Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 999 cc
- Leistung
- 193.0 ch @ 13000 tr/min (142.0 kW)
- Drehmoment
- 111.8 Nm @ 9750 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13:1
- Bohrung × Hub
- 80 x 49.7 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 48 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 46 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 190/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 17.50 L
- Gewicht
- 204.00 kg
- Trockengewicht
- 183.00 kg
- Neupreis
- 15 900 €
Übersicht
Als BMW 2009 im Segment der Hypersportler auftauchte, hatte niemand mit einem solchen Paukenschlag gerechnet. Die S 1000 RR nahm die Welt des Geschwindigkeitsmotorradsports völlig überraschend ein, und diese Motorsport-Lackierung setzt noch einen drauf mit einer unmissverständlichen Botschaft: Weiß, Blau, Rot – die drei Farben der Münchner Wettbewerbsabteilung, aufgetragen auf eine Rakete auf zwei Rädern. Man kommt einem Superbike-WM-Replikat gefährlich nahe. Es fehlen nur die Sponsorenaufkleber, um diese Maschine mit jener zu verwechseln, die in der Weltmeisterschaft kämpfte.

Unter der dreifarbigen Verkleidung spuckt der Reihenvierzylinder mit 999 ccm 193 PS bei 13 000 U/min aus und liefert 111,8 Nm Drehmoment bei 9 750 U/min. Zahlen, die die Bayerin damals auf Augenhöhe mit der Yamaha R1 und der Aprilia RSV4 platzierten, ihren beiden ernsthaftesten Konkurrentinnen. Der Motor, mit einer Bohrung von 80 mm bei einem Hub von nur 49,7 mm und einem Verdichtungsverhältnis von 13:1, ist darauf ausgelegt, in hohen Drehzahlen zu schreien. Das Sechsganggetriebe, unterstützt von einem Shifter, schickt die Pferdestärken über einen Kettenantrieb ans Hinterrad, und die 300-km/h-Marke wird ohne Erröten angekündigt. Auf dem Papier ist es eine Rennstreckenwaffe, die sich bereit erklärt, auch auf offener Straße zu fahren.
Der Aluminium-Brückenrahmen beherbergt eine 46-mm-Upside-Down-Gabel und ein Zentralfederbein mit jeweils 120 und 130 mm Federweg. Auf dem Papier nichts Luxuriöses, aber das Gesamtpaket ist vor allem für die Rennstrecke abgestimmt. Die Bremsanlage, bestehend aus zwei 320-mm-Scheiben mit Vierkolben-Bremszangen vorne und einer einzelnen 220-mm-Scheibe hinten, erledigt die Arbeit mit Präzision. Vor allem hatte BMW die Weitsicht, bereits in dieser Generation ein Sport-ABS und eine Traktionskontrolle zu integrieren, während die japanische Konkurrenz noch hinterherhinkte. Mit 204 kg fahrfertig blieb die S 1000 RR für eine Sportmaschine dieser Hubraumklasse im Rahmen, auch wenn die 183 kg trocken verrieten, dass noch einige Kilogramm eingespart werden konnten.
Wer sich fragt, was eine BMW S 1000 RR Motorsport 2009 in Frankreich kostete: Man musste mit etwa 15 900 Euro rechnen, also einem leichten Aufpreis gegenüber der Standardversion. Eine Summe, die fast vernünftig erscheint, wenn man das Niveau der elektronischen Ausstattung und die abgegebene Leistung bedenkt. Gegenüber einer R1, die in derselben Preisregion angeboten wurde, aber weniger Assistenzsysteme bot, konnte sich das Münchner Angebot sehen lassen. Die auf 820 mm thronende Sitzbank und der 17,5-Liter-Tank erinnerten allerdings daran, dass dieses Motorrad weder für kleinere Staturen noch für Freunde des großen Tourismus gedacht war. Es ist ein reinrassiger Sportler, konzipiert für den Fahrer, der am Sonntag auf der Rennstrecke seine Grenzen ausloten und auf der Straße ohne allzu große Leiden nach Hause fahren will.
BMW hat mit dieser Motorsport einen starken Schlag gelandet. Kein bloßer Marketing-Anstrich, sondern eine Absichtserklärung: Die Marke mit dem Propeller spielte fortan in der obersten Liga des Supersports mit – und hatte fest vor, dort zu bleiben.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS sport en option
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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