Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1237 cc
- Leistung
- 173.0 ch @ 10000 tr/min (126.3 kW)
- Drehmoment
- 131.0 Nm @ 8750 tr/min
- Motortyp
- V4, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Bohrung × Hub
- 81.0 x 60.0 mm (3.2 x 2.4 inches)
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Steuerung
- Single Overhead Cams (SOHC)
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Anodised machined and welded aluminium perimeter frame
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Shaft drive (cardan) (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Showa 43mm adjustable cartridge type telescopic forks
- Hinterradaufhängung
- Pro link single sided swing arm. Showa adjustable damper
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. 6 piston radial calipers.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. 2 piston sliding caliper.
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Hinterreifen
- 190/50-ZR17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 745.00 mm
- Radstand
- 1541.00 mm
- Tankinhalt
- 12.00 L
Übersicht
Motorrad: Ariel Ace (2023)

Zwischen den Naked Bikes, die sich alle gleichtun, wagt Ariel mit seinem Ace noch immer das Experiment der Einzigartigkeit. Das ist kein Motorrad, das man an jeder Straßenecke sieht, und das hat seinen Grund: Sein maschinell gefertigtes und geschweißtes Aluminiumchassis, eine Juwelenarchitektur, die den V4 wie einen Schatz in einem Schmuckkästchen präsentiert, kündigt von Anfang an ein außergewöhnliches Objekt an. Der Motor ist ein 1237 cm³ V4, eine Honda VFR1200F-Mechanik, die von ihrer Verkleidung befreit und so abgestimmt wurde, dass sie bei zehntausend Umdrehungen 173 Pferdestärken liefert. Die Leistung ist da, brutal und linear, aber es ist das Drehmoment von 131 Nm bei 8750 U/min, das am meisten überrascht und mit der Autorität einer Lokomotive bereits bei mittleren Drehzahlen anschiebt.
Das Fahrwerksdesign ist eine Lektion in radikalen Entscheidungen. Die einstellbare 43-mm-Showa-Cartridge-Gabel und der Pro Link Monobrac-Schwingarm bilden eine Einheit chirurgischer Präzision. Die Bremsen mit ihren radialen Sechs-Kolben-Bremssätteln greifen mit einer Progressivität, die absolutes Vertrauen inspiriert, in die beiden Scheiben, selbst wenn der Tacho verrückt spielt. Der Radstand von 1541 mm und der Sitz in 745 mm Höhe bieten einen Kompromiss zwischen Aggressivität und Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten, obwohl der Tank mit nur 12 Litern daran erinnert, dass diese Maschine für kurze, intensive Höhepunkte und nicht für Kontinentüberquerungen konzipiert ist.
Die Kardanwelle ist eine Rarität in diesem Segment und verleiht ihr eine Note mechanischer Verfeinerung. Keine zu befestigende Kette, kein Ölspucken, sondern nur ein sanfter und leiser Vortrieb, der im Gegensatz zum Heulen des V4 im Angriff steht. Die 120er Reifen vorne und 190er Reifen hinten im ZR17-Format kleben den Ace mit einer Haftung, die in engen Kurven die Physik herausfordert, auf die Straße. Die Wasserkühlung hält die Betriebstemperaturen stabil, selbst wenn der Motor unerbittlich beansprucht wird.
An wen richtet sich dieser Ariel Ace? Sicher nicht an den Alltagsfahrer, der einen komfortablen Roller sucht. Es ist ein mechanisches Kunstwerk für den informierten Kenner, für den, der den Wert eines handgefertigten Rahmens versteht, der die Stille einer Kardanwelle schätzt und in einem Motorrad mehr als nur ein Transportmittel sucht. Es ist eine Aussage, ein begehrenswertes Objekt, das die Vernunft des Technikers und das Bauchgefühl des Fahrers anspricht. Es macht keine Kompromisse, und genau deshalb existiert es.
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