Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 748 cc
- Leistung
- 64.0 ch @ 8250 tr/min (47.1 kW)
- Drehmoment
- 59.8 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 9 : 1
- Bohrung × Hub
- 88 x 61.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 45 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 136 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 160/60-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 815.00 mm
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Gewicht
- 195.00 kg
- Trockengewicht
- 181.00 kg
- Neupreis
- 8 521 €
Übersicht
Was treibt einen Motorradfahrer dazu, eine Ducati 750 SS 2001 zu wählen, wenn die 900 für eine Handvoll Euro mehr im Katalog steht? Die Antwort lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Fahrspaß. Das Vergnügen, eine Maschine zu bewegen, die nicht mogelt, die durch den Lenker mit einem spricht und die jeden Zentimeter geschnittener Kurve belohnt. Diese 750 SS, bei ihrer Markteinführung für 8521 Euro angeboten, hat nie versucht, mit Zahlen zu beeindrucken. Sie überzeugt durch Charakter.

Der L-Twin mit 90° Zylinderwinkel, Markenzeichen des Hauses aus Bologna, leistet 64 PS bei 8250 U/min bei einem Drehmoment von 59,8 Nm, das bereits ab 6000 Touren anliegt. Auf dem Papier ist das bescheiden. Eine Suzuki SV 650 S spielt mit weniger Hubraum nahezu in derselben Liga. Doch die Ducati 750 SS auf ihr Datenblatt zu reduzieren, hieße das Wesentliche zu übersehen. Dieser desmodromische Twin mit zwei Ventilen pro Zylinder, mit seiner Bohrung von 88 mm und dem kurzen Hub von 61,5 mm, lebt von seinem Drehmoment und seinem Klang. Die elektronische Einspritzung, bei diesem Jahrgang 2001 wie bei der 900 übernommen, hat den unteren Drehzahlbereich geschmeidiger gemacht, ohne die Persönlichkeit des Motors zu verwässern. Das Fünfganggetriebe verrichtet seine Arbeit mit Präzision, auch wenn man sich einen sechsten Gang gewünscht hätte, um die Drehzahl auf der Autobahn zu senken. Bei 205 km/h Höchstgeschwindigkeit stößt man ohnehin an die aerodynamischen Grenzen der Halbverkleidung.
Der Gitterrohrrahmen aus Stahl, seit Jahrzehnten das tragende Rückgrat der Ducati-Sportler, beherbergt eine 43-mm-Upside-down-Gabel und ein Zentralfederbein hinten. Das Fahrwerk ist straff, ausgelegt für den Angriff auf kurvigen Landstraßen, nicht für Pariser Kopfsteinpflaster. Mit 195 kg fahrfertig und einer Sitzhöhe von 815 mm verlangt die 750 SS körperlichen Einsatz. Sie lenkt präzise ein, die Brembo-Bremsanlage mit ihren zwei 320-mm-Scheiben vorn packt kräftig und progressiv zu. Die Bereifung in 120/70-17 und 160/60-17 bietet einen guten Kompromiss zwischen Agilität und Stabilität. Dies ist ein Motorrad, das man aus der Hüfte steuert, das körperlichen Einsatz einfordert und ihn in schnellen Kurvenkombinationen hundertfach zurückgibt.
Bleibt die Tatsache, dass der Alltag mit dieser Italienerin einer Berufung gleichkommt. Der 16-Liter-Tank erzwingt häufige Stopps, der Wendekreis würde einen Trawler erröten lassen, und ein Schloss am Vorderrad zu befestigen, gleicht einer Zirkusnummer. Soziusbetrieb? Theoretisch möglich, menschlich fragwürdig. Die Ducati 750 SS ist kein vernünftiges Motorrad und erhebt auch keinen solchen Anspruch. Sie richtet sich an den Fahrer, der Fahrgefühl über Vielseitigkeit stellt, der sonntagmorgens Landstraßen zieht, statt vollbepackt wie ein Maultier durch Frankreich zu reisen. Auf dem Gebrauchtmarkt bleibt sie ein interessanter Wert für jeden, der den SS-Mythos erleben möchte, ohne das Budget für eine Ducati 750 SS 1973 aufbringen zu müssen, deren Preise heute Sammler-Höchststände erreichen. Die Jahrgänge 1991 bis 1995 bieten mit ihren Vergasern ein raueres Temperament. Die Versionen 1992, 1993 und 1994 begeistern Café-Racer-Liebhaber. Die 2002, nahezu identisch mit dieser 2001, wird zu denselben Preisen gehandelt. Und für Träumer ist eine Ducati 750 SS 1974 in ordentlichem Zustand ihr Gewicht in Erinnerungen wert.
Diese Ducati 750 SS ie verkörpert eine aussterbende Philosophie: weniger Leistung, mehr Fahrgefühl. Sie verzeiht nichts, schmeichelt niemandem, bietet aber demjenigen, der ihre Spielregeln akzeptiert, einen mechanischen Dialog von seltener Aufrichtigkeit. Die Ducati 750 SS-Verkleidung, unverwechselbar unter Tausenden, altert mit einer Eleganz, die zeitgenössische japanische Sportler nie erreicht haben. Dies ist ein Motorrad für den kennerischen Enthusiasten, nicht für Anfänger oder Kilometersammler.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!