Schlüsselleistung

113 ch
Leistung
🔧
996 cc
Hubraum
⚖️
193 kg
Gewicht
🏎️
240 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
800 mm
Sitzhöhe
15.0 L
Tankinhalt
💰
12 495 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
996 cc
Leistung
113.0 ch @ 8750 tr/min (82.5 kW)
Drehmoment
95.5 Nm @ 7000 tr/min
Motortyp
V2, four-stroke
Kühlung
Liquid
Verdichtungsverhältnis
11.6:1
Bohrung × Hub
98.0 x 66.0 mm (3.9 x 2.6 inches)
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
2 ACT
Kraftstoffsystem
Injection
Steuerung
Desmodromic valve control

Fahrwerk

Rahmen
Tubular steel trellis
Getriebe
6-speed
Endantrieb
Chain   (final drive)
Vorderradaufhängung
Showa 43 mm fully adjustable upside-down fork with TiN surface treatment
Hinterradaufhängung
Progressive linkage with Showa fully adjustable monoshock. Aluminium single-sided swingarm
Federweg vorne
130 mm (5.1 inches)
Federweg hinten
148 mm (5.8 inches)

Bremsen

Vorderradbremse
Double disc
Hinterradbremse
Single disc
Vorderreifen
120/70-ZR17
Hinterreifen
180/55-ZR17

Abmessungen

Sitzhöhe
800.00 mm
Radstand
1440.00 mm
Länge
2121.00 mm
Höhe
1222.00 mm
Tankinhalt
15.00 L
Gewicht
193.00 kg
Trockengewicht
193.00 kg
Neupreis
12 495 €

Übersicht

Vor einem Jahrzehnt wurde der Roadster von einem Tier mit entblößter Silhouette aus der Bahn geworfen. Ducati hatte mit seinem Monster 900 einen Sprengstoff gelegt. Aber bei den Italienern reicht eine gute Idee nie aus, man muss sie zwanghaft machen. Deshalb wurde das Herz einer 916 eingepflanzt, was zur Monster S4 führte. Und dann, als ob man jede Logik herausfordern wollte, wurde noch einen Schritt weitergegangen. So entstand 2004 die S4 R, ein Tier, das alles andere als ein Spielzeug ist: Man installierte ihr schlichtweg das 996 cm³ V2-Aggregat, das der Superbike-Meisterschaften gehörte, den Motor, der unter Fogarty heulte. Das Ergebnis? Ein Roadster, der nur so heißt, aber dessen Seele reinrassig pistenorientiert ist.

Ducati Monster S4 R

Visuell fällt sie nicht auf. Der einteilige Aluminium-Schwingarm, geerbt von der 900 MH, ist ein Kunstwerk der Mechanik. Die beiden angehobenen, angrenzenden Auspufftöpfe verleihen ihr eine aggressive Haltung. Der einzige ästhetische Wermutstropfen ist der voluminöse Katalysator, der die reine Linie verunstaltet. Aber das Wesentliche liegt unter dem Tank: dieses 996 cm³ Twin ragt überall hervor und verspricht rohe Empfindungen. Mit 113 PS bei 8750 U/min und einem Drehmoment von 95,5 Nm sind die Zahlen aussagekräftig. Auf der Waage bringen die 193 kg vollgetankt sie nicht auf Federfüße, aber ihre Massenkonzentration und der Radstand von 1440 mm verleihen ihr eine überraschende Agilität in Kurven.

Auf kurvenreichen Straßen verhält sie sich wie ein Sportmotorrad im Verkleidungskleid. Die vollständig einstellbare Showa-Telegabel mit 43 mm Durchmesser und der progressive Einarm-Mono-Stoßdämpfer bieten ein präzises Fahrgefühl. Einmal in der Kurve, wünscht man sich jedoch etwas mehr Stabilität. Es ist keine schlecht platzierte Nervosität, sondern ein etwas zu lebhafter Charakter, der eine feste Hand erfordert. Das Tier ist nicht böse, es ist nur anspruchsvoll. Und wenn man Gas gibt, wird alles klar. Der V2-Motor liefert sein Drehmoment mit einer verheißungsvollen Großzügigkeit ab und explodiert dann in den oberen Drehzahlen mit einer Wut, die an das ursprüngliche 996 erinnert. Die Bremsanlage, die einem Brembo-System anvertraut ist, ist von exemplarischer Wirksamkeit und Progressivität, deutlich besser als die der Monster 1000 der damaligen Zeit.

Die Fahrposition ist typisch für Nake-Sportler: leicht nach vorne geneigt bietet der tiefe Lenker eine direkte Kontrolle. Aber es ist eine Italienerin, mit all ihren Reizen und Mängeln. Die Bedienelemente wurden weicher, außer der hydraulischen Kupplung, die notorisch hart bleibt, eine Erinnerung daran, dass der Komfort nicht Priorität hatte. Auf schnelleren Straßen offenbart die S4 R ihren wahren Charakter. Sie verschluckt den Asphalt mit einer beeindruckenden Endgeschwindigkeit und einer Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h, die keine Täuschung ist. Im Vergleich zu ihrer Schwester S4 ist sie deutlich böser, radikaler. Die Verarbeitung ist nicht außergewöhnlich, aber das ist nicht der Punkt. Zu einem Preis von fast 12.500 Euro damals kostete sie fast so viel wie ein reiner Sportmotorrad, bot aber ein viel aufregenderes und immersiveres Erlebnis.

Dieser Roadster ist eindeutig nicht für die Stadt oder den täglichen Gebrauch gemacht. Mit einem 15-Liter-Tank und einem Sitz in 800 mm Höhe richtet er sich an den sportlichen Tourenfahrer oder den Adrenalinjunkie, der die Aufregung eines Superbikes ohne extreme Position sucht. Im Vergleich zu Konkurrenten wie der Honda Hornet 900 oder der Yamaha FZ1, die kultivierter und vielseitiger sind, übernimmt die Monster S4 R voll und ganz ihre Rolle als Maschine für Liebhaber, anspruchsvoll, brutal und terribel charismatisch. Sie ist ein Verteiler reiner Emotionen, ein Konzentrat mechanischen Wahnsinns, das keine Gnade kennt, aber Ihnen Erinnerungen fürs Leben schenkt.

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.59 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.49 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
113.5 ch/L
In der Kategorie Naked bike · Hubraum 498-1992cc (3671 verglichene Motorräder)
Leistung 113 ch Top 36%
50 ch Median 99 ch 175 ch
Gewicht 193 kg Leichter als 85%
183 kg Median 211 kg 256 kg
L/G-Verhältnis 0.59 ch/kg Top 28%
0.24 Median 0.45 0.83 ch/kg

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