Schlüsselleistung
Technische Daten
- Kraftstoffsystem
- Injection PGM-FI Ø 40 mm → Injection PGM-FI
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 45 mm, déb : 122 mm → Fourche téléhydraulique Ø 45 mm, déb : 140 mm
- Neupreis
- 23 299 € → 23 990 €
Motor
- Hubraum
- 1832 cc
- Leistung
- 118.0 ch @ 5500 tr/min (86.8 kW)
- Drehmoment
- 166.7 Nm @ 4000 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 9.8:1
- Bohrung × Hub
- 74 x 71 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection PGM-FI
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre alu, type Diamant
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 45 mm, déb : 140 mm
- Hinterradaufhängung
- monobras Pro-Arm mono-amortisseur Pro-link, déb : 105 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 296 mm, étrier 3 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 316 mm, étrier 3 pistons
- Vorderreifen
- 130/70-18
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/60-17
- Hinterreifendruck
- 2.80 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 725.00 mm
- Tankinhalt
- 25.00 L
- Gewicht
- 384.00 kg
- Neupreis
- 23 990 €
Übersicht
Wer hätte gedacht, dass man eine Goldwing auf Diät setzen und ihr das Flair eines amerikanischen Baggers verleihen kann? Honda hat es 2013 mit der GL 1800 F6B getan, einer abgespeckten Version seiner Grand-Touring-Königin, zugeschnitten auf Liebhaber von stilvollem Cruising ohne den Dampfer-Charakter. Das Konzept ist einfach: Man nimmt die mechanische Basis und den Rahmen der klassischen Goldwing, entfernt alles, was nicht unbedingt nötig ist, und kleidet das Ergebnis in ein dunkles Gewand mit Custom-Akzenten. Auf dem Papier wirkt die Idee fast wie ein Sakrileg. In der Praxis bedient sie eine echte Nachfrage von jenseits des Atlantiks, wo der Bagger zu einer eigenständigen Gattung geworden ist.

Die Schlankheitskur ist ernst gemeint. Weg sind die große Windschutzscheibe, das Topcase, die beheizte Sitzbank, der Rückwärtsgang, die automatische Blinkerrückstellung sowie die Optionen für GPS und Airbag. Der Beifahrer verliert seinen Sessel und die Original-Fußrasten zugunsten kompakterer, spezifischer Ausstattung. Ergebnis: 28 kg weniger auf der Waage, was das Gesamtgewicht auf 384 kg vollgetankt bringt. Man bewegt sich weiterhin in stattlichen Dimensionen, niemand wird sie mit einer Sportster verwechseln, doch die Silhouette gewinnt an Dynamik. Ein kleines Windschild ziert die Lampenmaske, ein Paar Seitenkoffer sichert das Minimum für die Reise, und das Audiosystem mit USB- und MP3-Kompatibilität bleibt an Bord. Der Preis folgt derselben Abspeck-Logik: Mit 23 990 Euro positioniert sich die F6B rund 6 000 Euro unter ihrer großen Schwester, was ein nicht zu unterschätzendes Argument darstellt.
Das Herz der Maschine bleibt unangetastet, und genau hier spielt die F6B ihren besten Trumpf aus. Ihr Boxermotor mit sechs Zylindern und 1832 cm3 Hubraum leistet 118 PS bei 5 500 U/min und vor allem 167 Nm Drehmoment bereits ab 4 000 U/min. Zahlen, die die K 1600 von BMW mit ihren 160 PS nicht ins Schwitzen bringen, die aber im Sattel eine ganz andere Geschichte erzählen. Dieser Sechszylinder-Boxermotor bietet eine mechanische Geschmeidigkeit, die in dieser Kategorie niemand sonst im Programm hat. Der Schub ist linear, der Motor läuft in allen Drehzahlbereichen seidenweich, und das Fünfganggetriebe in Kombination mit dem Kardanantrieb garantiert einen sorgenfreien Betrieb. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h bestätigt, dass die F6B kein Sportmotorrad ist – aber diesen Anspruch hatte sie auch nie.
Beim Fahrwerk hat Honda gegenüber der Standard-Goldwing nichts verändert. Der Doppelrohr-Aluminiumrahmen in Diamantbauweise umschließt eine Teleskop-Hydraulikgabel mit 45 mm Standrohrdurchmesser und 140 mm Federweg, ausgestattet mit einem Anti-Dive-System. Am Heck arbeitet die Pro-Arm-Einarmschwinge mit einem Pro-Link-Federbein, das 105 mm Federweg bietet. Die Bremsanlage setzt auf ein kombiniertes ABS-System mit zwei 296-mm-Scheiben, die vorn von Dreikolben-Sätteln gepackt werden, sowie einer 316-mm-Scheibe hinten. Die niedrige Sitzbank auf nur 725 mm Höhe erleichtert die Manöver im Stand und gibt Fahrern mit durchschnittlicher Körpergröße Sicherheit. Der 25-Liter-Tank ermöglicht ordentliche Etappen ohne Reichweitenangst.
Die optische Identität unterscheidet die F6B klar von der klassischen Goldwing. Motor, Räder, Rahmen, Bugspoiler, Gabel und seitliche Sturzbügel tragen eine matt- oder hochglanzschwarze Oberfläche, die sich deutlich vom gewohnten Chrom der Baureihe absetzt. Spezifische Logos in den Verkleidungsflanken verleihen ihr einen eigenständigen Charakter. Die F6B richtet sich an Motorradfahrer, die die mechanische Raffinesse eines Honda-Boxersechszylinders wollen, ohne das Volumen und den Preis einer vollständigen Goldwing. Sie zielt auf Tourenfahrer, die Stil dem absoluten Komfort vorziehen, auf jene, die gelegentlich zu zweit fahren statt permanent als Gespann. Gegenüber der Harley-Davidson Street Glide oder der Indian Chieftain setzt sie ein einzigartiges Argument entgegen: die Raffinesse ihres Sechszylinders und ein Fahrwerk von typisch japanischer Präzision. Eine Nischenpositionierung, gewiss, aber eine mit vollem Selbstbewusstsein.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : Dual-CBS y ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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