Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 865 cc
- Leistung
- 67.0 ch @ 7500 tr/min (49.3 kW)
- Drehmoment
- 69.6 Nm @ 5800 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre parallèle, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 9.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 90 x 68 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 100 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 310 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 255 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 100/90-19
- Hinterreifen
- 130/80-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 775.00 mm
- Tankinhalt
- 16.60 L
- Gewicht
- 230.00 kg
- Trockengewicht
- 205.00 kg
- Neupreis
- 11 000 €
Übersicht
Fünfzig Motorräder, nicht eines mehr. So hat Triumph sich entschieden, im Jahr 2014 das fünfzigjährige Jubiläum einer Heldentat zu feiern, die viele junge Motorradfahrer nicht kennen: den britischen Sieg bei den International Six Day Trials von 1964, ausgetragen in der DDR. Die Bonneville T100 ISDT entstand aus diesem Wunsch, Tribut zu zollen, und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Hinckley bei der historischen Erzählung keine halben Sachen gemacht hat.

Auf dem Papier bleibt die Basis die einer klassischen Bonneville T100. Der Parallel-Twin mit 865 cm3 leistet 67 PS bei 7500 U/min und 69,6 Nm Drehmoment bei 5800 U/min. Nichts Vulkanisches, aber genau darin liegt die Philosophie der Maschine: Hier geht es nicht um rohe Leistung. Mit ihren 230 kg fahrfertig, dem Fünfganggetriebe und einer auf 180 km/h begrenzten Höchstgeschwindigkeit setzt diese Triumph auf entspannten Genuss, auf gefühlvolles Gasaufrollen im dritten Gang auf einer Landstraße. Der Stahl-Doppelschleifenrahmen, die 41-mm-Gabel und die beiden Federbeine hinten mit 100 mm Federweg bilden ein Fahrwerk ohne Überraschungen, tauglich für den Straßeneinsatz ohne sportlichen Anspruch. Die Bremsanlage, bestehend aus einer 310-mm-Scheibe vorn und einer 255-mm-Scheibe hinten, erledigt ihren Job ohne besonderen Glanz.
Was diese Sonderedition auszeichnet, ist alles andere. Die graue Lackierung übernimmt exakt den Farbton der T100SC, die fünfzig Jahre zuvor im Wettbewerb eingesetzt wurde. Der Soziussitz ist einer Werkzeugtasche gewichen – eine direkte Anspielung auf das ISDT-Reglement, das diese Ausrüstung von den Teilnehmern verlangte. Motorschutz, Lenkerstrebe, Hauptständer, historisches Triumph-Logo: Jedes Detail erzählt eine Geschichte. Man spürt eine echte Recherchearbeit hinter dieser limitierten Edition, nicht bloß einen Marketing-Anstrich.
Das Schönste verbirgt sich vielleicht in den Details, die man auf den ersten Blick nicht bemerkt. Die Unterschriften von J.R. Sayer, Ken Heanes, Roy Peplow und Johnny Giles, den siegreichen Fahrern von 1964, sind in goldenen Lettern auf den Luftfiltergehäusen eingraviert – eine Farbe, die an die damals verliehenen Medaillen erinnert. Auf dem 16,6-Liter-Tank verewigt ein großformatiges Foto das Werksteam. Aufmerksame Betrachter werden darauf Steve McQueen entdecken, der in jenem Jahr für das amerikanische Team an den Start ging. Drei der vier geehrten britischen Piloten waren übrigens am Verkaufstag, dem 12. Juli 2014, beim Triumph Live persönlich anwesend. Jedes Exemplar wird von einem Echtheitszertifikat begleitet, eigenhändig unterzeichnet von John Bloor selbst.
Zum Preis von 11 000 Euro richtete sich diese Bonneville ISDT eindeutig an Sammler und Liebhaber der Motorradgeschichte, nicht an Alltagsfahrer auf der Suche nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Gegen eine Moto Guzzi V7 oder eine Kawasaki W800 gewinnt sie nach keinem objektiven Kriterium. Aber fünfzig Exemplare weltweit, ein authentisches Wettbewerbserbe und eine sorgfältige Ausführung bei den Finishes: Das ist es, was den Wert steigen lässt und eine ehrliche Bonneville in ein Objekt der Begierde für Eingeweihte verwandelt. Die Art Motorrad, die man nur bei schönem Wetter aus der Garage holt, mit weißen Handschuhen und einer Geschichte, die es zu erzählen gilt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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