Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 803 cc
- Leistung
- 73.0 ch @ 8250 tr/min (53.7 kW)
- Drehmoment
- 65.2 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 11 : 1
- Bohrung × Hub
- 88 x 66 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 50 mm
- Starter
- électrique
- Euro-Norm
- Euro 5+
Fahrwerk
- Rahmen
- tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 41 mm, déb : 150 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 150 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Brembo Ø 330 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 110/80-18
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 808.00 mm
- Tankinhalt
- 14.50 L
- Gewicht
- 183.00 kg
- Neupreis
- 15 890 €
Übersicht
Hundert Jahre L-Twin-Motoren, Superbike-Siege und Bologna-Rot auf den Startaufstellungen der ganzen Welt. Um dieses Jubiläum zu feiern, schiebt Ducati eine Maschine aus der Garage, die nach kalkulierter Nostalgie duftet: die Formula 73, ein neo-retro Café-Racer auf Scrambler-Basis, limitiert auf 873 Exemplare und zum Preis von 15 890 Euro. Die Zahl 73 ist kein Zufall. Sie verweist direkt auf die Super Sport Desmo von 1973, Pionierin des desmodromischen Twins bei Ducati. Dasselbe Konzept fand sich bereits vor einigen Jahren bei der Sportclassic 1000 Paul Smart und dann beim 2024 vorgestellten Concept CR24I. Das Rezept ist bekannt, funktioniert aber: eine aktuelle Technik nehmen, sie in ein Design kleiden, das mit den Seventies flirtet, und edle Teile darüberstreuen, um den Preis zu rechtfertigen.

Stilistisch kennt die Formula 73 keine halben Sachen. Gestreckte Linie, runde Lampenmaske im modern-klassischen Stil, Stummellenker und Soziusabdeckung zeichnen eine Silhouette eines reinrassigen Café-Racers. Das markante X in der Optik, vom Scrambler geerbt, verleiht einen sofort wiedererkennbaren Blick. Speichenräder, der umlaufende Vorderkotflügel und die eigens entwickelte Termignoni-Auspuffanlage vervollständigen das Ambiente. Ducati hat zudem Rizoma für die Hebel, Fußrasten und den Tankdeckel beauftragt – alles aus CNC-gefrästem Aluminium. Jedes Exemplar trägt seine Seriennummer, graviert auf einer in die obere Gabelbrücke eingelassenen Plakette, begleitet von einem Echtheitszertifikat. Man bewegt sich hier eindeutig im Bereich des Motorrad-Objekts, das ebenso zum Ausstellen wie zum Fahren gedacht ist. Die Positionierung der Bedienelemente, deutlich über der Gabelbrücke, vermeidet jedoch die Café-Racer-Falle, die auf die Lendenwirbel geht. Die Sitzposition bleibt alltagstauglich, was in dieser Kategorie nicht immer der Fall ist.
Unter dem 14,5-Liter-Tank schlägt der luftölgekühlte 90°-L-Twin mit 803 cm3, zwei Ventilen pro Zylinder und desmodromischer Riemensteuerung. Ein Aggregat, das Puristen in- und auswendig kennen. Das Datenblatt weist 73 PS bei 8 250 U/min und 65,2 Nm Drehmoment bei 7 000 U/min aus. Schmunzel-Detail: Die 750 SS von 1973 leistete mit ihrem 748-cm3-Motor ungefähr die gleiche Pferdestärke. Nur dass einen damals 70 PS in die Liga der schweren Kaliber katapultierten. Heute platziert dieses Leistungsniveau die Formula 73 zwischen entdrosselten A2-Maschinen und Mittelklasse-Bikes, mitten im Segment der zugänglichen, aber keineswegs langweiligen Motorräder. Der schwächste Motor im Ducati-Programm ist zugleich derjenige, der am besten zu einem solchen Projekt passt. Das Sechsganggetriebe überträgt die Kraft per Kette ans Hinterrad, der Stahlrohrrahmen beherbergt eine 41-mm-Upside-down-Gabel und ein Federbein, beide mit 150 mm Federweg. Die Bremsanlage vorn stammt von Brembo, mit einer 330-mm-Scheibe und einem radialen Vierkolben-Sattel – vertrauenerweckend. Die 183 kg fahrfertig bleiben überschaubar. Interessantes Detail: Ducati hat den Lenkkopfwinkel verkleinert und den Radstand gegenüber dem Scrambler Icon verkürzt, was ein agileres Einlenkverhalten verspricht.

Hinter der Retro-Lackierung steckt die Elektronik eines Motorrads von 2026. Einspritzung, Ride-by-Wire, zwei Motormappings, Traktionskontrolle, Kurven-ABS, Quickshifter und ein 4,3-Zoll-TFT-Farbdisplay. Mit Nostalgie allein fährt man nicht. Die Formula 73 richtet sich an ein ganz bestimmtes Publikum: den Motorradfahrer, der eine unverwechselbare Ducati will und Stil sowie Erbe über reine Leistung stellt. Gegenüber einer Triumph Thruxton RS oder einer BMW R nineT Racer spielt sie die Exklusivitätskarte mit ihrer limitierten Serie und der direkten Verbindung zur Geschichte Bolognas. Mit 15 890 Euro positioniert sie sich am oberen Rand für einen 800-cm3-Motor, doch das Finish-Niveau und die Seltenheit erklären den Aufpreis teilweise. Bleibt die Frage, ob das tägliche Fahren mit einem nummerierten Sammlerstück einem nicht spätestens beim ersten Supermarktparkplatz kalte Schweißausbrüche beschert.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS Bosch 9,1 MP
- Nombre de mode de conduite : 2
- Taille de l'écran TFT couleur : 10,92 cm / 4.3 pouces
- ABS Cornering
- Jantes aluminium
- Jantes à rayon
- Shifter
- Indicateur de vitesse engagée
- Prise USB
- Contrôle de traction
- Embrayage anti-dribble
- Echappement Termignoni
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
- Fabriqué en 873 exemplaires
- Pays de fabrication : Italie
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