Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 853 cc
- Leistung
- 65.0 ch @ 6250 tr/min (47.4 kW)
- Drehmoment
- 73.0 Nm @ 5000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5:1
- Bohrung × Hub
- 84.0 x 77.0 mm (3.3 x 3.0 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection. Weber-Marelli electronic fuel injection
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- ALS steel twin tube cradle
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Shaft drive (cardan) (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Hydraulic telescopic fork 40mm
- Hinterradaufhängung
- Swingarm with double shock absorber with adjustable spring preload. No rebound adjustment on rear shock.
- Federweg vorne
- 130 mm (5.1 inches)
- Federweg hinten
- 99 mm (3.9 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. ABS. Brembo opposed four-piston callipers.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.40 bar
- Hinterreifen
- 150/80-16
- Hinterreifendruck
- 2.60 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 808.00 mm
- Radstand
- 1465.00 mm
- Länge
- 2185.00 mm
- Breite
- 840.00 mm
- Höhe
- 1160.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Gewicht
- 199.00 kg
- Trockengewicht
- 194.00 kg
- Neupreis
- 11 199 €
Übersicht
Hundert Jahre Leidenschaft, knapp abgewendete Insolvenzen und legendäre Siege. Genau das hat Moto Guzzi 2021 mit der Centenario-Reihe gefeiert, deren V9 Bobber zweifellos das verführerischste Stück darstellt. Statt eine nummerierte Serie zu einem Goldpreis auf den Markt zu bringen, hat sich die Firma aus Mandello del Lario für eine zeitlich begrenzte Edition entschieden, die ausschließlich im Jubiläumsjahr erhältlich war. Ein aufrichtigerer Ansatz als jener mancher italienischer Konkurrenten, die jeden Jahrestag gerne in eine Preisoffensive verwandeln.

Die Moto Guzzi V9 Bobber Centenario schöpft ihre Inspiration nicht aus dem Erstling der Marke, der 500 Normale von 1921. Sie verneigt sich vielmehr vor der Otto Cilindri, jenem mythischen Renn-V8, der 1955 die Stoppuhren zum Zittern brachte. Das Ergebnis ist eine gepflegte Lackierung: mattgrauer Tank mit goldenem Adler auf den Flanken, brauner Sattel, blassgrüne Akzente auf dem vorderen Schutzblech und den Seitenabdeckungen, gut sichtbares Centenario-Logo. Die goldene Stickerei am Sattelende verleiht eine handwerkliche Note, die japanischen Produktionen in dieser Preisklasse schmerzlich fehlt. Bei 11 199 Euro bleibt der Aufpreis gegenüber der V9 Bobber Standard überschaubar – kaum ein paar Hundert Euro mehr für eine Maschine, die nie wieder produziert wird.
Unter diesem Festtagskleid steckt der quer eingebaute V-Twin mit 853 cm3, das mechanische Markenzeichen der V9-Familie. Mit 65 PS bei 6 250 U/min und vor allem 73 Nm Drehmoment bereits bei 5 000 Touren spielt dieser Motor nicht die Karte der rohen Leistung. Er setzt auf Charakter. Jede Beschleunigung wird von jener leichten Kippbewegung begleitet, die den quer eingebauten Flat-Twins und V-Twins von Guzzi eigen ist – ein mechanischer Tick, den Aficionados um nichts in der Welt eintauschen würden. Der Kardanantrieb und das Fünfganggetriebe fügen sich in diese Philosophie des entspannten Fahrens. Man ist weit entfernt von einer Sportster S mit ihren 121 PS, doch man zielt auch auf ein ganz anderes Vergnügen. Gegenüber einer Triumph Bonneville Bobber mit ihrem 1 200-cm3-Twin zeigt die Guzzi ein deutliches Leistungsdefizit, kompensiert dies aber mit einem schlanken Gewicht von 199 kg vollgetankt und einem vernünftigen Verbrauch von 4,9 Litern auf hundert Kilometer.
Der Rohrrahmen aus Stahl beherbergt eine hydraulische 40-mm-Gabel und eine Schwinge mit doppelten, in der Vorspannung einstellbaren Stoßdämpfern. Keine Zugstufeneinstellung am Heck, was die Möglichkeiten der Feinabstimmung auf schlechter Fahrbahn einschränkt. Die Brembo-Bremsanlage mit einer einzelnen vorderen Scheibe, gegriffen von einem Vierkolben-Sattel, erledigt ihre Arbeit ohne Schnörkel, unterstützt vom ABS. Der Sattel auf 808 mm Höhe bleibt zugänglich, und der Radstand von 1 465 mm garantiert eine beruhigende Stabilität in der Stadt wie auf der Landstraße. Mit ihrem 15-Liter-Tank und einer Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h erhebt die V9 Bobber Centenario keinen Anspruch darauf, die Autobahn zu verschlingen. Sie bevorzugt kurvenreiche Landstraßen, Straßencafés und bewundernde Blicke an der roten Ampel.
Diese Maschine richtet sich an einen Motorradfahrer, der etwas anderes sucht als ein mit Hormonen aufgepumptes Datenblatt. Jemanden, der das Erbe, den Stil und jenes mechanische Korn zu schätzen weiß, das nur ein italienischer V-Twin bieten kann. Die Moto Guzzi V9 Bobber Centenario ist weder die leistungsstärkste noch die vielseitigste ihrer Klasse. Aber sie besitzt jenes gewisse Mehr an Seele, jene Authentizität, die jede Ausfahrt zum Ritual werden lässt. Und das können weder Triumph noch Harley ganz und gar nachbilden.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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