Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1285 cc
- Leistung
- 157.0 ch @ 10500 tr/min (149.6 kW)
- Drehmoment
- 144.6 Nm @ 8750 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.6:1
- Bohrung × Hub
- 116.0 x 60.8 mm (4.6 x 2.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Twin injectors per cylinder. Full ride-by-wire elliptical throttle bodies.
- Steuerung
- Desmodromic valve control
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Monocoque Aluminium
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Slipper and self-servo wet multiplate clutch with hydraulic control
- Vorderradaufhängung
- Öhlins NIX30 43mm fully adjustable USD fork with TiN treatment. Electronic compression and rebound damping adjustment with semi-active mode
- Hinterradaufhängung
- Fully adjustable Ohlins TTX36 unit. Electronic compression and rebound damping adjustment with semi-active mode. Adjustable linkage: Progressive/flat. Aluminium single-sided swingarm
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 130 mm (5.1 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Floating discs. Four-piston calipers. Radially mounted.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. Two-piston calipers.
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 200/55-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 830.00 mm
- Radstand
- 1437.00 mm
- Länge
- 2070.00 mm
- Breite
- 745.00 mm
- Höhe
- 1105.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 190.00 kg
- Trockengewicht
- 166.50 kg
- Neupreis
- 16 990 €
Übersicht
Kann man wirklich von einer „kleinen" Panigale sprechen, wenn 157 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h zu Buche stehen? Die Ducati 959 Panigale 2017 verschiebt die Maßstäbe. Als Erbin einer Linie, die bereits 748, 848 und 899 hervorgebracht hat, setzt sie mit einem auf 955 cm3 aufgebohrten Superquadro-V-Twin noch einen drauf. Neun PS mehr als die Vorgängerin, ein Drehmoment von 144,6 Nm bei 8 750 U/min, untergebracht in einem Aluminium-Monocoque-Rahmen von fast absurder Kompaktheit. Man fragt sich, wie Bologna derart viel Technik in so wenig Raum unterbringen kann. Die Antwort lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Besessenheit. Die Bohrung bleibt mit 116 mm großzügig, der Hub steigt auf 60,8 mm, und das Verdichtungsverhältnis von 12,6:1 bestätigt, dass unter der desmodromischen Ventilsteuerung niemand versucht hat, Kompromisse einzugehen.

Die Kehrseite der Medaille trägt einen Namen: Euro4. Um die Norm zu erfüllen, hat Ducati zwei seitliche Auspuffausgänge angebracht, die die Reinheit der Linienführung empfindlich beeinträchtigen. Wo die 899 ein klares Profil zeigte, schleppt die 959 Panigale diese beiden Anhängsel wie eine Konformitätssünde mit sich. Daran gewöhnt man sich nicht. Die Zweiarmschwinge statt eines Einarmschwinge ist ebenfalls eine diskutable Entscheidung, zumal die 1299 sich diesen Luxus gönnt. Doch das Gegenargument ist finanzieller Natur: Mit einem Neupreis von 16 990 Euro bleibt die 959 im Ducati-Universum erschwinglich. Fast 5 000 Euro weniger als die große Schwester. Und wer eine Ducati 959 Panigale gebraucht sucht, findet einige Jahre nach Markteinführung noch verlockendere Preise.
Auf der Elektronikseite ist die Ausstattung solide, ohne überladen zu wirken. Drei Fahrmodi – Race, Sport und Rain – steuern ein vollständiges Arsenal: Traktionskontrolle DTC mit 8 Stufen, elektronische Motorbremse EBC mit 3 Stufen, konfigurierbares Bosch 9MP-ABS. Im Rain-Modus sinkt die Leistung auf 115 PS – genug, um bei Nässe ohne Schweißausbrüche zu fahren. Der Quickshifter DQS ist vorhanden, aber auf das Hochschalten beschränkt. Kein bidirektionaler Shifter, keine IMU-Trägheitsplattform, kein farbiges TFT-Display. Diese Exklusivitäten bleiben der 1299 und der 2018 erschienenen Ducati 959 Panigale Corse vorbehalten. Das Sechsganggetriebe erledigt seinen Job, die Anti-Hopping-Kupplung mit Servounterstützung steckt harte Rückschaltmanöver klaglos weg.
Das Fahrwerk basiert auf einer 43-mm-Upside-down-Gabel und einem seitlich montierten Federbein, beides vollständig einstellbar. Die Bremsanlage mit Brembo M4.32-Vierkolbensätteln an 320-mm-Scheiben erledigt ihre Arbeit überzeugend, auch wenn sie eine Stufe unter den M50 der höheren Versionen bleibt. Mit 190 kg fahrfertig hat die 959 gegenüber der 899 zugelegt – sieben Kilogramm, die größtenteils dem doppelten Schalldämpfer geschuldet sind. Das ist kein Ausschlusskriterium, aber in einer Kategorie, in der jedes Gramm zählt, werden aufmerksame Rennstreckenfahrer zu einer Racing-Auspuffanlage greifen, um die Linie wiederherzustellen und einige Kilos einzusparen. Der Radstand von 1 437 mm und die Sitzhöhe von 830 mm ergeben eine kompakte, körperlich fordernde Maschine, zugeschnitten auf den Fahrer, der seine Maschine spüren will.
Die Ducati 959 Panigale positioniert sich als Einstieg in die Panigale-Welt für alle, die italienischen Sport ohne die Brutalität eines Literbikes wollen. Gegenüber einer Yamaha R6 oder einer Honda CBR600RR spielt sie hinsichtlich Hubraum und Motorcharakter in einer anderen Liga, mit diesem bissigen V-Twin, der bereits ab mittleren Drehzahlen singt. Gegenüber der 1299 steht sie zu ihren Zugeständnissen und macht daraus ein Argument: weniger radikal, besser nutzbar, ermöglicht sie es, auf Rennstrecke wie auf der Straße schnell zu fahren, ohne ständig von der Pferdestärkenflut überrollt zu werden. Produziert bis 2019, bevor sie der Panigale V2 Platz machte, bleibt sie ein sicherer Wert auf dem Gebrauchtmarkt. Wer eine charakterstarke Sportmaschine zu vernünftigem Preis sucht, mit dem mechanischen Adel eines Desmo und dem Prestige des Wappens von Borgo Panigale, wird in diesem Segment schwerlich Besseres finden.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!