Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 220.0 ch @ 13500 tr/min (144.0 kW)
- Drehmoment
- 113.3 Nm @ 11500 tr/min
- Motortyp
- In-line four, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 13.0:1
- Bohrung × Hub
- 79.0 x 50.9 mm (3.1 x 2.0 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Schmierung
- Wet sump
- Zündung
- ECU REX 140, Marelli
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Aluminium Deltabox, Diamond
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Ohlins factory telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Öhlins Factory Pneumatic adjustable
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 120 mm (4.7 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. Hydraulic. Brembo.
- Hinterradbremse
- Single disc. Hydraulic. Brembo..
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Hinterreifen
- 190/55-ZR17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 855.00 mm
- Radstand
- 1405.00 mm
- Bodenfreiheit
- 130.00 mm
- Länge
- 2055.00 mm
- Breite
- 690.00 mm
- Höhe
- 1165.00 mm
- Tankinhalt
- 22.00 L
- Gewicht
- 201.00 kg
Übersicht
Neun Weltmeistertitel, 115 Siege, 425 Starts. Als Valentino Rossi Ende 2021 die Lederkombi an den Nagel hängte, ging ein ganzes Kapitel der MotoGP-Geschichte zu Ende. Yamaha konnte diesen Moment nicht verstreichen lassen, ohne ihm gebührend Tribut zu zollen. Der Hersteller aus Iwata schuf daher eine Hommage, die dem Format der Persönlichkeit gerecht wird: die Yamaha R1 GYTR VR46, ein Einzelstück für die Rennstrecke, erdacht als Abschiedsgeschenk an den Doctor höchstpersönlich.

Vergessen Sie sofort den Gedanken, damit auf der Straße zu fahren. Diese R1 ist eine Rennstreckenmaschine, Punkt. Keine Scheinwerfer, keine Straßenzulassung, Slicks als Bereifung. Ihr Reihenvierzylinder mit 998 cc leistet 220 PS bei 13 500 U/min und 113,3 Nm Drehmoment bei 11 500 Touren, gebändigt von einem Sechsganggetriebe und Kettenantrieb. Mit einem Verdichtungsverhältnis von 13.0:1 und einer Bohrung/Hub von 79 x 50,9 mm atmet der Motor pure Leistung. Doch Yamaha hat sich nicht mit dem Serienmotor begnügt. Die GYTR-Abteilung verpflanzte ein Marelli REX 140 Steuergerät, eine spezielle Zylinderkopfdichtung, ein eigenes Kühler-Kit und eine komplette Akrapovic-Auspuffanlage. Genug, um gegenüber der ohnehin nicht geizigen Standard-R1 noch einige zusätzliche Pferdestärken freizusetzen.
Der Deltabox-Rahmen aus Aluminium beherbergt Federelemente auf World-Superbike-Niveau: eine werksseitige Öhlins-Upside-Down-Gabel vorne, ein pneumatisches, einstellbares Öhlins-Federbein hinten. Die Bremsanlage folgt derselben Logik mit einer direkt aus der WSBK stammenden Brembo-Ausstattung – Doppelscheibe vorne, Einzelscheibe hinten. Die geschmiedeten Marchesini-Aluminiumräder tragen dazu bei, das Gewicht auf 201 kg fahrfertig zu halten, inklusive des 22-Liter-Tanks. Für ein derart üppig mit Racing-Komponenten bestücktes Superbike ist das ein bemerkenswerter Wert. Die Sitzhöhe von 855 mm und der Radstand von 1 405 mm bringen den Fahrer in eine aggressive Position, typisch für eine Sportmaschine, die auf das Attackieren der Curbs ausgelegt ist.
Die vollständig aus Carbon gefertigte Verkleidung hüllt die Bestie in ein Design, das seinesgleichen sucht. Man erkennt Rossis visuelle Welt wieder – neonfarben und unkonventionell – mit akribischer Sorgfalt auf jedes Teil aufgebracht. Verstellbare Fußrastenanlage in Rückwärtsposition, erleichterter Kabelbaum, Racing-Armaturen, Chrome Lite Wettbewerbs-Dashboard: Jedes Detail verrät eine verblüffende Nähe zu den Werksmaschinen der Superbike-Meisterschaft. Das kleine Augenzwinkern, das alles zusammenfasst? Die Nachricht „Grazie Vale", die beim Einschalten des Dashboards erscheint. Eine schlichte Geste, die viel über die Beziehung zwischen dem Fahrer und der Marke aussagt.
Über den Preis der Yamaha R1 GYTR VR46 lässt sich schwer sprechen, da diese Maschine nie zum Verkauf stand. Schätzungen bewegen sich um die 70 000 Euro, doch der tatsächliche Wert übersteigt diese Summe bei Weitem. Es handelt sich um ein Objekt jenseits des Marktes, ohne direkten Konkurrenten, geschaffen für einen einzigen Mann. Sie ist weder eine Rivalin der Ducati Panigale V4 SP2 noch eine Alternative zur BMW M 1000 RR. Sie ist ein Denkmal für denjenigen, der den Motorradrennsport in ein weltweites Spektakel verwandelt hat. Und wenn Rossi sie wie geplant auf der Strecke von Misano bewegt, wird sie den einzigen Fahrer gefunden haben, der ihr gerecht werden kann.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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