Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1250 cc
- Leistung
- 105.0 ch @ 7250 tr/min (77.2 kW)
- Drehmoment
- 107.9 Nm @ 6300 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 104 x 73,6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 63 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- cadre tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 76 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 298 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 298 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 150/80-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 680.00 mm
- Tankinhalt
- 13.00 L
- Gewicht
- 252.00 kg
- Trockengewicht
- 243.00 kg
- Neupreis
- 15 690 €
Übersicht
Zehn Jahre lang eine funktionierende Formel unangetastet lassen, dann alles auf einmal umkrempeln. Indian hat sich mit der Scout Zeit gelassen – vielleicht zu viel Zeit, wie manche meinen – doch das Ergebnis dieser vollständigen Überarbeitung verdient ernsthafte Beachtung.

Die Silhouette bleibt auf den ersten Blick erkennbar. Die gestreckten Proportionen, die üppigen Schutzbleche, die nach vorne gespannte Linie: man befindet sich klar im Scout-Territorium. Dennoch hat sich etwas verändert. Der 60°-V-Twin, der als Herzstück der Maschine thront, hat seine kantigen, skulpturalen Formen zugunsten deutlich gefälligerer Rundungen aufgegeben. Die Auspuffanlage, nun in einem einzigen, deutlich massiveren Sammler vereint als die früheren Tommy-Gun-Schalldämpfer, trägt zu diesem konsensorientierten Erscheinungsbild bei. Indian wollte offensichtlich einen Motor, auf den man weniger schaut und den man mehr benutzt.
Der SpeedPlus kommt auf 1250 cm³, was einer um 5 mm vergrößerten Bohrung gegenüber dem alten 1133er entspricht. Das Ergebnis auf dem Papier ist überzeugend: 105 PS bei 7.250 U/min und 107,9 Nm bei 6.300 U/min. Für einen amerikanischen V-Twin ist dieser nahezu quadratische Charakter fast schon subversiv. Das auf 12,5:1 erhöhte Verdichtungsverhältnis bestätigt, dass Indian mit diesem Motor keine Kompromisse eingegangen ist. Die andere wichtige strukturelle Änderung betrifft den Rahmen. Das alte, von der Victory Octane übernommene Aluminium weicht einem klassischen Stahlrohrrahmen, ergänzt durch Speichenräder, die die bewusste Hinwendung zum Vintage-Stil unterstreichen. Ein Motorrad, das sich leichter personalisieren lässt und Custom-Werkstätten weniger vor Herausforderungen stellt.
Am Fahrwerk gibt es nichts Revolutionäres. Die Telegabel mit 41 mm Durchmesser und 120 mm Federweg erfüllt ihren Zweck, die beiden Hinterradstößdämpfer mit 76 mm Federweg leisten das Nötigste. Die Bremsen – eine 298-mm-Scheibe auf beiden Seiten mit schlichten Bremssätteln – werden Liebhaber von Biss nicht begeistern. Die Reifen in den Größen 130/90-16 und 150/80-16 behalten das 16-Zoll-Format bei, und die Sitzbankhöhe von 680 mm bleibt trotz einiger gewonnener Zentimeter gegenüber der Vorgängerversion sehr zugänglich. Die 252 kg im vollgetankten Zustand entsprechen dem Segmentdurchschnitt, ohne als Verkaufsargument zu taugen.

Deutliche Abzüge verdient Indian bei der Serienausstattung. Für ein Motorrad ohne Fahrmodi, ohne Traktionskontrolle und ohne Farbdisplay in der Grundausstattung 15.690 Euro aufzurufen ist 2025 schwer zu rechtfertigen. Eine Honda CB750 Hornet, zum halben Preis, bringt mehr Elektronik ab Werk mit. Die Fahrmodi gibt es erst mit der Limited-Ausstattung für 16.690 Euro, und für das 10-cm-Ride-Command-Display, Navigation, schlüssellosen Start und A2-Kompatibilität sind nochmals 1.300 Euro fällig. Indian strukturiert seine Modellpalette wie ein Softwarehersteller mit obligatorischen DLCs – das verärgert. Das Zielpublikum dieser Scout, ein erfahrener Fahrer, der einen vielseitigen und individualisierbaren Custom-Cruiser sucht und keine Sportmaschine, hätte für dieses Budget eine bessere Grundausstattung verdient.

Die 1250 Scout Classic ist Teil einer Familie, die inzwischen fünf Varianten umfasst, von der Bobber bis zur Scout 101 mit 111 PS. Diese Modellarchitektur ist stimmig und deckt ein breites Nutzungsspektrum ab. Die Classic nimmt die Rolle des Einstiegs in diese Welt ein, mit dem gesamten Indian-Zubehörkatalog zur individuellen Gestaltung. Das ist ihre wahre Stärke: eine solide Basis, ein Motor, der endlich dem Markenanspruch gerecht wird, und eine bewahrte visuelle Identität. Es bleibt an Indian, seine Preispolitik bei der Elektronikausstattung zu überdenken, wenn die Marke wirklich über ihre treue Stammkundschaft hinaus überzeugen will.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Jantes à rayon
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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