Schlüsselleistung
Technische Daten
Keine Unterschiede zwischen diesen beiden Baujahren.
Motor
- Hubraum
- 1199 cc
- Leistung
- 86.0 ch @ 6000 tr/min (63.3 kW)
- Drehmoment
- 103.0 Nm @ 5400 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10:1
- Bohrung × Hub
- 88.8 x 96.8 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
Fahrwerk
- Rahmen
- structure en tubes d\'acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 125 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.20 bar
- Hinterreifen
- 170/60-17
- Hinterreifendruck
- 2.48 bar
Abmessungen
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Trockengewicht
- 193.00 kg
- Neupreis
- 9 450 €
Übersicht
Erik Buell hat nie versucht, jedermann zu gefallen. Seine M2 Cyclone, geboren in den 2000er Jahren, ist der unmittelbarste Beweis dafür: ein Motorblock von Harley-Davidson, überarbeitet und korrigiert von Ingenieuren, die offensichtlich entschlossen waren, mit konventioneller Weisheit ins Gericht zu gehen. Das Ergebnis? Ein 45-Grad-V-Zylinder mit 1199 cm³, der 86 Pferdestärken bei 6000 U/min liefert und vor allem ein Drehmoment von 103 Nm ab 5400 U/min bietet. Diese Zahlen sind nicht vom Himmel gefallen: sie repräsentieren eine ernsthafte Vorbereitung auf einer Milwaukee-Basis, die andere bei ihren ursprünglichen 55 oder 60 Pferdestärken belassen hätten.

Die Silhouette lässt niemanden unberührt, und das ist eine höfliche Umschreibung. Das überdimensionierte Luftfiltergehäuse, das auf jeder Seite hervorsteht, verleiht der Maschine eine Erscheinung eines muskulösen Cruisers unter Steroiden. Es ist nicht schön im klassischen Sinne, aber es stimmt mit der Philosophie der Marke überein: Aerodynamik und Ästhetik sind der Mechanik untergeordnet. Das Stahlrohrrahmen, starr und präzise, dient als Wirbelsäule einer gut abgestimmten Federung, einer 43-mm-Telegabel mit 120 mm Federweg vorne und einem 125-mm-Monoschwingarm hinten. Bei 193 kg Trockengewicht ist dies ein Gleichgewicht, das es wert ist, genauer betrachtet zu werden.
Auf der Straße setzt sich der Charakter des Motors schnell durch. Das Drehmoment kommt direkt und ohne Drehzahlhysterie und katapultiert die Maschine mit einer Effizienz, die diejenigen überrascht, die einen nervösen und trockenen Roadster erwartet haben. Wo die Cyclone polarisiert, ist beim 5-Gang-Getriebe: die Schaltvorgänge fehlen der Fluidität, die man angesichts japanischer Konkurrenten der damaligen Zeit wie der Honda CB 1300 oder der Suzuki Bandit 1200, die in ihren Übergängen glatter sind, erwarten würde. Die Riemenantrieb bleibt hingegen geräuschlos und mit einem fast vernachlässigbaren Wartungsaufwand, ein konkreter Vorteil für den täglichen Gebrauch.
Die Bremsanlage verdient eine besondere Erwähnung. Ein einzelner Bremsscheiben vorne, gewiss, aber gepaart mit einem Sechs-Kolben-Bremssattel, dessen Bisshaftigkeit deutlich und gut dosierbar auf trockener Fahrbahn ist. Auf nasser Fahrbahn muss die Dosierung sorgfältig sein. Die Maschine reagiert genau so, wie man es von ihr verlangt, ohne Filter oder elektronische Hilfen, was die Cyclone in die Hände erfahrener Fahrer statt von Neulingen platziert. Das globale Fahrverhalten ist bei gutem Belag gesund, aber die Empfindlichkeit gegenüber den Federungseinstellungen zeigt sich, sobald sich die Straße verschlechtert: auf welligen oder beschädigten Straßen wird die Steifigkeit des Rahmens zu einer Einschränkung statt zu einem Vorteil.
Zu einem Katalogpreis von 9450 Euro richtet sich die M2 Cyclone an ein Publikum von Kennern, Liebhaber amerikanischer Mechanik, die die Fahrstabilität nicht für die Philosophie der Customisierung opfern wollen. Es ist kein Motorrad für Anfänger oder für Reisende, die auf lange Distanz Komfort suchen, mit ihren 15 Litern Tank, die regelmäßige Stopps erfordern. Es ist eine Maschine für erfahrene Fahrer, urban oder auf schönen, freien Straßen, die die funktionelle Exzentrik einer Marke zu schätzen wissen, die immer nach ihren eigenen Regeln gespielt hat. Buell ist mittlerweile verschwunden, verschluckt von den Rechnungslegungsentscheidungen von Harley-Davidson im Jahr 2009. Die Cyclone bleibt jedoch als Zeugnis einer Zeit, in der jemand noch versuchte, amerikanisches Muskeln mit europäischer Fahrwerkspräzision zu verbinden.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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