Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 996 cc
- Leistung
- 121.0 ch @ 8750 tr/min (89.0 kW)
- Drehmoment
- 103.0 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 98 x 66 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 50 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en tube d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 21.00 L
- Gewicht
- 233.00 kg
- Trockengewicht
- 206.00 kg
- Neupreis
- 13 195 €
Übersicht
Man erinnert sich an die Zeit, als Ducati, um den Markt für sportliche Tourenmotorräder zu erobern, seine ST-Modelle wie Elite-Soldaten aufrief. Die ST4 S von 2005 war hier die Flaggschiff-Maschine, ein Kompromiss-Tier mit langen Zähnen. Stellen Sie sich einen 996 cm³-Motor vor, den legendären L-Twin der 916, eingebettet in einen Fachwerkkasten, der mit Reiseverkleidungen versehen ist. Mit 121 PS bei 8750 U/min und einem Drehmoment von 103 Nm kündigen die Zahlen die Farbe an: man ist weit entfernt vom sanften Tourenmotorrad. Dieser Motor, weniger weich als der 1000 DS der ST3, erfordert Engagement. Man muss ihn ab 5000 Touren zum Klingen bringen, wo er seine wahre Natur entfaltet, etwas brutal, aber terriblement aufregend.

Das Fahrwerkskonzept ist auf reine Leistung ausgelegt. Eine 43-mm-Telegabel und ein einzelner Öhlins-Dämpfer, beide einstellbar, bieten einen Federweg von 130 mm. Die Bremsanlage mit ihren doppelten 320-mm-Scheiben an der Vorderachse, die von Vierkolben-Sätteln angezogen werden, ist von beißender Effizienz, obwohl sie nicht über ABS verfügt. Im Stillstand zeigt die Maschine 233 kg vollgetankt, eine Masse, die sich in langsamen Manövern bemerkbar macht, sich aber einmal in Bewegung aufgelöst. Der 21-Liter-Tank und der Sitz in 820 mm Höhe versprechen Reichweite und relative Erreichbarkeit, täuschen aber nicht darüber hinweg: dieses Machine ist kein einfaches Fortbewegungsmittel.
Im Vergleich zur ST3, die erschwinglicher und vielseitiger mit ihrem umgestellten Motor ist, positioniert sich die ST4 S klar für den erfahrenen Fahrer, der auf kurvenreichen Straßen kein sportliches Können missen möchte. Im Vergleich zu einem Konkurrenten wie dem Honda VFR800 der damaligen Zeit, der flüssiger und zuverlässiger ist, setzt Ducati auf rohe Emotionen und Charakter. Sie ist weniger einfach zu handhaben, anspruchsvoller, bietet aber eine sensorische Belohnung, die japanische Motorräder nicht bieten können. Ihre Steifigkeit und Präzision in Kurven sind vorbildlich, obwohl ihr thermidorischer Motor eine aufmerksame Gassteuerung erfordert.
Welche Zielgruppe? Der erfahrene Sport-Tourenfahrer, der lange Autobahnstrecken zurücklegt, um Pässe zu erklimmen, und der ein gewisses Temperament im Austausch für eine einzigartige mechanische Verbindung akzeptiert. Zu einem Preis von über 13000 Euro war sie nicht billig, rechtfertigte aber ihren Preis durch eine sorgfältige Verarbeitung und hochwertige Komponenten. Heute repräsentiert sie ein Charakter-Angebot in der Welt der Tourenmotorräder, einen kühnen Kompromiss zwischen Reise und Strecke, der sich weigert, sich in der Masse zu verlieren. Es ist eine Maschine, die nicht nachgibt, aber die, sobald man sie gezähmt hat, einen Schauer verursacht, den nur wenige ihrer Zeitgenossen erreichen können.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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