Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 659 cc
- Drehmoment
- 67.0 Nm
- Motortyp
- Twin, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 13.5:1
- Bohrung × Hub
- 81.0 x 63.9 mm (3.2 x 2.5 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection. Airbox with front dynamic air intakes, two Ø48-mm throttle bodies
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Schmierung
- Wet Sump
- Zündung
- Electric
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Aluminium dual beam chassis with removable seat support subframe
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Multi-plate wet clutch with mechanical slip system
- Vorderradaufhängung
- Kayaba 41-mm stanchion fork, aluminium radial calliper mounting bracket. Adjustable spring preload and rebound damping.
- Hinterradaufhängung
- Aluminium asymmetric swingarm. Adjustable monoshock in spring reload, rebound braking
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 130 mm (5.1 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Brembo
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. Brembo.
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Radstand
- 1370.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Gewicht
- 180.00 kg
- Trockengewicht
- 166.00 kg
Übersicht
Dreißig Jahre trennen die ursprüngliche RS Extrema von dieser schlagenden Rückkehr. 1992 war die kleine 125-Zweitaktmaschine mit diesem Namen das Motorrad der Kids, die von der Rennstrecke mit drei Münzen im Portemonnaie träumten. Heute haucht Aprilia das Etikett auf einen Reihenzweizylinder mit 659 cm³ und 100 PS zurück, und der Vergleich endet dort – außer vielleicht in der Absicht, zu provozieren.

Der Unterschied zwischen der Aprilia RS 660 und der Aprilia RS 660 Extrema beruht auf einer einfachen Logik: eine bereits ausgereifte Basis zu nehmen und sie einen Schritt weiterzutreiben, ohne in ein homologiertes Rennmotorrad abzugleiten. Die Schachbrettmuster-Lackierung kennzeichnet visuell die Zugehörigkeit zu einer Sonderedition, aber unter der Verkleidung spielt sich das Wesentliche ab. Kotflügel und Motorschutz sind aus Kohlefaser. Die Soloabdeckung ersetzt den Soziussitz. Der Aluminium-Ständer ermöglicht das Entfernen der Fußrasten hinten. Jedes Teil reduziert ein paar Gramm, und das Gesamtgewicht sinkt auf 166 kg im Trocken Zustand gegenüber 169 kg für die Standardversion. Das ist keine Revolution, aber auf diesem Gewichtsniveau spürt man drei Kilogramm in einer schnellen Kurve.
Das eigentliche Highlight ist das SC Project Auspuffsystem aus Kohlefaser, das rechts vom Hinterrad neu positioniert wurde – wo das Original unter dem Motor versteckt war. Diese Änderung der Positionierung verändert die Silhouette ebenso wie das Abnehmen des Gewichts: Das System wiegt 4,4 kg, also zwei Kilogramm weniger als das Originalteil. Der Leistungsgewinn bleibt marginal und schwer genau zu quantifizieren, aber die Klangfülle nimmt zu, was das subjektive Erlebnis verändert, ein Motor zu fahren, der bei 10.500 U/min seinen Höhepunkt erreicht und 100 PS und 67 Nm bei 8.500 U/min liefert. Im Vergleich zu einer Kawasaki Z650 oder einer Honda CBR650R spielt die RS 660 Extrema eindeutig in einer anderen Kategorie des Engagements.
Die an Bord befindliche Elektronik verdient Aufmerksamkeit. Fünf Fahrmodi, Traktionskontrolle, Wheelie-Kontrolle, modulierter Motordrehzahlbegrenzer, bidirektionaler Quickshifter, Tempomat und Cornering-ABS bilden ein Arsenal, das Motorräder, die vor zehn Jahren doppelt so viel gekostet haben, zum Erröten bringen würde. Die Extrema fügt die Möglichkeit hinzu, die Gangwahl umzukehren, eine Funktion, die von Rennstreckenfahrern bevorzugt wird, die es vorziehen, auf das Pedal zu treten, um hochzuschalten. Zwei Minuten Einstellung und es ist erledigt. Diese Art von Detail bestätigt, dass Aprilia hier einen Fahrer anspricht, der weiß, was er tut, nicht einen Fahrer, der ein Sportmotorrad entdeckt.
Das Fahrwerks basiert auf dem Aluminium-Gitterrohrrahmen und dem Aluminium-Schwingarm der RS 660, mit einer 41-mm Upside-Down-Gabel, einem Monosockdämpfer mit 130 mm Federweg und einem Brembo-Bremssystem mit 320 mm Durchmesser vorne mit radialen Vierkolben-Sätteln. Die Sitzhöhe von 820 mm ist nicht für jeden Wähnen angegeben, aber die 180 kg voller Gewicht bleiben eine Referenz in der Kategorie. Für den Aprilia RS 660 Extrema Test äußert sich diese Leichtigkeit in einer direkten Agilität, ohne parasitäre Anstrengung bei Richtungswechseln.
Bleibt die Frage des Preises. Wie viel kostet eine Aprilia RS 660 Extrema 2024? Die Rechnung steigt auf 13.499 Euro, was einen deutlichen Unterschied zur Basis-RS 660 ausmacht. Für dieses Budget erhält der Fahrer ein Motorrad, das eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h erreicht, in A2-Konfiguration gedrosselt werden kann und mit ausreichend Ausrüstung geliefert wird, um direkt von der Straße auf die Rennstrecke zu wechseln, ohne viel zu verändern. Das ist kein Motorrad für Anfänger – der hohe Sattel und die direkte Kraftentfaltung im Drehzahlbereich bestätigen dies. Es ist ein Angebot für diejenigen, die ein leichtes, auf der Straße kompetentes und auf der Rennstrecke nutzbares Sportmotorrad suchen, ohne den Preis eines voll aufgeladenen italienischen Supersportlers zu zahlen.
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