Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1200 cc
- Leistung
- 78.0 ch @ 6100 tr/min (57.4 kW)
- Drehmoment
- 105.9 Nm @ 4000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en ligne, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / eau
- Verdichtungsverhältnis
- 10 : 1
- Bohrung × Hub
- 97.6 x 80 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 47 mm, déb : 90 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur sous la selle, déb : 73 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 255 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Hinterreifen
- 150/80-16
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 705.00 mm
- Tankinhalt
- 12.00 L
- Gewicht
- 263.00 kg
- Neupreis
- 15 650 €
Übersicht
Acht Maschinen. Mehr hat Triumph nicht beschlossen, in seiner Bonneville-Familie für das Jahr 2022 mit einem goldenen Brandzeichen zu versehen. Die Speedmaster gehört zu dieser Handvoll Auserwählter, für diesen Anlass in einer Kombination aus Eisgrau und Saphirschwarz gekleidet, die von handaufgetragenen Zierlinien in einem einzigen Strich durchschnitten werden, bevor sie unter einer Lackschicht versiegelt werden. Ein Handwerker zeichnet jedes Exemplar mit seinen Initialen. Das ist kein zusätzliches Verkaufsargument in der Broschüre; es ist eine Haltung, fast ein Manifest, das unmissverständlich sagt, an welchen Käufertyp dieses Motorrad sich richtet.

Dieser Käufertyp sucht keine rohe Leistung. Er sucht Distinktion. Und auf diesem Terrain spielt die Speedmaster Gold Line ein ganz anderes Spiel als das, was Milwaukee zu bieten hat. Wo eine Harley-Davidson Heritage Softail ein bekenntnishaftes Amerika zur Schau stellt, verchromt bis zum Übermaß, pflegt die Triumph eine britische Zurückhaltung, die am Ende überzeugender wirkt. Der doppelschleifen Stahlrahmen, der unter der Sitzbank verborgene Stoßdämpfer zur Imitation der starren Ästhetik alter Maschinen, die Speichenfelgen bereift mit 130/90-16 vorne und 150/80-16 hinten – alles trägt zu einer visuellen Kohärenz bei, die nur wenige Customs in dieser Preisklasse erreichen. Bei 15 650 Euro ist man zwar weit von einem Einstiegsmodell entfernt, doch die sorgfältige Verarbeitungsqualität rechtfertigt einen Teil des Preises.
Mechanisch leistet der parallele Zweizylinder mit 1 200 cc 78 PS bei 6 100 U/min – ein etwas niedrigerer Wert als bei der Bonneville T120. Doch die Speedmaster hat nie behauptet, diesen Hasen jagen zu wollen. Dieser Motor ist darauf ausgelegt, 105,9 Nm Drehmoment bereits ab 4 000 U/min zu liefern, ein Wert, der sich in der Praxis als direktes und lineares Ansprechen auf den Gasgriff niederschlägt, ohne unnötige Nervosität. Bei einer Maschine von 263 kg vollgetankt ist diese Geschmeidigkeit im unteren Drehzahlbereich willkommen. Das Sechsganggetriebe arbeitet sauber, der Antrieb ist dezent, und die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h reicht für den realen Einsatz dieser Art von Fahrzeug völlig aus.
Die Sitzposition verdient besondere Aufmerksamkeit. Der breite Lenker zwingt die Ellbogen nach außen, die vorverlegten Fußrasten positionieren die Beine nahezu waagerecht, und der 705 mm niedrige Sattel erleichtert das Aufsetzen auch für kleingewachsene Fahrer. Das ist reinrassiger Cruiser, gedacht zum Verschlingen von Landstraßen in entspannter Haltung, nicht zum Aneinanderreihen von Kurven. Der 12-Liter-Tank bleibt der Schwachpunkt der Reichweite, besonders bei flottem Fahrtempo. Die Bremsen mit zwei 310-mm-Scheiben vorne und einer 255-mm-Scheibe hinten verrichten ihre Arbeit ohne besonderen sportlichen Ehrgeiz, was dem Profil der Maschine entspricht.
Die Speedmaster Gold Line richtet sich an ein Publikum, das das Motorradfahren bereits kennt, vielleicht eine sportliche Phase hinter sich hat und zu etwas Besonnenem, Visuellerem zurückkehrt. Es ist kein Motorrad für Anfänger, da Gewicht und Abmessungen bei langsamer Fahrt ein gewisses Können erfordern. Es ist auch kein Tourer, der 500-Kilometer-Etappen problemlos bewältigt. Es ist ein gepflegter Custom, in limitierter Auflage produziert, dessen Wert ebenso sehr auf dem beruht, was er repräsentiert, wie auf dem, was er leistet. Triumph hat längst verstanden, dass ein Motorrad zu verkaufen auch bedeutet, ein Zugehörigkeitsgefühl zu verkaufen. Die Gold Line ist dessen gelungenste Demonstration.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!