Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1170 cc
- Leistung
- 109.0 ch @ 7250 tr/min (80.2 kW)
- Drehmoment
- 115.7 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre à plat, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 12 : 1
- Bohrung × Hub
- 101 x 73 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection ø 50 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- périmétrique en tubes d'acier, moteur à fonction porteuse
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 46 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur et monobras, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 265 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 805.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 218.00 kg
- Neupreis
- 22 690 €
Übersicht
Hundert Jahre, das will gefeiert werden. 1923 tauschte BMW seine durch den Vertrag von Versailles verbotenen Flugmotoren gegen die R32, den ersten Serien-Boxermotor des bayerischen Herstellers. Ein Jahrhundert später zieht München alle Register und kleidet seine R nineT in ein festliches Gewand, limitiert auf weniger als zweitausend Exemplare. Man kann also sagen, dass diese Edition 100 Years ebenso auf Sammler zielt wie auf Motorradfahrer, die mit einem Stück Geschichte zwischen den Beinen fahren wollen.

Das Kleid beeindruckt. Der Hersteller hat die traditionellen weißen Zierstreifen durch poliertes Chrom ersetzt, großzügig auf Tank und Sitzbankabdeckung aufgetragen nach Art der Roadster vergangener Tage. Auf dem tiefschwarzen Lack fängt der Spiegeleffekt das Licht ein wie ein deutsches Coupé der fünfziger Jahre. Feine Zierlinien, ein zwischen den beiden verchromten Faltenbälgen platziertes Jubiläumsemblem, eine zweifarbige Sitzbank in Schwarz und Bordeaux, reliefartige Kniepads – das Gesamtbild atmet eher Silberwaren-Atmosphäre als Abenteurer-Motorrad. Und genau das ist die bewusste Wette dieser Serie.
Unter dem Galahemd bleibt die Mechanik dem luft- und ölgekühlten 1170 cm³ Boxermotor treu, der 109 PS bei 7250 U/min und 115,7 Nm Drehmoment bei 6000 U/min leistet, übertragen per Kardan über ein Sechsganggetriebe. Nichts Neues bei den Zahlen, aber dieser Boxer bewahrt einen ausgeprägten Charakter, den weder die Triumph Speed Twin 1200 noch die Ducati Scrambler 1100, ihre natürlichen Rivalen im Neo-Retro-Segment, erreichen. Mit 218 kg vollgetankt, einer Sitzhöhe von 805 mm und einem 18-Liter-Tank bleibt die Maschine handlich, ohne ins Leichtgewicht abzudriften, und die Spitzengeschwindigkeit von 200 km/h reicht für den Straßeneinsatz, für den sie bestimmt ist, vollkommen aus.

Wo die Rechnung steigt, das ist im serienmäßig servierten Optionskatalog 719. Das Billet Pack Shadow bringt seine gefrästen Aluminium-Zylinderkopfdeckel, den passenden vorderen Gehäusedeckel und den dazugehörigen Öleinfülldeckel mit. Das zweite Shadow-Paket ergänzt einstellbare Hebel und Fahrer-Fußrasten, Lenkerendspiegel, Behälterdeckel und Sozius-Fußrasten aus dem Vollen gefräst. Die Speichenräder übernehmen das Standarddesign, gewinnen aber eine Tubeless-Befestigung und drei Kilo weniger an ungefederter Masse, was man in den Lastwechseln spürt. In Sachen Elektronik bietet die PRO-Ausstattung drei Fahrmodi Rain, Road und Dyna, kurvenaktives ABS Pro, Traktionskontrolle, Drehmomentregelung, Tempomat, adaptives Kurvenlicht, beheizte Griffe und Alarmanlage. Der Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, die der S 1000 R entliehene 46-mm-Upside-down-Gabel, die radialen Brembo-Vierkolbensättel, die in 320-mm-Scheiben beißen, und die Einarmschwinge mit Kardan vervollständigen ein Fahrwerk, das auch ohne Rennstrecken-Modi den Größen des Segments Paroli bietet.
Bleibt die heikle Frage, der Preis. Mit 22.690 Euro kostet die 100 Years fast fünftausend Euro mehr als eine klassische R nineT und spielt in der Liga der großen Triumph Bobber TFC oder der italienischen Sondereditionen. Teuer zum Fahren, normal zum Sammeln. Das anvisierte Publikum ist weder der Motorradfahrer, der seinen ersten großen Hubraum sucht, noch der Langstreckenfahrer, der Kilometer verschlingt, sondern der kundige Liebhaber, der ebenso ein Garagenobjekt wie eine Maschine für das Schwingen über Landstraßen am Sonntagmorgen möchte. Für diejenigen, die Custom dem Roadster-Geist vorziehen, existiert auch die R18 in Hundertjahr-Lackierung, eine andere Philosophie für andere Horizonte.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Poignées chauffantes
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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