Schlüsselleistung
Technische Daten
- Drehmoment
- 146.1 Nm @ 4000 tr/min → 135.3 Nm @ 3000 tr/min
- Verdichtungsverhältnis
- 9.6 : 1 → 9.5 : 1
- Neupreis
- 21 390 € → 20 890 €
Motor
- Hubraum
- 1801 cc
- Leistung
- 93.0 ch @ 5010 tr/min (68.4 kW)
- Drehmoment
- 135.3 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 101.6 x 111.1 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- tubulaire en acier, poutre principale rectangulaire
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- fourche téléscopique Ø 41.3 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Monoamortisseur horizontal masqué, déb : 80 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 650.00 mm
- Tankinhalt
- 18.90 L
- Gewicht
- 321.00 kg
- Trockengewicht
- 308.00 kg
- Neupreis
- 20 890 €
Übersicht
Was treibt Harley-Davidson dazu, seinen größten Zweizylinder in den Rahmen seines puristischsten Bobbers zu verpflanzen? Die Antwort liegt in einem einzigen Buchstaben: S. 2016 begründet der Softail Slim S zusammen mit dem Fat Boy S eine neue Linie bei Milwaukee – die der Modelle, die vom Twin Cam 110 Screamin' Eagle befeuert werden. Ein V-Twin mit 1801 cm3, der bis dahin ausschließlich den äußerst kostspieligen CVO-Sonderserien vorbehalten war. Das ändert die Spielregeln.

Das Prinzip ist einfach: die militärische Silhouette des Slim, inspiriert von den Harleys des Zweiten Weltkriegs, nehmen und ihr ein Hot-Rod-Herz einpflanzen. Das Ergebnis sind 93 PS bei 5010 U/min und vor allem 135 Nm Drehmoment, die bereits ab 3000 Touren bereitstehen. Auf dem Papier wirkt der Zugewinn gegenüber dem 1690er des Standard-Slim bescheiden, kaum ein paar Newtonmeter mehr. Doch der Unterschied zeigt sich im Charakter des Vortriebs. Dieser große 45-Grad-Twin, mit zwei Ventilen pro Zylinder, einer Bohrung von 101,6 mm und einem Hub von 111,1 mm, entfaltet seine Kraft mit einer satten Fülle, einem trägen Durchzug, der perfekt zum Cruiser-Temperament der Maschine passt. Der Fat Boy S, sein Serienverwandter, erbt ein geringfügig höheres Drehmoment, bringt aber auch zwölf Kilogramm mehr auf die Waage. Der Slim S begnügt sich mit 321 kg vollgetankt. In der Harley-Welt ist das beinahe ein Leichtgewicht.
Beim Fahrwerk gibt es keine Revolution. Der Stahlrohrrahmen im Hardtail-Stil trägt vorn eine 41,3-mm-Gabel mit 130 mm Federweg und hinten einen horizontalen Monodämpfer, der unter dem Sitz verborgen ist und auf 80 mm begrenzt bleibt. Die Bremsanlage setzt auf eine 300-mm-Scheibe mit Vierkolben-Bremssattel vorn und eine 292-mm-Scheibe mit Zweikolben-Sattel hinten. Ausreichend, um die Masse zu verzögern, mehr nicht. Der tiefe Sitz thront in nur 650 mm Höhe über dem Boden und pflanzt die Stiefel fest auf den Asphalt. Der 18,9-Liter-Tank erfordert regelmäßige Tankstopps, besonders wenn die rechte Hand gierig zupackt. Die Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h erinnert daran, dass man hier nicht auf einem Sportler sitzt – und niemand wird sich darüber beschweren.
Was den Slim S wirklich von seinem Standardbruder unterscheidet, ist die ästhetische Behandlung. Das Chrom ist verschwunden, ersetzt durch Hochglanzschwarz am gesamten Motorrad. Die doppelten Shotgun-Auspuffrohre tauchen in denselben dunklen Farbton ein. Das Screamin'-Eagle-Emblem thront auf den Zylinderköpfen wie ein Wappen mechanischer Legitimität. Das Gesamtbild strahlt eine kompakte, gedrungene, fast bedrohliche Präsenz aus. Ein Bobber, der die Dark-Custom-Karte spielt, ohne in eine Überflutung von Zubehör zu verfallen. Der serienmäßige Tempomat bringt einen unerwarteten Hauch von Komfort auf langen Geraden – eine Erinnerung daran, dass diese Harley sich unter der rauen Fassade auch zivilisiert geben kann.
Zum Preis von 20 890 Euro richtet sich der Softail Slim S an eine klar definierte Kundschaft. Liebhaber amerikanischer Custom-Kultur, die das Prestige des großen Twins wollen, ohne den Umweg über die CVO-Reihe mit ihren stratosphärischen Preisen nehmen zu müssen. Er ist weder ein Tourer noch eine Canyon-Maschine. Er ist ein Attitude-Cruiser, gemacht für Sonntagsausfahrten und Treffen, bei denen der Sound des V-Twins ebenso zählt wie das Ziel. Gegenüber einer Indian Scout Bobber oder einer Victory Octane spielt der Slim S eine andere Partitur – schwerer, demonstrativer, entschieden Old School. Er versucht nicht, durch reine Leistung zu überzeugen, sondern durch Charakter. Und auf diesem Terrain hat er wenige Rivalen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!