Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 8.9 ch @ 7500 tr/min (6.5 kW) → 8.0 ch @ 7500 tr/min (6.5 kW)
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5:1 → 9.0:1
- Nockenwellen
- — → 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Carburettor. 20mm piston-valve carburetor → Injection. 22mm throttle bore
- Zündung
- Capacitor Discharge → Full Transistorized
- Starter
- Kick → Electric & kick
- Endantrieb
- Chain (final drive) → Chain (final drive)
- Kupplung
- — → Wet multi-plate
- Vorderradaufhängung
- 31mm telescopic fork → 31mm leading-axle fork
- Federweg vorne
- 275 mm (10.8 inches) → 150 mm (5.9 inches)
- Federweg hinten
- 282 mm (11.1 inches) → 140 mm (5.5 inches)
- Vorderradbremse
- Single disc. Hydraulic. → Single disc. Hydraulic.
- Vorderreifen
- 70/100-17 → 70/100-17
- Hinterreifen
- 90/100-14 → 90/100-14
- Sitzhöhe
- 735.00 mm → 739.00 mm
- Bodenfreiheit
- 219.00 mm → 211.00 mm
- Breite
- 740.00 mm → 739.00 mm
- Höhe
- 1010.00 mm → 1000.00 mm
- Tankinhalt
- 4.30 L → 3.79 L
- Neupreis
- — → 3 149 €
Motor
- Hubraum
- 125 cc
- Leistung
- 8.0 ch @ 7500 tr/min (6.5 kW)
- Drehmoment
- 10.2 Nm @ 4500 tr/min
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.0:1
- Bohrung × Hub
- 52.4 x 57.9 mm (2.1 x 2.3 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. 22mm throttle bore
- Steuerung
- Single Overhead Cams (SOHC)
- Zündung
- Full Transistorized
- Starter
- Electric & kick
Fahrwerk
- Rahmen
- Diamond, steel
- Getriebe
- 4-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet multi-plate
- Vorderradaufhängung
- 31mm leading-axle fork
- Hinterradaufhängung
- Pro-Link single-shock
- Federweg vorne
- 150 mm (5.9 inches)
- Federweg hinten
- 140 mm (5.5 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. Hydraulic.
- Hinterradbremse
- Expanding brake (drum brake)
- Vorderreifen
- 70/100-17
- Hinterreifen
- 90/100-14
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 739.00 mm
- Radstand
- 1219.00 mm
- Bodenfreiheit
- 211.00 mm
- Länge
- 1770.00 mm
- Breite
- 739.00 mm
- Höhe
- 1000.00 mm
- Tankinhalt
- 3.79 L
- Gewicht
- 88.00 kg
- Neupreis
- 3 149 €
Übersicht
Welches Zweirad schenkt man einem jungen Fahrer, der seine Stollen bereits auf einer 110er abgefahren hat und nach mehr Nervenkitzel in den Spurrillen verlangt? Honda antwortet mit der CRF125F, einer kleinen 4-Takt-Cross mit 124,9 cm³, die als Sprungbrett zu den höheren Hubraumklassen gedacht ist. Mit einem Preis von 3149 Euro zielt sie klar auf Jugendliche in der Entwicklung, aber auch auf kleingewachsene Erwachsene, die eine leichte Maschine suchen, um ohne Druck ins Gelände einzusteigen. Mit 88 kg fahrfertig bewegt man sich im Federgewicht-Bereich, und die Sitzhöhe von 739 mm bleibt auch für Beine erreichbar, die noch kräftig wachsen.

Unter der Verkleidung leistet der Einzylinder 8 PS bei 7500 U/min und ein Drehmoment von 10,2 Nm ab 4500 Touren. Auf dem Papier ist das bescheiden. In der Praxis ist es genau das, was man braucht, um den rechten Gasgriff dosieren zu lernen. Die elektronische Keihin-Einspritzung liefert ein sauberes Ansprechverhalten, ohne Lastwechselreaktionen, egal in welchem Drehzahlbereich. Keine böse Überraschung bei halbem Gas, kein Tritt beim Überfahren einer Kuppe. Das kurz übersetzte und gut gestufte 4-Gang-Getriebe passt perfekt zum Charakter des Aggregats: Man bleibt auf seine Linie konzentriert statt auf die Mechanik. Die Honda CRF125F ist kein 2-Takter, und das ist gewollt. Wo eine Yamaha YZ125 oder eine KTM 125 SX dank ihrer auf Wettbewerb ausgelegten 2-Takt-Motoren an die 110 km/h heranreichen, liegt die CRF bei etwa 90 bis 95 km/h am Begrenzer. Weniger schnell, gewiss, aber deutlich leichter zu zähmen. Die Honda-Zuverlässigkeit erledigt den Rest: einfache Wartung, zugänglicher Ölfilter, lächerlich niedriger Verbrauch – wobei der 3,79-Liter-Tank dennoch häufiges Nachtanken erfordert.
Der Diamantrahmen aus Stahl übernimmt die Philosophie der CRF 250R und 450R. Man findet jenen Kompromiss zwischen Steifigkeit und Flexibilität wieder, der die Maschine auf unebenem Gelände berechenbar hält. Die 31-mm-Gabel mit vorverlegter Achse schluckt Unebenheiten für dieses Preissegment ordentlich, und das Pro-Link-Federbein am Heck vervollständigt ein stimmiges Gesamtpaket. Das ist kein GP-Material, niemand behauptet das Gegenteil, aber für einen Fahrer in der Ausbildung flößt das Fahrwerk Vertrauen ein. Die Räder in 17 Zoll vorne und 14 Zoll hinten – in der Big-Wheel-Version – fördern Stabilität und das Überwinden von Hindernissen. Die Bremsanlage kombiniert eine hydraulische Scheibenbremse vorne mit einer Trommelbremse hinten. Die Trommel mag 2023 überraschen, doch auf einer Maschine, die zum Lernen bestimmt ist, verhindert ihre Dosierbarkeit ungewolltes Blockieren des Hinterrads.
Man schätzt einige durchdachte Details: den Elektrostarter mit zusätzlichem Kickstarter für schwierige Morgen, den einstellbaren Bremshebel zur Anpassung an die Handgröße sowie ein minimalistisches, in den Lenker integriertes Cockpit mit Reserveanzeige. Honda hat zudem den Metalltank im Rahmenunterzug geschützt – eine pragmatische Entscheidung, wenn man weiß, dass Stürze zur Lernkurve gehören. Die allgemeine Ergonomie mit breitem Lenker und geriffelten Griffen erleichtert die Handhabung für junge oder zierliche Staturen.
Gegenüber der Konkurrenz besetzt die Honda CRF125F eine ganz eigene Nische. Sie spielt nicht in der Liga der 125er-Wettbewerbs-Crosser – dafür ist sie zu zahm. Sie positioniert sich vielmehr als robustes Lernwerkzeug, als vernünftige Wahl für Eltern, die ihr Kind Fortschritte machen sehen wollen, ohne es in Gefahr zu bringen. Gebraucht findet man sie dank hoher Verkaufszahlen regelmäßig zu vernünftigen Preisen. Ihr größter Nachteil bleibt der kleine Tank, der die Reichweite bei längeren Enduro-Ausfahrten einschränkt. Ansonsten ist sie Honda durch und durch: zuverlässig, ohne Überraschungen, gebaut um länger zu halten als die Begeisterung eines Teenagers.
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