit lassen sich heute mit der Schieblehre messen. Der V-Twin PowerPlus gewinnt zwei Millimeter zusätzliche Bohrung, wächst von 1769 auf 1834 cm³ und liefert nun 126 PS sowie 178 Nm Drehmoment, die bereits ab 3800 U/min abrufbar sind. Das ist keine kosmetische Revolution, sondern eine durchdachte, bezifferbare und sinnvolle Weiterentwicklung für ein Fahrzeug mit 388 Kilogramm Vollbetankungsgewicht.

Denn über dieses Gewicht muss gesprochen werden. Die Challenger macht der Waage gegenüber keine Zugeständnisse, und kein direkter Mitbewerber in diesem Segment kann ernsthaft behaupten, schlanker zu sein. Im Vergleich zur Harley-Davidson Road Glide verzichtet die Indian nicht auf Masse, ändert aber die Spielregeln, indem sie ihren Twin per Flüssigkeit statt per Luft kühlt. Vier Ventile pro Zylinder, eine obenliegende Nockenwelle pro Zylinder, ein Rahmen aus Aluminiumguss, der Gabelbrücke und Lenker voneinander entkoppelt: Die Lenkung wird mechanisch leichter – genauso wie Harley es mit der Road Glide gegenüber der Electra und Street Glide handhabt. Diese technische Entscheidung ist bei einer derart massiven Maschine nicht trivial und macht sich bei den ersten Manövern im Langsamfahrbereich sofort bemerkbar. Die Kupplung, in den vergangenen Jahren überarbeitet, erfordert heute deutlich weniger Kraftaufwand – etwas, das Fernreise-Fahrer nach 800 Kilometern zu schätzen wissen.
Das Fahrwerk tut nicht so, als wäre es sportlich – es ist es tatsächlich. Die 43-mm-Upside-down-Gabel federt 130 mm ein, und die vorderen Bremssättel stammen von Brembo: radial montierte Vierkolbensättel an 320-mm-Scheiben. Zur Einordnung: Das ist dieselbe Referenz wie bei manchen hochkarätigen italienischen Sportmaschinen. Hinten übernimmt eine 298-mm-Scheibe mit Zweikolbensattel die Verzögerung. Für einen Großtourer-Bagger ist dieses Bremsniveau ausgesprochen beruhigend – erst recht, wenn man die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h und die Massenträgheit dieser 388 Kilogramm auf der Autobahn in Betracht zieht. Die Reifen 130/60-19 vorne und 180/60-16 hinten vervollständigen eine Geometrie, die auf Hochgeschwindigkeitsstabilität statt auf urbane Wendigkeit ausgelegt ist.

Bei der Elektronik hat Indian alles aufgeboten. Drei Fahrmodi, Traktionskontrolle, Inertialmesseinheit IMU, Kurven-ABS, Tempomat, Reifendruckkontrolle, schlüsselloses Starten. Das sieben Zoll große Ride-Command-Display integriert GPS, Radio, Apple CarPlay und Bluetooth-Verbindung. Für 2025 hält Radartechnologie Einzug: Totwinkelüberwachung, Warnung vor von hinten herannahenden Fahrzeugen sowie vorausschauendes Notbremsleuchten. Diese Funktionen, lange Premium-Limousinen vorbehalten, finden zunehmend ihren Platz auf großen Tourern, und ihr Nutzen auf Schnellstraßen ist kaum zu bestreiten. Der 22,7-Liter-Tank und die Koffer mit insgesamt 68 Litern Volumen unterstreichen die Bestimmung der Maschine für lange Strecken. Die elektrisch verstellbare Windschutzscheibe und die einstellbaren Belüftungsöffnungen runden ein auf absoluten Komfort ausgerichtetes Gesamtbild ab.

Zu 32.890 Euro richtet sich die Challenger Limited nicht an jemanden, der noch zwischen einem Naked Bike und einem Reiseenduro schwankt. Sie zielt auf den erfahrenen Fernreisenden, der Europa oder die Vereinigten Staaten in 600-Kilometer-Etappen abfährt, der eine ernstzunehmende Alternative zum gewohnten Duopol sucht und nicht bereit ist, Leistung dem Stil zu opfern. Die niedrige Sitzhöhe von 672 mm erleichtert die Handhabung trotz der imposanten Statur. Die Dark-Horse-Version übernimmt dieselbe mechanische Basis, tauscht Chrom gegen schwarze Oberflächen – für all jene, die bevorzugen, dass ihr Bagger bis zum nächsten Gangwechsel unauffällig bleibt. In beiden Fällen ist das Angebot stimmig, die Leistung ist vorhanden, und die Argumente gegenüber Milwaukee sind gewichtig.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en curvas
- Nombre de mode de conduite : 3
- Volume de rangement : 68 litres
- Taille de l'écran TFT couleur : 17,78 cm / 7 pouces
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Freinage combiné
- Radio
- Bluetooth
- GPS
- Prise USB
- Aide au démarrage en côte (Hill Hold Control)
- Démarrage sans clé
- Contrôle de traction
- Poignées chauffantes
- Pare brise réglable électriquement
- Valises
- Crash Bars / Top Blocks
- Système radar
- Surveillance de la pression des pneus
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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