Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 124 cc
- Leistung
- 13.0 ch @ 10000 tr/min (9.3 kW)
- Drehmoment
- 9.4 Nm @ 8500 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 11 : 1
- Bohrung × Hub
- 41 x 47 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Steuerung
- Overhead Cams (OHC)
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléscopique Ø 35 mm, déb : 140 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 100 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 282 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage tambour Ø 130 mm
- Vorderreifen
- 80/100-18
- Hinterreifen
- 130/90-15
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 665.00 mm
- Radstand
- 1495.00 mm
- Tankinhalt
- 11.00 L
- Trockengewicht
- 135.00 kg
- Neupreis
- 3 965 €
Übersicht
Wenn man an japanische Customs der 2000er Jahre denkt, kommt sofort ein titanischer Zweikampf in den Sinn. Auf der einen Seite der Honda Shadow, der mit einer überraschenden Gelassenheit sein Können demonstriert. Auf der anderen Seite Yamaha, das daraufhin seine Gegenoffensive mit der XVS 125 Drag Star startet. Die Idee war klar: die verführerischen Codes der großen Amerikaner aufnehmen, sie zu miniaturisieren und eine Maschine zu schaffen, die mehr Eindruck hinterlässt, als die Hubraumangabe vermuten lässt. In diesem Punkt ist die Mission erfüllt. Die Drag Star weist einen Radstand von fast 1,51 Metern und ein Trockengewicht von 135 kg auf, Proportionen, die sie wie eine 600 erscheinen lassen. Sie ist optisch beeindruckend, mit einer sorgfältigen Verarbeitung, die den alten Virago in den Schatten stellt. Für etwa 4000 Euro damals kaufte man vor allem einen Stil.

Doch wenn man Gas gibt, bröckelt der Custom-Traum etwas. Der Motor ist der Schwachpunkt dieser Yamaha XVS 125 Drag Star. Dieser V-Zweizylinder mit 124 cm³, geerbt vom Virago, aber überarbeitet, leistet 13 PS bei 10.000 U/min. Zahlen, die bereits auf dem Papier wenig versprechen, und die sich auf das tatsächliche Gewicht des Motorrads einmal im Sattel befindend bemerkbar machen. Das Drehmoment von 9,4 Nm setzt im oberen Drehzahlbereich ein, was zwingt, ständig mit dem Fünfganggetriebe zu spielen, um einen erkennbaren Eindruck zu wahren. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 110 km/h, und selbst dann braucht es Geduld, um sie zu erreichen. Im Vergleich zum flexibleren und stärkeren Motor des Shadow bleibt die Drag Star hinter den Erwartungen zurück. Schlimmer noch, sie vibriert und brummt auf eine wenig ansprechende Weise, weit entfernt von der weichen Geschmeidigkeit, die man von einem Custom erwartet.
Doch sobald diese Schwäche verdaut ist, offenbart die Yamaha XVS 125 Drag Star bestimmte Qualitäten für Anfänger oder Stadtbewohner. Der niedrige Sitz mit 665 mm ist eine Wohltat und vermittelt sofort Vertrauen. Die Fahrweise ist vorbildlich ruhig: das starre Chassis, die einfache Gabel und die Bremsen (eine Scheibe vorne, eine Trommel hinten) sind perfekt aufeinander abgestimmt für eine entspannte Nutzung. Sie lässt sich trotz ihrer Länge überraschend leicht handhaben, und der Komfort ist für kurze Strecken korrekt. Es ist ein ideales Motorrad für die Fahrschule für alle, die einen Custom ohne großen finanziellen Aufwand ausprobieren möchten.
Letztendlich ist diese Drag Star eine Maschine mit zwei Gesichtern. Ein gelungener Blickfang, eine unbestreitbare Präsenz, aber eine erschöpfte Mechanik, die Schwierigkeiten hat, ihr Kostüm zu tragen. Hat Yamaha bei Honda sein Versprechen gebrochen? Faktisch ja. Der Shadow bot eine ausgereiftere und freundlichere Erfahrung. Aber für junge Führerscheinbesitzer, die einen stilvollen und leicht zu handhabenden Custom ohne Leistungsanspruch suchen, bleibt die Yamaha XVS 125 Drag Star eine glaubwürdige Option. Sie wird Ihnen die Haltung mehr beibringen als die Geschwindigkeit, und das ist vielleicht die Essenz eines Cruiser-Anfängers.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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