Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1868 cc
- Leistung
- 93.0 ch @ 5250 tr/min (68.4 kW)
- Drehmoment
- 157.9 Nm @ 3250 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 102 x 114 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche télescopique Ø 49 mm, déb : 117 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 54,60 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 130/60-19
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/55-18
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 690.00 mm
- Sitztyp
- Selle biplaces
- Tankinhalt
- 22.70 L
- Gewicht
- 375.00 kg
- Trockengewicht
- 359.00 kg
- Neupreis
- 31 290 €
Übersicht
Wer kauft 2022 noch einen Bagger für über 31.000 Euro? Leidenschaftliche Fahrer, Langstrecken-Tourenfahrer, Motorradfahrer, die mit Stil und Charakter im Sattel unterwegs sein wollen. Die Harley-Davidson Street Glide Special FLHXS zielt genau auf dieses Publikum ab, und sie tut es mit einer Selbstsicherheit, die Respekt einflößt. Unter ihrer Batwing-Verkleidung, hinter ihren Prodigy-Felgen in 19 und 18 Zoll, verbirgt sich eine Maschine, die sich weiterzuentwickeln wusste, ohne das zu verleugnen, was ihre Identität ausmacht. Schwarz dominiert, Chrom weicht zurück. Gabelrohre, Lenker, Spiegel, Motorabdeckungen, Hitzeschilde: alles wechselt auf die dunkle Seite. Gegenüber einer Indian Chieftain Dark Horse oder einer BMW R 18 B spielt die Street Glide Special die Karte der dunklen Eleganz und des selbstbewussten Temperaments.

Das Herz dieser FLHXS schlägt im Takt des Milwaukee Eight 114, eines 45-Grad-V-Twins mit 1868 cm3 Hubraum, der 93 PS bei 5250 U/min leistet. Nicht die nackte Leistungszahl beeindruckt, sondern das Drehmoment. 157,9 Nm bereits ab 3250 U/min – damit lässt sich diese Masse von 375 kg vollgetankt mühelos wieder beschleunigen. Die Zwischenspurts sind kraftvoll, der Motor schiebt kräftig im mittleren Drehzahlbereich, und das Sechsganggetriebe steckt die Gangwechsel mit einer Sanftheit weg, die die alten Twin Cam nie kannten. Die Ausgleichswelle hat einen Großteil der störenden Vibrationen im Leerlauf beseitigt, doch der V-Twin bewahrt seine akustische Signatur und seine charakteristischen Pulsationen. Man verwechselt dieses Grollen nicht mit dem eines bayerischen Boxermotors, so viel ist sicher.
Beim Fahrwerk umrahmt ein Stahlrohr-Doppelschleifenrahmen eine 49-mm-Telegabel und zwei Emulsions-Federbeine hinten. Der Federweg bleibt bescheiden – 117 mm vorne und gerade einmal 55 mm hinten –, doch die SDBV-Technologie der Gabel sorgt für eine akzeptable Dämpfung auf schlechten Straßen. Die niedrige Sitzbank auf 690 mm Höhe beruhigt kleinere Staturen und trägt zu dieser genretypischen Sitzposition bei – Arme gespreizt, Füße nach vorne. Die Bremsanlage setzt auf 300-mm-Scheiben an beiden Rädern mit Vierkolben-Bremssätteln, kombiniert und schräglagenabhängig. Hier zeigt sich die Moderne: Das RDRS-Fahrassistenzpaket umfasst ein Kurven-ABS, eine Traktionskontrolle mit zwei Modi, eine Anti-Hopping-Kupplung und einen Berganfahrassistenten. Bei einer Maschine dieses Kalibers sind diese Assistenzsysteme kein Luxus.

Die Bordausstattung verdient besondere Aufmerksamkeit. Der 6,5-Zoll-Touchscreen integriert GPS-Navigation, Apple-CarPlay-Kompatibilität, Bluetooth und Spracherkennung. Das Boom Box GTS-System reagiert schnell, berechnet Routen ohne übermäßige Verzögerung und gibt den Sound mit 25 Watt pro Kanal wieder. Die H-D-Connect-App verbindet das Motorrad mit dem Smartphone, um den Standort zu verfolgen, den Kraftstoffstand zu überwachen oder bei verdächtigen Bewegungen eine Warnung zu erhalten. Der Daymaker-LED-Scheinwerfer, der Tempomat und die Koffer mit Schnellöffnung vervollständigen einen Ausstattungskatalog, der den Preisunterschied zur Standard-Street Glide teilweise rechtfertigt.

Bleibt die Preisfrage. Mit 31.290 Euro positioniert sich die Street Glide Special FLHXS im oberen Bereich des Bagger-Segments, gegenüber Konkurrentinnen, die teilweise besser gefedert oder leichter sind. Ihre Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h, ihr 22,7-Liter-Tank schränkt die Autobahnreichweite etwas ein, und die hinteren Federelemente bieten zu wenig Federweg, um schlechte Straßen auf langen Strecken komfortabel zu bewältigen. Doch sie ist kein GT im europäischen Sinne. Sie ist ein Cruiser im Reisegewand, ein Objekt der Begierde ebenso wie ein Fahrzeug für die Straße. Für den Motorradfahrer, der eine starke visuelle Präsenz, ein großzügiges Drehmoment und moderne Konnektivität in amerikanischem Stilgewand sucht, können nur wenige Maschinen mit diesem Angebot mithalten. Sie wird nicht jedem gefallen, und genau das ist ihre Stärke.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de serie
- Bluetooth
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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