Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 660 cc
- Leistung
- 48.0 ch @ 6000 tr/min (35.0 kW)
- Drehmoment
- 59.0 Nm @ 5000 tr/min
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 10.0:1
- Bohrung × Hub
- 100.0 x 84.0 mm (3.9 x 3.3 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Integrated electronic engine management system. Indirect multi-point electronic injection. 44 mm throttle body.
- Steuerung
- Single Overhead Cams (SOHC)
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Steel, open cradle, single spar frame
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Chaîne
- Kupplung
- Multi-plate in oil bath. Cable operated.
- Vorderradaufhängung
- 45 mm fork
- Hinterradaufhängung
- High strength steel swingarm. Aprilia Progressive System (APS) rising rate linkages. Sachs hydraulic monoshock with adjustable rebound and preload.
- Federweg vorne
- 140 mm (5.5 inches)
- Federweg hinten
- 130 mm (5.1 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. FTE stainless steel floating disc
- Hinterradbremse
- Single disc. Stainless steel disc
- Vorderreifen
- 110/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.20 bar
- Hinterreifen
- 160/60-17
- Hinterreifendruck
- 2.40 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Radstand
- 1479.00 mm
- Bodenfreiheit
- 250.00 mm
- Länge
- 2173.00 mm
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Trockengewicht
- 168.00 kg
- Neupreis
- 7 549 €
Übersicht
Motorrad: Aprilia Pegaso 650 Factory (2007)

Das Label Factory wird bei Aprilia nicht leichtfertig vergeben. Auf der RSV 1000 bedeutete es Öhlins-Federungen, entsprechende Preise und eine Sportlichkeit, die ihren Höhepunkt erreichte. Dasselbe Stempel auf den Pegaso 650 zu setzen, ist ein anderes, fast paradoxes Unterfangen: einen Supermotard für die breite Masse in etwas Begehrenswerthes zu verwandeln, ohne sein Abenteuer-DNA für die Stadt zu verraten. Das Ergebnis dieser Operation verdient es, genauer betrachtet zu werden.
Visuell ist das augenscheinlichste Zeichen der Wandlung auf den Felgen zu erkennen. Die goldenen, 17-Zoll-Speichenfelgen signalisieren sofort eine Zugehörigkeit zum Factory-Clan, mit allem, was das mit Liebe zum Detail bedeutet. Das Lenkergestänge wechselt zu Aluminium, der vordere Kotflügel erhält eine Carbon-Verkleidung, Rahmen- und Auspuffschützer runden das Bild ab. Die Sitzbank, um 20 mm angehoben, bringt die Sitzhöhe auf 780 mm, was das Motorrad in einer vernünftigen Reichweite für einen Fahrer durchschnittlicher Statur positioniert. Die Bremsanlage profitiert von einem radialen Angriff auf eine 320-mm-Scheibe, eine konkrete Weiterentwicklung, die die Vorspannung vorne verbessert, ohne das allgemeine Gleichgewicht der Maschine zu revolutionieren.
Unter dieser sorgfältig gestalteten Verkleidung bleibt der 660-ccm-Eilmotor sich selbst treu, mit seinen 48 Pferdestärken bei 6000 U/min und 59 Nm Drehmoment, die ab 5000 U/min verfügbar sind. Diese Zahlen lassen die KTM 690 SMC oder die Husqvarna SM 610 der damaligen Zeit nicht erzittern, aber das ist nicht wirklich das Thema. Was hier zählt, ist der Charakter: Die als launisch beschriebene Einspritzung trägt paradoxerweise dazu bei, das Gefühlsvolumen zu erhöhen. Ein Einzylinder dieser Hubraumgröße sucht nicht die Linearität eines japanischen Vierzylinders, er setzt seinen Rhythmus, seine beherrschten Ruckler, seine ganz eigene Art, in Kurvenausgängen zu brummen durch. Die 168 kg Trockengewicht werden schnell vergessen, sobald man in Bewegung ist, und der 250-mm-Bodenfreiheit erinnert daran, dass man auf einer Maschine sitzt, die dafür gedacht ist, Böschungen und ein paar Wege zu verschlucken.
Für 7549 Euro positioniert sich der Pegaso 650 Factory als Supermotard der oberen Mittelklasse mit Premium-Ambitionen. Das ist stimmig für einen erfahrenen Fahrer, der ein vielseitiges Motorrad sucht, das die tägliche Fahrt zur Arbeit mit Stil bewältigen, ein paar Kreisverkehre am Wochenende meistern kann, ohne den Anspruch einer Rennmaschine zu erheben. Auf der anderen Seite erfordert die hohe Sitzbank und das manchmal lebhafte Verhalten des Einzylinders für Anfänger, die sich von der Factory-Ästhetik angezogen fühlen, ein gewisses Maß an Lernbereitschaft. Dieser Pegaso ist kein getarntes Schulmotorrad, sondern ein echtes Motorrad mit echtem Temperament.
Was diese Factory-Version dem Basis-Pegaso bringt, ist vor allem eine stimmige Präsentation. Goldene Akzente, Aluminium, Carbon – alles fließt in ein schärferes Bild, das den Preisunterschied rechtfertigt, ohne in den Extremen zu verfallen. Das offene Stahl-Doppelrohrrahmenchassis, die einstellbaren Sachs-Federungen in der Vorlast und Dämpfung auf der Rückseite, die 45-mm-Gabel bilden ein ausgewogenes Ensemble, das nicht versucht, auf dem Papier zu beeindrucken, aber auf der Straße funktioniert. Das ist vielleicht die wahre Definition von Factory auf dieser Maschine: keine radikale Transformation, sondern eine sorgfältige Feinabstimmung eines bereits gesunden Produkts.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!