Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 180.0 ch @ 12500 tr/min (132.4 kW)
- Drehmoment
- 112.8 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en V à 65°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13 : 1
- Bohrung × Hub
- 78 x 52.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 48 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre périmétrique en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Öhlins inversée 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 845.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 179.00 kg
- Neupreis
- 19 990 €
Übersicht
Als Aprilia beschloss, sein Supersport-Modell von Grund auf neu zu konzipieren, suchte die Marke aus Noale nicht nach einem einfachen Ausweg: Es musste ein V4 sein. Nicht um des exotischen Effekts willen, sondern weil diese kompakte Architektur mit einem Winkel von 65° zwischen den Zylindern es ermöglicht, die Silhouette bis ins Mark zu verschlanken, den Schwerpunkt zu senken und aerodynamische Vorteile zu erzielen, die lineare Viertaktmotoren in Bezug auf die Seitenbreite verlieren. Das Ergebnis ist diese Aprilia RSV4 1000 Factory, die mit 180 Pferdestärken bei 12.500 U/min, 112,8 Nm Drehmoment bei 10.000 U/min und einem Trockengewicht von 179 kg anrückt – ein Zeichen, dass es hier nicht um den Einkauf von Croissants geht.

Das Rahmenrohr-Chassis aus Aluminium mag auf dem Papier konventionell wirken, aber genau hier hat Aprilia feinjustiert. Der Lenkwinkel ist einstellbar, ebenso der Anknüpfungspunkt des Schwingarms, und die Längsposition des Motors im Rahmen kann verändert werden. Dieses Maß an Einstellbarkeit findet man auf Rennmaschinen, die vom Superbike der Weltmeisterschaft abstammen, nicht auf einem Motorrad, das dem gemeinen Sterblichen für 19.990 Euro angeboten wird. Die Factory-Version treibt das Argument noch weiter voran mit Öhlins-Federungen an beiden Enden, einer 43-mm-Upside-Down-Gabel vorne, einem Monoschwingfederbein hinten und radial befestigten Brembo-Bremssätteln, die auf 320-mm-Scheiben greifen. Die Bremsleistung ist auf die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 304 km/h angemessen, eine Zahl, die man ernst nehmen sollte.
Im Vergleich zu einer Yamaha R1 oder einer Suzuki GSX-R 1000 aus der gleichen Epoche zeichnet sich die Aprilia RSV4 1000 Factory weniger durch die rohen Zahlen, sondern durch die Kohärenz des Gesamtpakets aus. Ihre japanischen Konkurrenten bieten vergleichbare Leistungen in Bezug auf die Leistung, aber keine bietet diesen Grad an mechanischer Individualisierung, die ohne vollständige Demontage zugänglich ist. Das Verdichtungsverhältnis von 13:1, die quadratische Bohrung von 78 mm bei einem Hub von 52,3 mm – all das spricht für einen Motor, der dafür ausgelegt ist, hohe Drehzahlen zu erreichen, mit einem Nutzungsspektrum, das Fahrer belohnt, die einen Drehzahlmesser lesen können. Dies ist kein Motorrad zum Lernen des Motorradfahrens.

Das Design verdient es, genauer betrachtet zu werden. Die Frontlufteinlassöffnung wurde zugunsten von zwei Öffnungen aufgegeben, die unter den seitlichen Scheinwerfern liegen, was der Vorderschaft einen ausgesprochen einschüchternden Blick verleiht. Die reduzierte Verkleidung gibt bewusst die Details des Rahmens und des V4 preis, als ob die Mechanik selbst Teil der Show wäre. Der Solo-Sattel, das kurze Heck, die fehlenden Fußrasten für den Beifahrer, die serienmäßigen Halbgummireifen – die Botschaft ist klar. Die Straße, ja, aber zuerst die Rennstrecke. Die Sitzhöhe von 845 mm und der 17-Liter-Tank lassen zwar technisch gesehen vermuten, dass man damit Kilometer zurücklegen kann, aber die Ergonomie lügt nicht über die tatsächlichen Absichten.
Für den erfahrenen Streckenrennfahrer oder den Sportler, der eine Maschine direkt vom Superbike haben möchte, ohne den Umweg über die Vorbereitung zu nehmen, stellt diese RSV4 Factory ein solides Argument dar. Für Touristen oder Anfänger gibt es bessere Alternativen. Die 19.990 Euro des Baujahres 2011 platzierten die Maschine im oberen Preissegment, aber die Ausstattung rechtfertigte den Unterschied zu den Basisversionen. Auch heute noch, wenn man über die Aprilia RSV4 1000 Factory 2025 in Bezug auf Abstammung und Erbe spricht, ist es dieses erste Modell, das die Grundlagen für eine kohärente, ehrgeizige und ausgesprochen effektive Linie auf der Rennstrecke gelegt hat.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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