Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1198 cc
- Leistung
- 200.0 ch @ 11500 tr/min (146.0 kW)
- Drehmoment
- 134.0 Nm @ 10200 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5:1
- Bohrung × Hub
- 106.0 x 67.9 mm (4.2 x 2.7 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. 53mm throttle bodies with full Ride by Wire
- Steuerung
- Desmodromic valve control
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Monocoque in magnesium alloy
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Light action, wet, multiplate clutch with hydraulic control. Self-servo action on drive, slipper action on over-run.
- Vorderradaufhängung
- Fully adjustable 43mm USD Öhlins FL 916 fork with TiN treatment, billet fork bottoms and lightweight stress-optimized outer tubes
- Hinterradaufhängung
- Fully adjustable single Öhlins TTX36 shock with titanium spring, with linkage adjustable between progressive/flat. Aluminium single-sided swingarm. Adjustable swingarm pivot.
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 130 mm (5.1 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Floating discs. Four-piston calipers. Radially mounted.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. Floating disc. Two-piston calipers.
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Hinterreifen
- 200/55-ZR17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 830.00 mm
- Radstand
- 1511.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 177.00 kg
- Trockengewicht
- 155.00 kg
- Neupreis
- 65 000 €
Übersicht
Stell dir einen Moment vor, du betrittst eine Vertretung, unterschreibst einen Scheck mit fünf Stellen und fährst mit einem Motorrad davon, das leichter ist als ein MotoGP-Prototyp der damaligen Zeit? Das ist jedoch das waghalsige Versprechen, das Ducati mit der 1199 Superleggera ausspricht, einer Maschine, die nicht in einer Fabrik, sondern in einem alchemistischen Labor entstanden ist, wo die Größe des Wahnsinns mit der Strenge des Wettbewerbs verschmolzen wird. Hier spricht man nicht mehr von einer Konzession, sondern von einer Zuteilung, die auf 500 Exemplare begrenzt ist. Für diesen Preis kauft man kein Fahrzeug, sondern erwirbt ein technologisches Manifest.

Im Herzen dieser Raserei erfährt der legendäre Superquadro-Twin eine extreme Verjüngungskur. Es werden Titanventile am Auspuff, SBK-Kolben mit verkürzten Röcken und eine Kurbelwelle mit Wolfram-Einsätzen vergraft. Das Ergebnis? Eine Leistung von 200 PS bei 11.500 U/min, fünf PS mehr als die Panigale R, für ein Drehmoment, das auf 134 Nm explodiert. Aber die wahre Magie der Ducati 1199 Superleggera liegt in ihrer krankhaften Besessenheit von der Jagd nach Gramm. Das Monocoque-Chassis, das bereits eine Besonderheit ist, wird von Aluminium zu Magnesium überführt. Der Heckrahmen ist ein selbsttragendes Karbonteil, das weniger als ein Kilo wiegt, eine Premiere in einer Serie. Sogar die Marchesini-Felgen sind aus dieser leichten Legierung geschmiedet. Jedes Bauteil, von der Lithium-Ionen-Batterie bis zur Titan-Auspuffanlage, wird geprüft, gewogen und durch seine exklusivste Version ersetzt. Das Trockengewicht sinkt auf 155 kg, eine Leistung, die viele engagierte Teilnehmer der Motorrad-Weltmeisterschaft neidisch machen würde.
Auf dem Papier sind die Zahlen schwindelerregend. Aber auf dem Asphalt ist es ein brutales sensorisches Erlebnis. Die Öhlins FL916-Gabel und der TTX36-Dämpfer mit Titanfeder bieten eine chirurgisch präzise Abstimmung. Die Bremsanlage, die an Brembo M50-Sättel übertragen wird, hat eine einschüchternde Kraft. Auch die Elektronik lässt sich nicht fehlen, mit einer neu kalibrierten Traktionskontrolle, einem Anti-Wheelie und einem sportlichen ABS der neuesten Generation. All das, um zu sagen, dass dieses Motorrad, trotz seines astronomischen Preises von 65.000 Euro, durchaus in der Lage ist, auf der Straße zu fahren. Aber seien wir ehrlich, es wäre ein Sakrileg, es auf gewöhnlichem Asphalt zu zwingen. Sein natürliches Element ist die Rennstrecke, wo das mitgelieferte Rennkit (Akrapovic-Auspuff, hohe Scheibe) seine letzten Pferde freisetzt und die letzten Kilos abträgt, und mit 205 PS bei etwa 152 kg flirtet.

Wer ist der Kunde dieses mechanischen Kunstwerks? Sicher nicht der durchschnittliche Motorradfahrer. Die Ducati 1199 Superleggera richtet sich an den informierten Sammler, den wohlhabenden Streckenrennfahrer, für den das Preis-Leistungs-Verhältnis keine Bedeutung hat, oder den Ästheten, der in ihr die Verwirklichung eines Ingenieur-Traums sieht. Im Vergleich zu einer BMW S1000RR oder einer Aprilia RSV4 spielt sie nicht in der gleichen Kategorie, oder sogar im gleichen Universum. Sie ist teurer, exklusiver und radikaler. Sie ist nicht ohne Mängel: Ihr Preis ist eine unüberwindbare Barriere, ihr Komfort ist ein abstraktes Konzept und ihre tägliche Nutzung ist absurd. Aber sie wurde einfach nicht dafür konzipiert. Es ist eine Stilübung, die bis zum Paroxysmus getrieben wurde, eine technologische Vitrine, die die Grenzen dessen verschiebt, was in Serie möglich ist. Ein Motorrad, das sich nicht verkauft, sondern eine Legende wird.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : Bosch 9ME sport ABS as standard
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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