Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1803 cc
- Leistung
- 96.0 ch (70.6 kW)
- Drehmoment
- 135.0 Nm @ 4000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.2:1
- Bohrung × Hub
- 101.6 x 111.1 mm (4.0 x 4.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection. Electronic Sequential Port Fuel Injection (ESPFI)
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Mild steel, tubular frame; rectangular section backbone;
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Hydraulically actuated, 9-plate wet, with high performance spring
- Vorderradaufhängung
- 49 mm with dual-rate springs
- Hinterradaufhängung
- Fully covered, coil-over shock
- Federweg vorne
- 110 mm (4.3 inches)
- Federweg hinten
- 54 mm (2.1 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. 4-piston fixed
- Hinterradbremse
- Single disc. 2-piston floating
- Vorderreifen
- 130/90-B16
- Hinterreifen
- 180/70-B16
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 685.00 mm
- Radstand
- 1615.00 mm
- Bodenfreiheit
- 110.00 mm
- Länge
- 2310.00 mm
- Tankinhalt
- 18.80 L
- Gewicht
- 326.10 kg
- Trockengewicht
- 315.00 kg
- Neupreis
- 27 000 €
Übersicht
Was ist im Grunde eine Harley-Davidson CVO? Eine Stilübung, ein Ingenieursvergnügen oder einfach die auffälligste Version im Katalog? Nehmen wir dieses Fat Bob-Modell von 2010, mit einem Hubraum von 1803 cm3, und stellen Sie es neben einen japanischen Muscle Cruiser. Der Unterschied ist sofort erkennbar, und das nicht nur aufgrund des Tröpfchen-Tankes oder der übergroßen Reifen. Hier kauft man nicht einfach ein Motorrad, sondern erwirbt ein ganzes Folklore-Erlebnis. Der Twin Cam 110 CVO spuckt 96 Pferdestärken aus, eine Zahl, die einen Streckenrennfahrer auf einer 1000er Sportmaschine zum Schmunzeln bringt, aber sein Drehmoment von 135 Nm, das ab 4000 U/min verfügbar ist, ist ein heftiger, tief sitzender Schub, der Sie auf das Sitzpolster presst. Es ist dieses Gefühl, dieser viszerale und sonore Schub, nach dem Kenner suchen. Mit einem Gewicht von 326 kg vollgetankt ist sie nicht wendig, aber sie diktiert ihr eigenes Tempo: schwer im Leerlauf, wird sie flüssiger, sobald sie in Bewegung ist, getragen von dieser enormen Trägheit.

Geradezu im Hinblick auf dieses Gewicht gesprochen. Mehr als drei Zentner sind der Preis, den man für dieses massive Triebwerk und das ultra-robuste Aussehen zahlen muss. Der Bodenabstand von 110 mm erinnert daran, dass man keine engen Kurven erwarten sollte, und das Stahlrahmen, obwohl steif, ist nicht für chirurgische Präzision ausgelegt. Es ist eine Maschine, die mit Vorhersage und einem Hauch von Nonchalance gefahren wird, eine Kunst für sich. Die 49-mm-Vorderradaufhängung und der verdeckte Hinterradstoßdämpfer erledigen ihre Arbeit auf glattem Asphalt korrekt, aber wir müssen zugeben, dass der Komfort nicht die Stärke ist. Es geht um den Stil, um die Einstellung, nicht darum, hunderte von Autobahnkilometern ohne mit der Wimper zu zucken, abzuarbeiten. Die Bremsanlage mit ihren doppelten Scheiben vorne und den Vierkolben-Sätteln ist ehrlich, aber nicht erhaben, und entspricht der angegebenen Leistung.
Also, für wen ist dieses 27.000 Euro teure Schmuckstück gedacht? Eindeutig nicht für einen Anfänger oder einen Tourenfahrer, der reine Effizienz sucht. Der Fahrer des CVO Fat Bob ist ein Ästhet, ein Sammler, jemand, für den Details ebenso wichtig sind wie die Mechanik. Er will ein Einzelstück, das unter tausend erkennbar ist, mit der Garantie, dass dieser kolossale Motor diesen so charakteristischen Klang, dieses hypnotischen Boum-Boum-Geräusch, erzeugen wird. Es ist ein Motorrad für Innenstädte, in denen man sich zur Schau stellt, für Treffen von Eingeweihten, bei denen die Verarbeitung verglichen wird. Seine Höchstgeschwindigkeit von 201 km/h ist fast schon eine Anekdote; wichtig ist die Art und Weise, wie man dorthin kommt, mit diesem Gefühl von roher Kraft und diesem kompromisslosen Stil.
Im Vergleich zu einem Yamaha V-Max aus der gleichen Zeit, der nervöser und technischer ist, oder einem Honda VTX1800, der komfortabler und vielseitiger ist, trifft die Harley eine radikale Wahl. Sie setzt alles auf Emotionen, auf Identität, auch wenn sie ein paar Punkte auf dem technischen Datenblatt opfern muss. Ist das eine gute Wahl? Für einen Markenfahren, ja, ohne zu zögern. Für einen rationalen Motorradfahrer, der auf das Leistungsgewicht oder den Verbrauch schaut, wahrscheinlich nicht. Aber das CVO hat nie nach Rationalität gesucht. Es ist der ultimative Ausdruck eines Wunsches, eine Harley zu besitzen, die noch mehr aus der Reihe tanzt. Ein begehrenswertes Objekt, ganz einfach.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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