Schlüsselleistung

93 ch
Leistung
🔧
1801 cc
Hubraum
⚖️
321 kg
Gewicht
🏎️
170 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
650 mm
Sitzhöhe
18.9 L
Tankinhalt
💰
21 390 €
Neupreis
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Technische Daten

Changements 2016 2017
Drehmoment
135.3 Nm @ 3000 tr/min 146.1 Nm @ 4000 tr/min
Verdichtungsverhältnis
9.5 : 1 9.6 : 1
Neupreis
20 890 € 21 390 €

Motor

Hubraum
1801 cc
Leistung
93.0 ch @ 5010 tr/min (68.4 kW)
Drehmoment
146.1 Nm @ 4000 tr/min
Motortyp
Bicylindre en V à 45°, 4 temps
Kühlung
par air
Verdichtungsverhältnis
9.6 : 1
Bohrung × Hub
101.6 x 111.1 mm
Ventile/Zylinder
2
Nockenwellen
2 ACT
Kraftstoffsystem
Injection

Fahrwerk

Rahmen
tubulaire en acier, poutre principale rectangulaire
Getriebe
boîte à 6 rapports
Endantrieb
Courroie
Vorderradaufhängung
fourche téléscopique Ø 41.3 mm, déb : 130 mm
Hinterradaufhängung
Monoamortisseur horizontal masqué, déb : 80 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 2 pistons
Vorderreifendruck
2.48 bar
Hinterreifendruck
2.76 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
650.00 mm
Tankinhalt
18.90 L
Gewicht
321.00 kg
Trockengewicht
308.00 kg
Neupreis
21 390 €

Übersicht

Was treibt Harley-Davidson dazu, seinen größten Zweizylinder in den Rahmen seines puristischsten Bobbers zu verpflanzen? Die Antwort liegt in einem einzigen Buchstaben: S. Mit der Softail Slim S des Jahrgangs 2017 überschreitet Milwaukee eine Schwelle und öffnet die Schleusen des Twin Cam 110, eines V-Twins mit 1801 cm3 Hubraum, der bis dahin den CVO-Serien vorbehalten war – jenen Luxusmodellen in limitierter Auflage. Das Ergebnis: 93 PS bei 5010 U/min und vor allem 146 Nm Drehmoment, die bereits ab 4000 Touren anliegen. Das entspricht einem Zugewinn von 21 Nm gegenüber dem 1690er-Aggregat der Standard-Slim. Bei einer Maschine, die dafür gemacht ist, in dumpfem Grollen dahinzurollen, verändert diese zusätzliche Kraft die Spielregeln. Jedes Beschleunigen wird zum Ereignis, jeder Gasstoß eine Erinnerung daran, dass dieser Twin Leistungsreserven im Überfluss bereithält.

Harley-Davidson 1800 SOFTAIL SLIM S FLSS

Die Slim S teilt sich mit der Fat Boy S die Ehre, diese „S Series"-Familie bei Harley einzuläuten. Doch wo die Fat Boy den aufgepumpten Wrestler gibt, pflegt die Slim eine schlanke, fast militärische Silhouette. Der Stahlrohrrahmen imitiert die Linien eines Hardtails, der niedrige Sattel auf 650 mm Höhe drückt den Fahrer regelrecht auf den Asphalt, und der Hollywood-Lenker lädt dazu ein, mit ausgestreckten Armen und erhobenem Kinn zu fahren. Mit 321 kg fahrfertig und einem 18,9-Liter-Tank wird man nicht die Agilität einer Bonneville Bobber beanspruchen können. Doch Triumph bietet weder dasselbe tiefe Grollen noch dieselben Vibrationen in den Griffen. Die Slim S steht zu ihrer Masse und trägt sie mit einer Selbstsicherheit, die nur wenige Customs auf diesem Niveau an Purismus erreichen.

Was die Optik betrifft, hat die S-Version sämtliche Chromteile gegen eine schwarz-glänzende Behandlung getauscht, die die Linie erheblich verhärtet. Die Shotgun-Doppelauspuffanlage verschwindet in dieser dunklen Erscheinung, die Zylinderköpfe tragen das Screamin' Eagle-Emblem wie ein Leistungszertifikat, und das Gesamtbild strahlt an der roten Ampel eine einschüchternde Präsenz aus. Es ist eine radikale Entscheidung, die diese Harley von den Klischees blitzender Bagger entfernt und sie einem roheren, stärker vom Hot-Rod geprägten Universum annähert. Die direkte Konkurrenz, etwa eine Indian Scout Bobber, setzt stärker auf die Karte der technischen Raffinesse mit ihrem flüssigkeitsgekühlten V-Twin. Die Slim S hingegen bleibt der Luftkühlung treu, den zwei Ventilen pro Zylinder und einem Verdichtungsverhältnis von 9,6:1. Mechanik alter Schule – selbstbewusst und mit Überzeugung vertreten.

Auf der Straße bietet die 41,3-mm-Telegabel 130 mm Federweg, während der hintere Monodämpfer, unter dem Rahmen versteckt, um die Hardtail-Linie zu wahren, sich mit 80 mm begnügt. Das bedeutet, dass die Hinterradfederung nur das absolute Minimum filtert und schlechte Straßen sich schnell in Erinnerung rufen. Die Bremsanlage stützt sich auf eine 300-mm-Scheibe vorn, die von einem Vierkolben-Sattel gepackt wird, und eine 292-mm-Scheibe hinten. Ausreichend, um das Tier zu verzögern, mehr nicht. Das Sechsganggetriebe und der Riemenantrieb vervollständigen ein mechanisches Gesamtpaket ohne Überraschungen, aber bewährt. Der serienmäßige Tempomat macht lange Geraden angenehmer und bestätigt, dass diese Maschine vor allem auf entspanntes Cruising abzielt, unterbrochen von kraftvollen Zwischenspurts, wenn die Lust danach aufkommt.

Mit 21 390 Euro richtet sich die Slim S an eine klar definierte Zielgruppe: Liebhaber amerikanischer Custom-Kultur, die den großen Twin wollen, ohne den Umweg über die CVO-Reihe und deren astronomische Preise nehmen zu müssen. Sie ist weder eine Anfängermaschine noch ein Rennstrecken-Werkzeug und auch kein Tourer. Sie ist ein Bobber mit Charakter, geschaffen für Sonntagsausfahrten, bei denen das Vergnügen am Klang des Motors gemessen wird und nicht an der Stoppuhr. Mit ihren 170 km/h Höchstgeschwindigkeit wird niemand Geschwindigkeitsrekorde brechen. Aber darum geht es auch nicht. Die Slim S verkauft eine Attitüde, einen Look, eine akustische Signatur. Und auf diesem Terrain können nur wenige Rivalinnen ernsthaft mithalten.

Serienausstattung

  • Assistance au freinage : ABS

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.29 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.46 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
50.9 ch/L
In der Kategorie Custom / cruiser · Hubraum 901-3602cc (2781 verglichene Motorräder)
Leistung 92 ch Top 37%
49 ch Median 80 ch 152 ch
Gewicht 321 kg Leichter als 38%
240 kg Median 307 kg 380 kg
L/G-Verhältnis 0.29 ch/kg Top 35%
0.18 Median 0.26 0.51 ch/kg

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