Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1198 cc
- Leistung
- 170.0 ch @ 9750 tr/min (124.1 kW)
- Drehmoment
- 131.5 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.7 : 1
- Bohrung × Hub
- 106.0 x 67.9 mm (4.2 x 2.7 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Marelli electronic fuel injection, elliptical throttle bodies
- Steuerung
- Desmodromic valve control
Fahrwerk
- Rahmen
- Tubular steel Trellis frame in ALS 450
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chaîne
- Kupplung
- Dry multiplate with hydraulic control
- Vorderradaufhängung
- Öhlins 43mm fully adjustable usd forks with TiN
- Hinterradaufhängung
- Progressive linkage with fully adjustable Öhlins monoshock with top-out spring. Aluminium single-sided swingarm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.10 bar
- Hinterreifen
- 190/55-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.20 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Radstand
- 1430.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Trockengewicht
- 168.00 kg
- Neupreis
- 24 990 €
Übersicht
Wenn Bologna beschließt, gleichzeitig in zwei Welten einen Fuß zu setzen, entsteht eine Maschine, die sich weigert, zwischen Rennstrecke und Straße zu wählen. Die Ducati 1198 S Corse Special Edition von 2010 ist genau dieses Angebot: einem Piloten, der niemals die World Superbike Championship bestreiten wird, die Klasse einer homologierten Superbike zu bieten – aber der an jedem Sonntagsausritt genau dieses Gefühl haben möchte.

Der Testastretta 11°-Twin mit 1198 cc leistet 170 PS bei 9750 U/min und 131,5 Nm bei 8000 U/min. Die rund 10 PS weniger gegenüber der 1198 R beeindrucken oder enttäuschen je nach Betrachtungswinkel – vor allem aber bestätigen sie, dass Ducati diese Edition sorgfältig kalibriert hat, um auf der richtigen Linie zu bleiben. Trocken wiegt das Motorrad 168 Kilogramm, eine Leichtigkeit, die erst mit den vollständig einstellbaren Öhlins-Gabeln mit 43-mm-TiN-Beschichtung und dem Öhlins-Federbein, dem asymmetrischen Einarmschwingarm aus Aluminium, ihren vollen Sinn ergibt. Der Antriebsstrang ist der einer abgeleiteten Rennmaschine, nicht eines sportlich verkleideten Roadsters.
Im Vergleich zu einer Aprilia RSV4 Factory oder einer BMW S1000RR derselben Epoche spielt die Corse eine andere Karte. Sie sucht nicht die PS-Zahl als Verkaufsargument, sondern setzt auf die Stimmigkeit des Gesamtpakets: Brembo-Radial-Monoblock-Bremsen, Ducati Traction Control, ALS 450-Rohrrahmen, 18-Liter-Aluminiumtank in Werksausführung. All das für eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h, die kaum ein Käufer jemals auf einem Tacho sehen wird. Die Sitzhöhe von 820 mm und die typisch sportliche Sitzposition schließen die Tür für Einsteiger und Stadtfahrer. Das ist kein Vorwurf, sondern schlicht eine klare Abgrenzung der Zielgruppe: der erfahrene Pilot, der eine hochkarätige Supersport sucht, ohne die extremen Zwänge einer reinen Rennstreckenmaschine in Kauf nehmen zu müssen.
Das Corse-Rotkleid übernimmt das der 1198 R samt Motorsport-Logo, was unweigerlich eine bewusste optische Verwechslungsgefahr schafft. Das ist cleveres Marketing, bisweilen zu clever, denn der Käufer muss sich der tatsächlichen Unterschiede bewusst bleiben: kein vollständiges Carbon-Verkleidungspaket, kein mitgeliefertes Race-Kit. Das sind Zugeständnisse, die einen Preis von 24.990 Euro rechtfertigen – mehrere tausend Euro unter der R –, doch dieser Preis bleibt der einer Ausnahmemaschine, die in einem Segment positioniert ist, in dem die Konkurrenz keine Geschenke verteilt.
Was Ducati mit der Ducati 1198 S Corse Special Edition gelingt, ist einen Kompromiss zu verkaufen, ohne dass er wie ein Kompromiss wirkt. Die Mechanik ist seriös genug, das Fahrwerk edel genug, der Rahmen steif genug, damit der Pilot nie das Gefühl bekommt, eine abgespeckte Version gekauft zu haben. Das Verdichtungsverhältnis von 12,7:1, die Bohrung von 106 mm und der Hub von 67,9 mm erzählen von einer hochdrehenden Mechanik, nicht von einem verkleideten Tourenmotor. Für den Liebhaber, der weiß, was er sucht, und mit den inhärenten Grenzen einer italienischen Supersport dieser Generation – Wartungsaufwand eingeschlossen – umgehen kann, bleibt die Corse Edition ein Angebot, das schwer zu ignorieren ist.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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