Schlüsselleistung
Technische Daten
Keine Unterschiede zwischen diesen beiden Baujahren.
Motor
- Hubraum
- 1199 cc
- Leistung
- 95.0 ch @ 6200 tr/min (69.9 kW)
- Drehmoment
- 107.9 Nm @ 6500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10:1
- Bohrung × Hub
- 88.8 x 96.8 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- structure en tubes d\'acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 117 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.20 bar
- Hinterreifen
- 170/60-16
- Hinterreifendruck
- 2.48 bar
Abmessungen
- Tankinhalt
- 16.30 L
- Gewicht
- 221.00 kg
- Trockengewicht
- 200.00 kg
- Neupreis
- 10 365 €
Übersicht
Einige Motorräder fährt man. Dieses hier, man unterwirft sich ihm, im positiven Sinne des Wortes. Die X1 Lightning von 2002 gehört zu dieser seltenen Kategorie von Maschinen, die nicht gefallen wollen, die keine Anstrengungen unternehmen, um zu verführen, und die dennoch schon beim ersten Gasstoß fesseln. Erik Buell hatte eine Obsession: die Eingeweide eines Harley-Davidson V-Twins zu nehmen und etwas Scharfkantiges, Nervöses, radikal anderes als das Milwaukee-Basismodell daraus zu machen.

Das Ergebnis ist dieser 1199 cm³ V-Twin-Motor, obenliegender Ventilführung, der 95 PS bei 6200 U/min und 107,9 Nm Drehmoment leistet. Auf dem Papier erscheinen diese Zahlen im Vergleich zu einer Yamaha XJR 1300 oder einer Suzuki GSX 1400 bescheiden. Aber die Lightning mit diesen Maschinen zu vergleichen, ist, als würde man einen Brecher mit einer Kettensäge verwechseln. Das Drehmoment des großen Twins entfaltet sich im Mittelbereich mit einer Direktheit, die den Fahrer auf dem Sitz aufschüttelt. Keine progressive, polierte Leistungsentfaltung, kein Vierzylinder, der vor sich hin schnurrt und auf hohe Drehzahlen wartet. Hier spricht die Mechanik laut und ohne Umschweife.
Der Wermutstropfen ist die endgültige Übersetzung, die durch die Auflagen der europäischen Zulassung eingeschränkt ist. Die Riemenantrieb und das Fünfganggetriebe machen ihre Arbeit, aber das kastrierte Achsungsverhältnis verhindert, dass die Maschine alles aus ihrem Bauch herausholt. Man berührt regelmäßig die Grenzen des fünften Ganges auf der offenen Straße, frustrierend, wenn man bedenkt, dass die angegebene Höchstgeschwindigkeit 216 km/h beträgt. Das ist der Kompromiss, dem Buell nicht gewusst oder nicht entkommen ist. Die Bremsanlage hingegen kennt keine Zurückhaltung: die einzelne große Scheibe, die am Rand des Vorderrads positioniert ist, ein Markenzeichen des Hauses, erzeugt eine direkte Bremskraft. Die 41-mm-Telegabel nimmt die Unebenheiten auf der Straße gut auf, offenbart aber ihre Grenzen auf schlechtem Untergrund, wo auch der Einzel-Stoßdämpfer hinten das gleiche tut. Für 221 kg vollgetankt hätte man etwas mehr Sorgfalt bei der Abstimmung der Federung erhofft.
Das Design verdient es, genauer betrachtet zu werden. Der Auspuff und der Stoßdämpfer sind unter dem Motor verborgen, die Linie ist kompakt, gedrungen, fast aggressiv in ihrer Kompaktheit. Der Soziusplatz ist symbolisch, der 16,3-Liter-Tank bietet eine vernünftige Reichweite, aber die allgemeine Ergonomie sendet eine klare Botschaft: dieses Motorrad ist nicht für Familienausflüge konzipiert. Es richtet sich an den Solo-Fahrer, der ein physisches, direktes Erlebnis ohne Filter sucht. Für 10.365 Euro im Jahr 2002 richtete es sich an einen informierten Käufer, der bereit war, die Kompromisse einer Motorrad mit Charakter zu akzeptieren, im Austausch für Empfindungen, die die glatten und weisen japanischen Motorräder der damaligen Zeit nicht bieten konnten.
Die Buell X1 Lightning ist ein Motorrad der Überzeugung. Sie verlangt vom Fahrer, den gleichen Geisteszustand wie die Maschine zu haben, engagiert, konzentriert, bereit, die Vibrationen des Twins und die Ungenauigkeiten der Federung als rohe Signale einer lebendigen Mechanik zu akzeptieren. Es ist kein perfektes Motorrad, bei weitem nicht. Es ist ein ehrliches, fast brutal ehrliches Motorrad, und diese Qualität ist in einem Markt, der mit polierten Maschinen gesättigt ist, die einigen Mängeln wert.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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