Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 184.0 ch @ 12500 tr/min (135.3 kW)
- Drehmoment
- 116.7 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en V à 65°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13 : 1
- Bohrung × Hub
- 78 x 52.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 48 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre périmétrique en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 200/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 840.00 mm
- Tankinhalt
- 18.50 L
- Trockengewicht
- 186.00 kg
- Neupreis
- 15 699 €
Übersicht
Wenn ein Motorrad von Geburt an stimmt, revolutioniert man es nicht – man schärft es. Genau diese Philosophie wendet Aprilia bei der RSV4-R für 2014 an, mit der Präzision eines Vorbereiter, der auf den Hundertstel arbeitet, nicht mit dem Hammer. Das Ergebnis ist eine 998-cm³-Sportmaschine, die auf dem Papier nichts zu beweisen hat, aber weiterhin dort die Schrauben anzieht, wo es darauf ankommt.

Der 65-Grad-V4 ist seit Jahren das Hauptargument aus Noale. 2014 gewinnt er dank sorgfältiger Arbeit an den inneren Reibungsverlusten, der Einlassseite und der Abgasanlage einige zusätzliche PS hinzu. Man erreicht 184 PS bei 12 500 U/min und 116,7 Nm bei 10 000 U/min – Werte, die allmählich an die Grenzen dessen stoßen, was die Straßenzulassung erlaubt, bevor man in die reine Rennhomologation wechselt. Im Vergleich zu einer Ducati 1199 Panigale oder einer BMW S1000RR der gleichen Epoche ist die RSV4-R im Katalog nicht die Stärkste, kompensiert dies jedoch durch ein Motormanagement, das mit allem mithalten kann, was aus München oder Bologna kommt. Der Tank gewinnt 1,5 Liter und fasst nun 18,5 Liter – ein Detail, das auf der Rennstrecke ebenso beruhigt wie die Reichweite verbessert.
Was diese Version 2014 wirklich auszeichnet, ist die Neupositionierung des Aggregats im Aluminium-Perimeter-Rahmen, kombiniert mit einer neuen Schwingenlagerung. Bei einer Vollbremsung aus 300 km/h bringt diese überarbeitete Geometrie eine Stabilität, die Fahrer spüren, bevor sie die Telemetriedaten auslesen. Die 43-mm-Upside-down-Gabel und der Sachs-Stoßdämpfer bleiben mit 120 mm Federweg vorne und 130 mm hinten an Bord. Die monolithischen Brembo-M430-Monobloc-Bremsen an 320-mm-Scheiben beißen mit der erwarteten Heftigkeit, und das gerade einmal zwei Kilogramm leichte Bosch-9MP-ABS fügt ein Sicherheitsnetz hinzu, das in drei separaten Stufen verfügbar ist – darunter ein Rennstreckenmodus, der an beiden Rädern eingreift, um die Leistung zu optimieren, ohne die Linie zu verlassen.

Das APRC-Paket fasst zusammen, was Aprilia in Sachen Bordelektronik beherrscht, und 2014 macht es weitere Fortschritte. Die Traktionskontrolle ATC lässt sich in acht Positionen einstellen, ohne vom Gas zu gehen, was das Verhalten beim Herausbeschleunigen aus Kurven konkret verändert. Das Anti-Wheelie-System AWC wurde überarbeitet, um das Eingreifen am Vorderrad besser zu dosieren. Der ALC verwaltet Anfahrvorgänge in drei Aggressivitätsstufen, und der Quickshifter AQS ermöglicht Gangwechsel ohne Kupplungsbetätigung. Auf der Rennstrecke übertrifft dieses Ensemble das, was die meisten Mitbewerber dieser Epoche boten – einige deutsche und japanische Hersteller begannen erst damals, vergleichbare Systeme zu entwickeln.
Zu 15 699 Euro richtet sich die RSV4-R nicht an den gelegentlichen Sonntagsfahrer. Mit 186 kg trocken und einem Sattel auf 840 mm setzt sie eine komfortable Körpergröße und solide Erfahrung voraus. Es ist ein Motorrad für den anspruchsvollen Rennstreckenpiloten, der Serienmaterial ohne Umbaumaßnahmen sucht, oder für den sportlichen Tourenfahrer, der seine Entscheidungen kompromisslos trifft. Sie ist nicht perfekt: Die Sitzposition tendiert klar zum Streckeneinsatz, und im städtischen Alltag verträgt sie Staus schlecht. Aber in ihrer Disziplin stellt diese Ausgabe des Jahrgangs 2014 den konsequenten Höhepunkt einer Plattform dar, die von Anfang an alles richtig hatte. Aprilia erfindet das Rad nicht neu – sie macht es schlicht runder.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS Bosch 9MP
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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