Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 2458 cc
- Leistung
- 182.0 ch @ 7000 tr/min (133.9 kW)
- Drehmoment
- 225.0 Nm @ 4000 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Bohrung × Hub
- 110.2 x 85.9 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Euro-Norm
- Euro 5+
Fahrwerk
- Rahmen
- struture en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 47 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 107 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons (Stylema monobloc)
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Brembo Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 150/80-17
- Vorderreifendruck
- 2.90 bar
- Hinterreifen
- 240/50-16
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 773.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 317.00 kg
- Neupreis
- 27 995 €
Übersicht
Ein 317 kg schweres Motorrad über eine Reihe von Bussen springen zu lassen – das ist eine Idee, die selbst der verrückteste Stuntman nicht gewagt hätte, in Betracht zu ziehen. Und dennoch hat Triumph ausgerechnet den Namen Evel Knievel für seine Rocket III gewählt, das Schwergewicht der Modellpalette. Die Verbindung zwischen dem fliegenden Draufgänger der 60er- und 70er-Jahre und diesem Power Cruiser von knapp einem Drittel Tonne sorgt durchaus für ein Schmunzeln. Doch die Geschichte, die beide verbindet, ist sehr real: Knievel, Amerikaner durch und durch, hatte den Herstellern seines Landes den Rücken gekehrt und seine waghalsigen Flüge einer Bonneville T120 anvertraut. Seine Fernsehauftritte, seine über 45 Meter weiten Sprünge über Fontänen in Las Vegas – all das geschah unter englischer Flagge. Triumph kassiert heute die Dividenden dieser Legende und bietet zwei auf jeweils 250 Exemplare limitierte Serien an, die R und die GT, zu Preisen, die es in sich haben: 27 995 Euro für die Version R.

Bei der Inszenierung hat Hinckley nicht gespart. Der 18-Liter-Tank verbindet Chrom mit einer Lackierung, die die Motive des berühmten Sternenkostüms in den Farben der amerikanischen Flagge aufgreift. Der Ledersitz trägt das goldbestickte Knievel-Logo, die Windabweiser sind in mattem Saphirschwarz gehalten, und die gesamte Front des Motorrads, von den Rädern bis zu den Gabelholmen, ist in Schwarz gekleidet. Die Unterschrift des Stuntmans und die Seriennummer sind per Laser in die obere Gabelbrücke graviert. Selbst das TFT-Display bietet eine eigene Animation beim Start. Die Liebe zum Detail geht bis hin zum Collector-Buch, das jedem Exemplar beiliegt und passend zum Motorrad nummeriert ist. Man bewegt sich hier ebenso im Bereich des Sammlerstücks wie des Zweirads.
Die beiden Varianten beschränken sich nicht auf einen bloßen Farbwechsel. Die R setzt auf die Karte des Power Cruisers mit Bobber-Einschlag, mit einer leicht nach vorn geneigten Sitzposition, einem Roadster-Sitz auf 773 mm Höhe und um 15 mm verstellbaren Mittelrasten. Die GT hingegen bietet einen um zusätzliche 125 mm erhöhten Lenker, vorverlegte Fußrasten mit 50 mm horizontalem Verstellbereich und einen stärker gepolsterten Sitz auf 750 mm Höhe, flankiert von einer Beifahrer-Rückenlehne aus Leder. Zwei unterschiedliche Philosophien für ein und dasselbe mechanische Herz.

Und was für ein Herz. Der Dreizylinder mit 2 458 cm3 Hubraum bleibt eine Anomalie in der Motorradlandschaft. Seine 182 PS bei 7 000 U/min sind beinahe nebensächlich angesichts der 225 Nm Drehmoment, die bereits ab 4 000 Touren anliegen. Bei diesem Maß an Schub müssen der Kardanantrieb und das Sechsganggetriebe Belastungen verkraften, die nur wenige Serientriebwerke für sich beanspruchen können. Der Aluminiumrahmen, die einstellbare 47-mm-Upside-down-Gabel mit Zug- und Druckstufendämpfung, das vollständig einstellbare Federbein mit separatem Ausgleichsbehälter: Alles ist darauf ausgelegt, die Brutalität des Motors zu bändigen. Die Bremsanlage folgt derselben Logik mit radial montierten Brembo-Stylema-Monoblock-Sätteln an 320-mm-Scheiben vorn und einem Vierkolben-Sattel an einer 300-mm-Scheibe hinten. Kurven-ABS, vier Fahrmodi, Tempomat und Berganfahrhilfe vervollständigen das elektronische Arsenal. Bei 317 kg fahrfertig ist letztere Funktion kein Luxus.

Bleibt die Frage der Positionierung. Gegenüber einer Ducati Diavel V4 oder einer BMW R 18 spielt die Rocket III Evel Knievel eine ganz eigene Partitur. Sie sucht weder Agilität noch Sportlichkeit. Sie setzt auf mechanische Maßlosigkeit, rohes Charisma und nunmehr die Aura einer Showlegende. Für knapp 28 000 Euro richtet sie sich an Motorradfahrer, die ein Stück lebendige Geschichte fahren wollen, nicht an jene, die Gramm zählen oder Zehntelsekunden in der Kurve. Bei 250 Exemplaren weltweit wird die Seltenheit den Rest erledigen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 4
- ABS Cornering
- Jantes aluminium
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Bluetooth
- Prise USB
- Aide au démarrage en côte (Hill Hold Control)
- Démarrage sans clé
- Contrôle de traction
- Embrayage anti-dribble
- Repose-pieds réglables
- Centrale inertielle
- Commodes rétro-éclairés
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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