Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 2458 cc
- Leistung
- 167.0 ch @ 6000 tr/min (122.8 kW)
- Drehmoment
- 221.0 Nm @ 4000 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 110.2 x 85.9 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- struture en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 47 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 107 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Brembo Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 150/80-17
- Vorderreifendruck
- 2.90 bar
- Hinterreifen
- 240/50-16
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 773.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Trockengewicht
- 291.00 kg
- Neupreis
- 24 400 €
Übersicht
221 Newtonmeter. Die Zahl prangt stolz auf dem Tank, wie ein selbstbewusstes Biker-Tattoo. Triumph war mit seiner Rocket III noch nie schüchtern, doch für den Jahrgang 2022 dreht die Marke aus Hinckley den Regler noch weiter auf – mit dieser Sonderserie, die ohne Umschweife nach ihrem Drehmoment benannt ist. Ein absoluter Rekord für ein Serienmotorrad. Um das Ausmaß zu verdeutlichen: Man müsste zwei Yamaha MT-10 übereinanderstapeln, um einen solchen Schub zu erreichen. Hier bewegt man sich eindeutig in einer anderen Dimension.

Der Dreizylinder mit 2 458 cc, der in diesem Aluminium-Chassis steckt, bleibt eine faszinierende mechanische Anomalie. 167 PS bei 6 000 U/min, eine Bohrung von 110,2 mm, ein Verdichtungsverhältnis von 10,8:1. Die Zahlen sprechen für sich, doch es ist vor allem die Verfügbarkeit des Drehmoments ab 4 000 Touren, die jede Beschleunigung zu einem seismischen Ereignis macht. Triumph hat sich übrigens dafür entschieden, die technischen Daten auf dem stählernen Unterzugband des Motorrads einzugravieren. Leistung, Drehmoment, Hubraum – alles ist verewigt. MV Agusta hatte das bei seiner Brutale Nürburgring mit Beschriftungen auf den Winglets versucht. Die Engländerin greift die Idee auf ihre Weise auf, weniger sportlich, dafür umso demonstrativer.
Optisch trägt diese Sonderedition ein tiefes Rot auf Tank und vorderem Schutzblech, akzentuiert durch schwarzen Lack auf den Kniepads, der Windschutzscheibe, den Kühlerverkleidungen und der Scheinwerfereinfassung. Das Ergebnis ist gepflegt, ohne ins Protzige abzugleiten. Triumph versteht es, seine Sonderserien einzukleiden, und diese bildet keine Ausnahme – auch wenn sie, kleine Nuance, nicht wirklich limitiert ist. Keine Nummerierung, keine Plakette „221 von 221". Das Motorrad ist schlicht ein Jahrgangsmodell, ausschließlich im Jahr 2022 erhältlich, genauso wie die anderen Varianten im Katalog, etwa die Gold Line oder Ton Up.
Die Ausstattung rechtfertigt zum Teil den Preis von 24 400 Euro. Die Bremsanlage setzt auf radial montierte Brembo-Stylema-Sättel an 320-mm-Scheiben vorn, ergänzt durch eine einzelne 300-mm-Scheibe hinten. Die 47-mm-Upside-down-Gabel und das Showa-Monofederbein sind beide in sämtlichen Parametern einstellbar, was es erlaubt, die 291 kg Trockengewicht der Maschine mit einem Mindestmaß an Gelassenheit zu bändigen. Die Bordelektronik hält Schritt: vier Fahrmodi, ein schräglagenabhängiges ABS und eine ebensolche Traktionskontrolle, ein Tempomat, schlüsselloses Starten, Reifendrucksensoren und ein Farb-TFT-Display mit Bluetooth-Konnektivität. Für Google-Navigation, Telefonsteuerung oder die Bedienung einer GoPro muss man allerdings den Optionskatalog bemühen.
Mit ihrer niedrigen Sitzhöhe von 773 mm, dem 18-Liter-Tank und dem Kardanantrieb mit sechs Gängen bleibt die Rocket III 221 Special Edition eine Boulevard-Maschine, die darauf zugeschnitten ist, im Stand wie in Bewegung gleichermaßen zu beeindrucken. Sie richtet sich an den Motorradfahrer, der mechanisches Spektakel, brachialen Drehmoment und eine Straßenpräsenz sucht, die niemand infrage stellen wird. Mit 235 km/h Höchstgeschwindigkeit ist sie alles andere als ein Sportmotorrad, doch das ist auch nicht ihr Anspruch. Die Rocket III spielt in einer Kategorie, in der sie schlicht und einfach keine Konkurrentin hat.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en curvas
- Bluetooth
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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